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Christian Schmidt (am Ball) zieht von der TG Friedberg zur HSG Wettertal. 

Handball

HSG Wettertal: Warum drei Landesliga-Akteure zur Spielgemeinschaft wechseln

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Beim Handball-Bezirksoberligist HSG Wettertal werden die Weichen für die Saison 2020/21 gestellt.

Die Nachrichten kamen binnen weniger Tage: Handball-Bezirksoberligist HSG Wettertal verstärkt sich für die neue Saison mit gleich drei aktuellen Landesliga-Spielern - Frederic Noll (TSV Griedel), Lukas Walter (HSG Linden) und Christian Schmidt (TG Friedberg) werden ab der kommenden Saison ihre Schuhe für die Mannschaft von Trainer Sven Tauber schnüren, die aktuell Rang neun in der Bezirksoberliga Gießen belegt.

Tauber will die Personalnachrichten aber weniger als Kampfansage denn als Weiterführung des Vereinskonzepts wissen. Der Verein wolle einerseits auf junge Spieler setzen, von denen bereits vier aktuelle A-Jugendliche für die kommende Spielzeit zugesagt hätten, andererseits aber Spieler mit Wurzeln in der Region bzw. sogar in den Stammvereinen der HSG Wettertal auch nach und nach zurückholen.

HSG Wettertal: Tauber kämpft mit Verletzungsmisere

"Ich bin sehr froh, dass mein Co-Trainer Maximilian Weil so fleißig war, viele Gespräch geführt hat, und es nach einigen Jahren ohne Erfolg jetzt gleich dreimal geklappt hat", sagte Tauber auf WZ-Anfrage. Weil selbst erklärte: "Wir zahlen kein Geld, weshalb wir keine Mittel haben, Spieler von auswärts zu verpflichten. Umso mehr lag der Fokus auf unseren Heimkehrern. Wir sind sehr stolz, dass uns das in dieser Form nun gelungen ist."

Nach dem vierten Platz in der Vorsaison kämpft Tauber, der ebenso wie sein "Co" schon für die neue Saison zugesagt hat, aktuell mit einer Verletztenmisere, "die ich in diesem Ausmaß und über eine solch lange Zeitspanne noch nie erlebt habe". Das führe einerseits dazu, dass das Team aktuell mit Rang neun zufrieden sein müsse, andererseits aber auch, dass aufgrund mangelnder Trainingsbeteiligung derzeit auch kaum eine sportliche Weiterentwicklung oder nur die Vorbereitung auf den nächsten Gegner möglich sei.

"Wir hoffen, dass wir unseren jungen Spielern drei erfahrene Akteure an die Seite stellen können, was bei steigender Trainingsbeteiligung auch intern Druck erzeugt, sodass jeder Woche für Woche beweisen muss, dass er in der Bezirksoberliga spielen kann", erklärt Tauber.

HSG Wettertal: "Neue" keine Unbekannten

In der Tat sind seine drei "Neuen" im Norden der Wetterau keine Unbekannten. Rechtsaußen Noll hat bereits in Butzbach und Oppershofen gespielt, ehe es in ihn nach Griedel zog. Das gleiche trifft auf den gebürtigen Rockenberger Schmidt zu. Der Linksaußen spielte in der Jugend ebenfalls für den WSV - einen der Stammvereine der HSG Wettertal - und ist aktuell für die TG Friedberg aktiv. Ergänzt wird das "Wettertaler Duo" durch den Münzenberger Walter, der im Erwachsenenbereich nach Södel und Hüttenberg seine sportliche Heimat aktuell noch bei der HSG Linden hat.

Alle drei Spieler gaben auf der Wettertaler Vereinshomepage an, vor allem wegen der Perspektive der jungen Mannschaft, dem guten Zusammenhalt innerhalb des Teams sowie teilweise aufgrund einer beruflichen oder privaten Veränderung zur HSG Wettertal - und damit sportlich eine Klasse nach unten - wechseln zu wollen. "Unser Ziel war eine Mischung aus heranwachsenden und erfahrenen Spielern zu haben", erklärt Co-Trainer Weil. "Ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft."

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