Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar vor Derby gegen "schweren" Gegner

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Auf die HSG Wetzlar wartet in der Handball-Bundesliga am Sonntag die nächste schwere Aufgabe. Das Hessenduell gegen die MT Melsungen (16 Uhr, Rittal Arena) ist dabei weniger von der Derby-Brisanz geprägt als von der Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider zuletzt kaum noch Land gegen die Nordhessen gesehen hat.

Es muss schon viel zusammen kommen, damit die HSG Wetzlar die MT Melsungen ärgern bzw. ernsthaft in die Bredouille bringen kann. Eine Kulisse von erstmals über 4000 Zuschauern in dieser Saison als Rückendeckung, ein Stefan Cavor in Galaform, ein Till Klimpke im Rausch der Paraden - und ein Kontrahent, der analog zu SG Flensburg/Handewitt, SC Magdeburg und THW Kiel seine Möglichkeiten nicht restlos auszuschöpfen weiß.

Für die Verantwortlichen, die seit Jahren in der Führungsebene beider Klubs tätig sind, ist das Hessenduell noch immer von besonderer Brisanz geprägt. Auch für die Anhänger aus beiden Lagern zählen Derby-Punktgewinne doppelt. Anders sieht es bei den Wetzlarer Akteuren aus, zu oft ist der Kader im vergangenen Jahrzehnt durcheinandergewirbelt worden, als dass da eine besondere Rivalität entstehen könnte. Anders die Melsunger, bei denen - angefangen von Geschäftsführer Axel Geerken über Europameister Tobias Reichmann bis zu Michael Allendorf und Timm Schneider - immerhin noch vier Protagonisten eine Wetzlarer Vergangenheit haben.

Der Melsunger Innenblock mit dem 2,10-m-Riesen Finn Lemke und dem 1,98-m-Hünen Felix Danner ist der Stabilisator der 6:0-Deckung, dazu kommen weitere Schwergewichte wie Schneider, Julius Kühn oder Marino Maric, die es im Schnitt auf 111 kg Körpergewicht (!) bringen. Ein höheres Maß an defensiver Körperlichkeit gibt es nach dem Abgang von Tobias Karlsson bei der SG Flensburg/Handewitt in der ganzen Liga nicht. Im positionellen Vergleich haben die Nordhessen deutliche Vorteile. HSG-Trainer Kai Wandschneider baut auf seine Teamplayer, den gegenüber der Vorsaison verbesserten Gegenstoß sowie eine Abwehr, die mittlerweile variabel zwischen 6:0-, 5:1-, 4:2- und 3:3-Formation variieren kann.

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