Die Spieler der HSG Wetzlar bejubeln ihre 31:22-Sensation gegen den THW Kiel. FOTO: VOGLER
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Die Spieler der HSG Wetzlar bejubeln ihre 31:22-Sensation gegen den THW Kiel. FOTO: VOGLER

Handball

HSG Wetzlar demontiert Meister THW Kiel

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31:22! Nochmal: 31:22! Der Wahnsinn hat einen Namen: HSG Wetzlar! In der Handball-Bundesliga haben die Mittelhessen den amtierenden Deutschen Meister THW Kiel demoniert.

Zehn Monate nach dem historischen 27:20-Coup beim THW Kiel haben die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar noch einen drauf gesetzt. Am Samstagabend verurteilte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider den amtierenden Titelträger mit einem sensationellen 31:22 (18:11) zur Bedeutungslosigkeit.

Die 800 zugelassenen Zuschauer wurden Zeuge des bsilang besten Spiels ihrer HSG Wetzlar seit der Bundesliga-Zugehörigkeit.

Angefangen von einem mit 18 Paraden überragenden Torhüter Till Klimpke über den achtfachen Torschützen Maximilian Holst bis hin zum stark auftrumpfenden Kreisläufer Anton Lindskog gab es im defensiv- wie offensivstarken Wetzlarer Team keinen Schwachpunkt.

Nach dem 6:1-Blitzstart der Wetzlarer, gegen die sich Kiel nach dem Dezember-Debakel aus dem Vorjahr so viel vorgenommen hatte, verlor der THW, wie Kapitän Domagoj Duvnjak eingestand, "total den Kopf" und musste sich über das Pausen-11:18 seinem 22:31-Schicksal fügen.

Selbst die leicht norddeutsch angehauchten Schiedsrichter konnten ab dem 23:15 (45., Forsell Schefvert) dem Favoriten keine Hilfestellung mehr geben. In der Endphase berauschten sich die Wetzlarer Bundesliga-Handballer an sich selbst, führten zweimal gar mit sage und schreibe zehn Treffern (29:19, 30:20) - und auch die fünf Neuverpflichtungen trugen ihren Teil zum "Jahrhundertspiel" bei.

Beste Werfer bei der HSG Wetzlar waren Holst (8/2), Björnsen (5/1), Lindskog (3), Forsell Schefvert (3), Cavor (3) und Rubin (3). Für die zeitweise wie paralysiert wirkenden Kieler trafen Ekberg (5/1), Reinkind (4), Pekeler (3), Dahmke (3) und Duvnjak (3) am besten.

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