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Mit vier Toren trägt Elise Kerschner (Mitte) einen nicht unerheblichen Anteil am Heimsieg ihrer HSG Wetteral bei. In dieser Szene hat sie Dana Hochfeld (l.) und Srina Wärz von der HSG Herborn/Seelbach verladen und schließt ab. Foto: Groß

Wettertal ist Team der Stunde

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(mna). Nur zwei der vier heimischen Vertreter in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen waren am Wochenende im Einsatz. Die FSG Gettenau/Florstadt empfing die HSG Marburg/Cappel und unterlag nach zuletzt drei Siegen in Folge mit 25:28 (12:13). Auch die HSG Wettertal genoss Heimvorteil und nutzte diesen, um den fünften Sieg in Folge einzufahren. Die Mannschaft von Trainer Holger Weisel besiegte die HSG Herborn/Seelbach mit 26:24 (12:14) und festigt damit einen hervorragenden vierten Tabellenplatz.

Noch einmal die Kurve gekriegt

HSG Wettertal - HSG Herborn/Seelbach 26:24 (12:14):Es waren die Gäste, die die erste Viertelstunde das Spielgeschehen gestalteten und deshalb zunächst 3:1 (7.) und später 6:4 (12.) führten. Im Anschluss kamen die Wettertalerinnen dann besser in die Partie und hatten in der 14. Minute den Ausgleich geschafft (6:6, Wolf). In der Folge legte Herborn/Seelbach stets vor und die Heimsieben glich aus, ehe beim 12:14 die Seiten getauscht wurden. Nach Wiederanpfiff erzielte Hanne Müll in der 38. Minute den Ausgleich zum 15:15 für ihre Farben, doch es dauerte noch weitere zehn Minuten, bis die Mannschaft von Trainer Holger Weisel die erste Führung bejubeln konnte. Elisa Kerschner war es, die den Treffer zum 21:20 markierte und somit für die Wende in einer spannenden Partie sorgte. Von nun an waren es die Gastgeberinnen, die das Kommando übernahmen und in der 52. Minute mit 24:21 in Front lagen. Zwei Minuten vor dem Abpfiff machte erneut Kerschner mit ihrem Tor zum 26:22 alles klar, ehe die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betrieben. "Nach einer schlechten ersten Halbzeit haben wir zum Glück noch einmal die Kurve bekommen und das Spiel gewonnen. Die Einstellung muss sich nächste Woche aber verbessern, sonst wird es sehr eng gegen die HSG K/P/G Butzbach", blickte Wettertals Coach Weisel voraus.

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil (2), Brückel (7/5), Müll (3), Rettig, Glaum (1), Kielich (1), E. Kerschner (4), Wolfner (2), Wolf (4), Reif (2).

Zu viele einfache Tore kassiert

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Marburg/Cappel 25:28 (12:13):Bis zum 4:4 in der zehnten Minute konnte die gastgebende FSG die Partie sehr ausgeglichen gestalten. Über das 7:5 (16.) setzten sich die Gäste aus Marburg dann aber auf 11:6 ab (21.) und konnten die Mannschaft von FSG-Trainer Marco Boller auch einige Zeit auf Distanz halten. Erst in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte kam Gettenau/Florstadt wieder in die Gänge und verkürzte bis zur Pause auf 12:13. Nach dem Wechsel glich Kim-Sinja Ende prompt zum 13:13 (31.) aus, aber wieder konnte die Heimsieben ihre Gäste nicht weiter unter Druck setzen. Fünf Minuten später war diese wieder davongezogen (18.14, 36.) und es kostete die FSG erneut viel Kraft, um sich den Ausgleich zu erarbeiten (18:18, 40.). Und so zog der Tabellenzweite in der Schlussphase das Tempo noch einmal an, erspielte sich bis zur 49. Minute eine 24:19-Führung und hatte damit schon für die Vorentscheidung gesorgt. Spätestens beim 28:24 kurz vor Schluss war die dritte Saisonniederlage der FSG besiegelt. "Gegen eine körperlich starke Marburger Mannschaft haben wir uns zu viele technische Fehler und Fehlwürfe erlaubt. Die HSG hat das in einfache Tore aus dem Rückraum oder per Gegenstoß umgemünzt und somit auch verdient gewonnen. Insgesamt wäre sicherlich mehr drin gewesen, wenn wir auf dem Niveau der letzten Spiele gespielt hätten", resümierte Trainer Boller.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Bienek, Doll, Schmeißer (2), Laura Müller (2), Leonie Müller (1), Freiter (3), Glaub (1), Schulz (1), Schmidt (5/5), Stiefel (1), Borst (5), Ende (4).

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