Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg hat den Vertrag mit Semun Biber (rot) bis Juni 2023 verlängert.
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Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg hat den Vertrag mit Semun Biber (rot) bis Juni 2023 verlängert.

Fußball

Wetterauer Top-Teams klären erste Personalien

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Gleich zu Beginn des neuen Jahres haben einige Top-Teams des Wetterauer Fußballs in personeller Hinsicht Nägel mit Köpfen gemacht.

Das Leder ruht wegen der Winterpause und der Corona-Pandemie zwar noch, die Fußball-Verantwortlichen der klassenhöheren Wetterauer Vereine sind aber keinesfalls tatenlos - wie die neusten Personalentwicklungen bei den beiden Hessenligisten Türk Gücü Friedberg und FV Bad Vilbel sowie bei Gruppenligist FC Karben zeigen.

Türk Gücü Friedberg: Acht Verträge verlängert - Trainer Carsten Weber bleibt bis 2023

Türk Gücü Friedberg plant langfristig - das ist die Botschaft, die der Hessenligist mit gleich acht Vertragsverlängerungen aussendet. Semun Biber, Julian Scheffler, Julian Dudda, Felix Koob und Top-Torjäger Noah Michael bleiben dem aktuell Rangfünften mindestens bis 2023 erhalten, Identifikationsfigur Alit Usic mindestens eine weitere Saison bis Mitte 2022. Zudem hat Cheftrainer Carsten Weber seinen Kontrakt ebenso bis Mitte 2023 verlängert, auch Torwarttrainer Robert Cue bleibt mindestens eine weitere Saison.

»Es war uns wichtig, das früh durchzukommen. Wir hoffen aber, es passiert noch etwas in nächster Zeit, erklärte Weber mit Blick auf den restlichen Kader. Teils seien die Gespräche mit Spielern schon weit fortgeschritten. »Wir sind in Kontakt mit allen und werden das nun Schritt für Schritt abarbeiten«; erklärte er. »Die Jungs fühlen sich hier wohl und wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen.« So erkläre sich auch die Verlängerung etlicher Spieler über die kommende Saison hinaus. Weber will damit einen Aderlass wie in den vergangenen beiden Sommern vermeiden. »Wir sind sportlich auf einem guten Weg und haben nun die Grundlage, um auch perspektivisch guten Fußball zu spielen«, erklärte der Übungsleiter. »Wir haben den Anspruch, uns auf diese Weise in den kommenden Jahren im oberen Drittel der Hessenliga zu etablieren.« Zusätzlich zu den Vertragsverlängerungen verfügen auch Ex-Profi Patrick Schorr (bis 2023) und der aktuelle verletzte Spielmacher Timo Cecen (bis 2022) einen Kontrakt über die laufende Spielzeit hinaus.

Für die aktuell laufende Winterpause gebe es (noch) keine personellen Veränderungen - diese seien aber auch nicht kategorisch ausgeschlossen, erklärte Weber.

Alexander Bauscher zurück zum FV Bad Vilbel

Mit der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Alexander Bauscher kehrt ein alter Bekannter nach nur einem halben Jahr zum Hessenligisten FV Bad Vilbel zurück. Der 28-Jährige hatte sich im Sommer mit den Verantwortlichen am Niddasportfeld nicht über eine weitere Zusammenarbeit einigen können, nachdem er zuvor jahrelang zum Vilbeler Stammpersonal in Verbands- und Hessenliga gehört hatte. Beim Frankfurter Verbandsligisten SG Bornheim Grün-Weiss absolvierte Bauscher in der Zwischenzeit neun Punktspiele und markierte sieben Tore, äußerte aber in der Spielpause den Wunsch, nach Bad Vilbel zurückzukehren.

Es ist schon das dritte Mal, dass Bauscher nach einem Intermezzo bei einem anderen Verein den Weg zurück in die Brunnenstadt findet. Nach Abstechern zu den damaligen Verbandsligisten SSV Lindheim und SG Bruchköbel in den Jahren 2014 und 2015 dauerte es auch damals nur ein halbes Jahr, bis er wieder das grün-weiße Trikot überstreifte.

Eingewöhnungszeit dürfte der Offensivmann keine brauchen und bringt die nötige Erfahrung und Qualität mit, um dem Team von FV-Trainer Amir Mustafic zum Klassenerhalt zu verhelfen. So sehr sich der Coach über Bauschers Rückkehr freut, bedauert der Übungsleiter im Gegenzug den Abgang von Hiroto Tochihara. Der 25-jährige Abwehrspieler entwickelte sich seit seiner Ankunft im Juni 2019 zu einem Leistungsträger und trug in der laufenden Runde in sechs Partien sogar die Kapitänsbinde. Tochihara ist kürzlich in seine Heimat Japan abgereist und wird den Vilbelern folglich künftig nicht mehr zur Verfügung stehen.

Weitere Winterneuzugänge bis zum Transferschluss am 1. Februar sind zumindest nicht ausgeschlossen. Mustafic deutete an, dass die Spielerdecke dünner werden könnte: »Von dem einen oder anderen Spieler, der die Erwartungen nicht erfüllt hat, werden wir uns noch trennen.« Konkrete Namen wollte der Übungsleiter nicht preisgeben, denn die Gespräche mit den Betroffenen seien noch nicht abgeschlossen.

Trainer Karl-Heinz Stete verlängert beim FC Karben

Es ist vollbracht: Trainer Karl-Heinz Stete hat seinen Vertrag beim FC Karben vorzeitig verlängert. Das hat die Sportliche Leitung des Wetterauer Gruppenligisten mitgeteilt. Gleiches gilt für Maik Zinnecker, der nach der Corona-bedingten Saisonunterbrechung zum Trainerteam der »Kärber« stoßen wird. Die Ausgangslage sei aus Sicht des Klub-Vorstandes schnell klar gewesen, erläutert Thomas Dechant, der mit Norbert Knoedler gemeinsam die sportlichen Geschicke des FCK lenkt. Man habe einen klaren Weg im Kopf und wird diesen weiter mit Stete gehen, da man von seiner fachlichen Expertise absolut überzeugt sei und über die menschliche Komponente gar nicht reden brauche. Der Umgang mit Mannschaft und Vorstand sei super - offen, ehrlich und menschlich schlicht einfach überragend.

Stete freut sich laut Vereinsmitteilung auf weitere Jahre als Chefcoach des FC Karben: »In der vergangenen Zeit haben wir hier gemeinsam einiges erreicht. Ich bin unglaublich gerne hier, und wir möchten die positive Entwicklung weiter vorantreiben. Besonders in der vergangenen Saison, auch als es nicht immer rund lief, habe ich das volle Vertrauen gespürt. Das ist für mich sehr wichtig. Ebenso wie die Möglichkeit, weiterhin in einem sehr gut harmonierenden Trainer- und Vorstandsteam zu arbeiten.«

»Wir haben uns über unsere Ideen ausgetauscht und sind zu dem Ergebnis gekommen, zusammen weiterzumachen«, sagte Dechant. Zukünftig werde sich das Gesicht der Mannschaft nur wenig verändern - junge Spieler sollen rund um gestandene Kräfte weiter gefördert und aufgebaut werden. »Wer ›Kalle‹ kennt, weiß genau, dass er Spieler weiterbringt«, meinte auch Frank Lindner, Präsident des FCK zur Vertragsverlängerung.

Auf Kontinuität setzen die »Kärber«, auch in der zweiten Mannschaft, denn auch bei den Personalien Benjamin Kötter und Michel Albrecht wird es keine Veränderungen geben. Wir sind von beiden überzeugt, sie machen einen Riesen-Job, und die Zusammenarbeit zwischen unserer ersten und zweiten Mannschaft läuft überragend«, sagte Jürgen Stoppany, Vorstand »Sport«. Dies sei in erster Linie Kätter und Albrecht zu verdanken.

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