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Akrobatisch springt die Mörlerin Katharina Dietz (l.) an der Wettertaler Abwehrspielerin Jennifer Wolfner vorbei und trifft - es ist eines ihrer drei Tore im Wetterau-Derby der Bezirksoberliga Gießen.

Wettertal holt sich Derbysieg

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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat die HSG Wettertal das Derby gegen die HSG Mörlen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Holger Weisel siegte beim Lokalkonkurrenten mit 25:18 (13:9). Ebenfalls auswärts erfolgreich war die FSG Gettenau/Florstadt, die bei HSG Herborn/Seelbach mit 22:17 (10:9) gewann. Verloren hat unterdessen die HSG K/P/G Butzbach, die im Heimspiel gegen die HSG Marburg/Cappel mit 26:29 (17:16) den Kürzeren zog.

HSG Mörlen - HSG Wettertal 18:25 (9:13):Die Gäste erwischten den besseren Start und lagen nach zwölf Minuten mit 5:2 in Führung. Mörlens Trainer Frank Weidenauer reagierte mit einer Auszeit, die seine Damen jedoch nicht wachrütteln sollte. Nach 20 Minuten traf Sophie Kerschner zum 8:4 für die Wettertalerinnen, die diesen Vier-Tore-Vorsprung bis zur Pause verteidigten. Mörlens Elena Kloppenburg erzielte mit ihrem Tor zum 9:13 15 Sekunden vor dem Abpfiff den letzten Treffer vor der Pause. Nach Wiederbeginn sorgten Elisa Kerschner und Alina Rettig mit einem Doppelschlag für die 15:9-Führung (37.). Die Heim-HSG hatte jetzt Mühe, halbwegs den Anschluss zu halten. Die Weisel-Sieben ließ sich den Derbysieg in der Folge nicht mehr nehmen und fuhr über die Stationen 18:11 (47.) und 23:18 (55.) die Punkte drei und vier der laufenden Spielzeit ein. "Wettertal hat den Sieg mehr gewollt als wir. Vorne hatten wir zwar jede Menge Pech, dennoch ist die Niederlage, auch aufgrund der besseren Torhüterleistung, verdient. Für uns gilt es nun den Kopf wieder hochzunehmen und weiterzumachen", resümierte Mörlens Trainer Weidenauer. Sein Gegenüber Weisel sagte: "Wir haben vergangene Woche im Training sehr gut gearbeitet und das zahlt sich dann am Wochenende auch aus."

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Albus, Heil, Bühler, Schnoor, Wölfl, Schneider (4), Vetter (6), Kloppenburg (5), Dietz (3/1), Güzelkücük.

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil (1), Brückel (5), Müll (4), Rettig (3), Glaum (2), Kielich (3), Kunzelmann, E. Kerschner (2), Wolfner (2), Wolf, S. Kerschner (3/3).

Zügel nach der Pause angezogen

HSG Herborn/Seelbach - FSG Gettenau/Florstadt 17:22 (9:10):Die Partie begann sehr ausgeglichen. Zwar führte die FSG nach zwei Minuten mit 2:0, doch kurz darauf hatte die Heimsieben den Ausgleich erzielt und das Spielgeschehen wurde im Anschluss von beiden Mannschaften gleichermaßen gestaltet. Nach 14 Minuten stand es 6:6 und auch kurz vor der Pause lagen beide Teams gleich auf (9:9, 28.). Letztlich nahmen die Gäste eine hauchdünne 10:9-Führung mit in die Kabine. Nach Wiederbeginn blieb die Partie bis zum 12:13 aus Sicht der Gastgeberinnen in der 39. Minute sehr eng, doch dann zogen die Schützlinge von FSG-Coach Marco Boller die Zügel an und erspielten sich bis zur 46. Minute eine 17:12-Führung. Von diesem Rückschlag erholte sich die HSG nicht, die Boller-Sieben verwaltete den Vorsprung nun geschickt und gewann am Ende verdient, was die FSG auf den siebten Tabellenplatz vorrücken ließ. "Bis zur Halbzeit war es, aufgrund unserer Fehler in der Abwehr und unserer Abschlussschwäche, sehr eng. In der zweiten Hälfte stand die Abwehr dann stabiler und unsere Chancen wurden besser genutzt. Zudem stimmte die Einstellung meines Teams, die wir uns für die nächsten Spiele unbedingt bewahren müssen", resümierte FSG-Trainer Marco Boller hinterher.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes, Brockhoven; Schulz (2), Schmeißer (1), La. Müller (7/4), Le. Müller, Winter, Glaub (1), Bölke (2), Schmidt (2), Stiefel (4), Borst (2), Ende (1).

HSG K/P/G Butzbach - HSG Marburg/Cappel 26:29 (17:16):Die Gastgeberinnen konnten die Partie von Beginn an offen gestalten. So stand es nach knapp zehn Minuten 3:3 und auch fünf Minuten später, als die starke elffache Torschützin Nina Luh das 8:8 erzielt hatte, hatte sich noch kein Team ein Polster erspielen können. Bis zur Pause warfen beide Teams noch fleißig Tore, ehe es mit 17:16 für das Team von Rainer Pfaff in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel blieb zunächst alles beim Alten (19:19, 41.), doch mit zunehmender Spieldauer wurde Gästespielerin Viktoria Marquardt zum Problem für die gastgebende HSG. 13 sollte sie bis zum Ende treffen. Sie sorgte außerdem zwischen der 45. und der 47. Minute mit drei schnellen Toren dafür, dass sich die Marburgerinnen von 20:19 auf 23:19 absetzten. Von diesem Rückschlag sollte sich die Pfaff-Sieben nicht mehr erholen. Zwar flammte bei Nina Luhs Treffer zum 22:24 (52.) noch einmal Hoffnung auf, doch zu mehr sollte es nicht reichen. Am Ende gewann Marburg mit 29:26 und nahm beide Punkte mit nach Hause. "Es war eine vermeidbare Niederlage, die wir uns selbst eingebrockt haben. Gegen Viktoria Marquardt haben wir absolut kein Mittel gefunden, sie hat das Spiel letztlich auch entschieden. Unser Spiel war zu statisch, um die Partie dann noch einmal zu drehen", bilanzierte Butzbachs Trainer Rainer Pfaff.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Jürgens (4), Schepp, Spata, Ketter (2/1), König (2), Harbort, Klarner (3), L. Geretschläger, Exner (3), Weiskopf, Luh (11/4), C. Geretschläger (1).

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