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Marcel Kopp will den FC Kaichen in die Kreisoberliga führen.

Fussball

Wie A-Ligist FC Kaichen für Aufsehen sorgt

  • VonThomas Brannekämper
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Mit drei Neuzugängen sorgt A-Ligist FC Kaichen für Aufsehen in der Fußball-Szene. Spielertrainer Marcel Kopp spricht über die Hintergründe.

Aufbruchstimmung an der Lögesmühle! Mit drei Neuzugängen sorgt der FC Kaichen für Aufsehen in der Fußball-Szene. Marco Weber (von Gruppenligist FC Neu-Anspach), Timon Wolf (von Gruppenligist SKV Beienheim) und Sascha Hartmann (FC Nieder-Florstadt) wechseln zum A-Ligisten, wo das Trainer-Team um Marcel Kopp, Daniel Spiteler und Gerriet Fokken auch in der Saison 2021/22 die Fäden zieht und Schlüsselspieler wie Kapitän Tim Kraft und Torwart Louis Korn bereits für ein weiteres Jahr zugesagt haben. Im Bereich der zweiten Mannschaft kann ebenfalls Vollzug gemeldet werden: Die seit drei Jahren erfolgreiche Spielgemeinschaft mit dem SV Bruchenbrücken wird fortgesetzt.

Spielertrainer Marcel Kopp spricht über die Qualität der Neuzugänge, das Image einer »Fahrstuhl-Mannschaft« und positive Vorzeichen für die kommende Saison.

In Kaichen wird - darauf lassen die Zugänge schließen - die Kreisoberliga-Rückkehr angestrebt. Was hat sich verändert, nachdem Sie das Zepter übernommen haben?

In Kaichen hat man mich als einen ehrgeizigen Spielertrainer kennengelernt, für den der sportliche Erfolg Priorität hat. Diesen Ehrgeiz versuche ich an die Spieler weiterzugeben. Wir wollen, schon aufgrund unserer Neuzugänge, natürlich um die Meisterschaft in der A-Liga und den Kreisoberliga-Aufstieg mitspielen. Und mir ist bewusst, dass wir in der nächsten Saison sicherlich öfter als Titelfavorit genannt werden, doch hat auch die vergangene Saison gezeigt, dass wir uns jeden Sieg erst verdienen müssen.

Wen sehen Sie als Mitfavoriten, und was wollen Sie von Ihrer Mannschaft sehen?

Wir werden in Kloppenheim, Groß-Karben, aber auch Ober-Mörlen spielstarke Konkurrenten auf den vorderen Plätzen haben. Wir in Kaichen müssen Bock auf Fußball und Bock auf Kameradschaft haben. Wer nur spielt, um am Karneval mitzufeiern, der ist hier nicht richtig. Bei uns in Kaichen steht der Erfolg, natürlich gepaart mit der nötigen Portion Spaß, im Vordergrund. Unser Ziel ist und muss es sein, wieder in der Kreisoberliga zu spielen und den FC Kaichen dort auch langfristig zu etablieren.

Gerade bei der Personalie Marco Weber wird man hellhörig. Immerhin kommt der Torjäger der Gruppenliga Frankfurt-West nach Kaichen.

Ja, und das hat alles seinen Grund. Ich habe einst mit Marco Weber in Usingen zusammengespielt, die Chemie zwischen uns stimmt. In langen Gesprächen konnte ich ihn vom FC Kaichen überzeugen, mit allem Für und Wider eines Wechsels. Er weiß, was ihn bei uns erwartet, was aber auch von ihm erwartet wird. Dieses trifft aber auf alle Neuzugänge zu. Ferner leistet unser Spielausschuss um Boris Vetter sehr gute Arbeit. Sein Netzwerk ist wichtig, um solche Wechsel realisieren zu können.

Was unterscheidet denn den FC Kaichen von anderen Vereinen?

Der FC Kaichen investiert sehr viel, gerade ins Dorfleben. Hier sind exemplarisch der jährliche Maskenball und die Teilnahme am Dorffest zu nennen. Ohne diese Veranstaltungen fehlen unserem Verein wichtige Einnahmequellen, wie wir letztes Jahr schmerzhaft feststellen mussten. Diese Teilnahmen werden vom Verein gelebt und sind ganz wichtige Faktoren im Klub-Leben.

Wie wird sich die A-Liga in der nächsten Saison darstellen?

Ich würde ja lieber schon heute als morgen wieder mit der Mannschaft auf dem Sportplatz stehen. Und ich denke, hier geht es mir wie vielen anderen Kickern auch. Sie alle scharren schon mit den Füßen und wollen wieder spielen. Ich hoffe, dass die A-Liga in der kommenden Runde in der gewohnten Zusammensetzung spielen kann. Ich kann zwar Gedankengänge verstehen, Klassen aufzuteilen, doch wäre es dann zum Ende hin, wenn der Aufstieg in Finalspielen ausgespielt wird, nicht fair gegenüber den bis dato erbrachten Saisonleistungen. Ein einziges Spiel kann hier dann über den Erfolg eines ganzen Jahres entscheiden. Dies fühlt sich für mich nicht richtig an. Eine komplette Runde ist hier ein gerechter Gradmesser. Ich hoffe, dass wir wieder eine A-Liga haben mit 16 Mannschaften, 30 Rundenspielen und dem Aufstieg des FC Kaichen.

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