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Wettertal feiert Derbysieg

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Von: Harold Sekatsch

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Nur noch eine Mannschaft in der Handball-Bezirksoberliga weist eine weiße Weste auf, die HSG Lumdatal, die bei der HSG Marburg/Cappel mit 37:23 gewann und bei 6:0 Punkten allein an der Tabellenspitze steht. Auf Platz zwei gerückt ist die HSG Hungen/Lich, die gegen die HSG Kleenheim-Langgöns II mit 30:24 siegte und 5:1 Punkte aufweist. Erstmals in dieser Saison nicht als Sieger das Parkett verließen die MSG Florstadt/Gettenau, die im Derby bei der HSG Wettertal mit 21:22 unterlag, und der TV Wetzlar, der in einem weiteren Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 22:35 den Kürzeren zog.

Nur noch eine Mannschaft in der Handball-Bezirksoberliga weist eine weiße Weste auf, die HSG Lumdatal, die bei der HSG Marburg/Cappel mit 37:23 gewann und bei 6:0 Punkten allein an der Tabellenspitze steht. Auf Platz zwei gerückt ist die HSG Hungen/Lich, die gegen die HSG Kleenheim-Langgöns II mit 30:24 siegte und 5:1 Punkte aufweist. Erstmals in dieser Saison nicht als Sieger das Parkett verließen die MSG Florstadt/Gettenau, die im Derby bei der HSG Wettertal mit 21:22 unterlag, und der TV Wetzlar, der in einem weiteren Derby bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 22:35 den Kürzeren zog.

MSG Linden II – HSG Mörlen 21:25 (13:11): Es sah lange nicht nach einem Erfolg der Handballer aus der Wetterau aus. So legten die Lindener los wie die Feuerwehr und erzielten durch Tarek Müller nach sechs Minuten das 5:1. Allerdings konnte die MSG im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs die Führung nicht mehr halten. In der 15. Minute glich Max Breitenfelder zum 8:8 aus. Sieben Minuten vor dem Wechsel hieß es 10:10, ehe die Lindener wieder in Führung gingen und beim Wechsel mit 13:11 vorn lagen. Doch nach Wiederbeginn hatten die Mörler schnell den Ausgleich (13:13/32.) hergestellt. Die Partie stand auf des Messers Schneide. So lautete der Spielstand nach 42 Minuten 17:17, ehe die Gäste in Führung gingen (17:19/44.) und diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand gaben.

Axel Löwe, Co-Trainer der HSG Mörlen, lobte vor allem den starken Abwehrblock seiner Mannschaft und hob dabei den »überragenden Torhüter Edwin Braun« hervor. Eine besonders gute Leistung attestierte der »Co« auch Christian Birkenstock als Spielgestalter.

Conrad Melle, der Trainer der Lindener »Zweiten«, erinnerte noch einmal daran, dass er eine »sehr junge Mannschaft« habe. »Das lief heute schon besser als zuletzt«, erklärte er und wünschte sich, dass die Mannschaft auch dann ihre Linie beibehalten werde, wenn sie in Rückstand liegt. – Tore, Linden II: Hirzmann (5/3), Mastenbroek (4), Müller, Stöhr (je 3), Ebert, Zammert (je 2), Weimer, Piazzolla (je 1). – Mörlen: Christian Birkenstock (5/2), Breitenfelder, Dönges (je 5), Bernhard Dietz (4), Berger (3), Schätzle (2), Daniel Birkenstock (1).

HSG Wettertal – MSG Florstadt/Gettenau 22:21 (12:9): Knisternde Spannung in der Sporthalle Münzenberg. Im Wetterau-Derby erzielte Jonas Kielich 69 Sekunden vor der Schlusssirene den 22:21-Führungstreffer für die gastgebende HSG. So viel Zeit blieb der MSG noch, um den Ausgleich zu erzielen. MSG-Trainer Christian Sacks nahm 21 Sekunden vor dem Ende noch eine Auszeit, um noch letzte Instruktionen zu geben, doch der Treffer, der Florstadt/Gettenau noch einen Punkt beschert hätte, fiel nicht mehr. Unter dem Jubel der HSG-Anhänger unter den 150 Besuchern ging dieses Derby zu Ende, das allerdings unter keinen guten Vorzeichen gestanden hatte.

Beide Teams gingen ersatzgeschwächt in die Partie. Wettertals Trainer nannte fünf Ausfälle, Christian Sacks musste ebenfalls wichtige Spieler kurzfristig ersetzen. Bei diesem Resultat ist klar, dass das Spiel im Zeichen zweier guter Deckungsreihen stand. Der Gästecoach zollte noch ein Sonderlob für Torhüter Niels Peter Eckert, der in der zweiten Halbzeit einen richtig guten Job gemacht hatte. Aber auch Sven Tauber, Coach der HSG Wettertal, hob seinen Schlussmann Jan Philipp Becker (»super gehalten«) hervor. Beide Torleute hatten also großen Anteil daran, dass die Partie vergleichsweise torarm blieb.

Das Spiel lebte in erster Linie von seiner Spannung. Das gilt auch für den ersten Durchgang, in dem das Spiel lange Zeit auf des Messers Schneide stand. Nach sieben Minuten hieß es 2:2, ehe Marco Boller und Steffen Greife den Gast mit 4:2 (9.) in Führung warfen. Doch die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und stellten in der 19. Minute durch Tobias Kreuzer den Ausgleich zum 7:7 her. Bis fünf Minuten vor dem Seitenwechsel (9:9) verlief die Partie ausgeglichen, ehe Wettertal durch Tore von Florian Großmann (Sven Tauber: »Er war unser emotionaler Leader«), Michel Görlach und Merlin Metzger eine 12:9-Pausenführung herauswarf. In den zweiten Abschnitt rückte Florstadt/Gettenau die Verhältnisse wieder zurecht und sorgte durch Treffer von Niklas Wagner und Steffen Greife (2) für den 12:12-Gleichstand (35:35).

Der Grundstein für eine knisternde Spannung in der Restspielzeit war gelegt. Zwölf Minuten vor Feierabend lag Wettertal mit 19:17 vorn, sieben Minuten später hieß es 20:20. Es war wieder alles offen. Jonas Kielich traf zum 21:20 für Wettertal (56.), aber trotz Unterzahl erzielte Lukas Peppler den 21:21-Ausgleichstreffer (59.) für Florstadt/Gettenau. Ein Teilerfolg oder noch mehr schien greifbar nahe für den Gast, ehe Jonas Kielich die Entscheidung zugunsten der Hausherren herbeiführte. – Tore, Wettertal: Kielich (6), Florian Großmann (5), Andreas Boller (3), Raab, Exner (je 2), Tobias Kreuzer, Yannick Kreuzer, Metzger, Görlach (je 1). – Florstadt/Gettenau: Peppler (6/2), Wagner (6), Greife (4), Schildger, Kunze, Baumgartl, Marco Boller, Hintze (je 1).

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