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Die Mechaniker von Schnabl Engineering kümmern sich in der Boxengasse um den Falken-Porsche.

Wieder in den Top 5

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(bf). Die Serie hält: Beim Finale der Motorsportsaison hat Schnabl Engineering auf der Nürburgring-Nordschleife ein weiteres Top-5-Ergebnis herausgefahren. Das Einsatzteam von Falken Motorsports erzielte beim achten Lauf der VLN-Langstrecken-Meisterschaft, dem 51. ADAC Barbarossapreis, die Positionen fünf und neun. Damit befand sich der Rennstall aus Butzbach in den zurückliegenden vier Rennen stets mit beiden Autos unter den Top 10.

Teamchef Sven Schnabl zog dennoch ein gemischtes Saisonfazit: "Insgesamt ist unser Jahr leider nicht so erfolgreich verlaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Natürlich ist immer der Sieg das Ziel, aber diesen Sieg haben wir 2019 verpasst."

Nachdem Schnabl Engineering im vergangenen Jahr erstmals für Falken auf der Nordschleife gewonnen hatte, blieb dem Team dieses Mal im Rahmen der VLN ein Podestplatz verwehrt: Gleich dreimal schlug der vierte Platz zu Buche. "Da muss mehr gehen", sagt Schnabl und meinte: "Wir arbeiten schon mit Hochdruck an den Vorbereitungen für 2020."

Am Samstag aber galt die Konzentration ganz dem achten VLN-Lauf des Jahres - und eben dieser begann durchwachsen. Beide Fahrzeuge hatten kein ideales Qualifying erwischt: Peter Dumbreck, Alexandre Imperatori und Sheldon van der Linde waren im BMW M6 GT3 in 8:22,572 Minuten auf Startplatz fünf gefahren, während es für Klaus Bachler und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R nur für Position neun unter 156 Fahrzeugen reichte. Rückstand auf die Spitze: über sechs Sekunden. Das lag auch an einer für Falken unglücklichen Situation bei den entscheidenden schnellen Runden im Zeittraining, wie Teamchef Schnabl erklärte: "Wir haben mit beiden Autos eine Code-60-Phase erwischt, damit waren die Chancen auf einen Spitzenplatz dahin."

Der Falken-Porsche erwischte im Rennen zwar einen sehr guten Start, der dann aber nicht genutzt werden konnte, weil ein früher Unfall in der ersten Startgruppe einen Neustart erforderlich machte. Beim zweiten Start taten sich die Autos von Schnabl schwerer. In der zweiten Rennrunde dann eine Schrecksekunde: Der Porsche kam mit Plattfuß aus der Hohenrain-Schikane und musste zum Notstopp an die Box, was die Strategie über den Haufen und Bachler/Ragginger erst einmal weit zurückwarf. "Die komplette Mannschaft hat dann aber Moral bewiesen und eine tolle Aufholjagd mit gutem Speed hingelegt", sagte Schnabl. Mit konstant guten Rundenzeiten machte der Falken-Porsche etliche Positionen gut, kam mit dem Handicap des nicht geplanten frühen Boxenstopps aber nicht über Rang sechs hinaus, 2:42 Minuten hinter dem siegreichen Mercedes-AMG GT3. Aufgrund einer nachträglichen Disqualifikation gegen einen Konkurrenten wurde daraus am Ende noch Platz fünf. Für Teamchef Schnabl ist das ein "halbwegs versöhnliches Ergebnis" nach dem frühen Reifenschaden. "Ohne das Problem wären wir zumindest Vierter geworden", meint er.

Das Schwesterauto von Dumbreck, Imperatori und van der Linde hatte von Anfang an Schwierigkeiten, dem Spitzentempo zu folgen und sah das Ziel nach der vierstündigen Renndistanz mit 28 absolvierten Nordschleifen-Runden auf Position neun.

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