Wetterauer Festspiele am Bieberer Berg

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Was für eine irre Show am Bieberer Berg: Die Offenbacher Kickers haben mit einem 7:0 (4:0)-Sieg gegen den FSV Frankfurt ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem höchsten Sieg seit dem Abstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest 2013 und dem höchsten in 31 Duellen gegen den Mainrivalen feierten die völlig begeisterten OFC-Fans ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen.

Was für eine irre Show am Bieberer Berg: Die Offenbacher Kickers haben mit einem 7:0 (4:0)-Sieg gegen den FSV Frankfurt ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem höchsten Sieg seit dem Abstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest 2013 und dem höchsten in 31 Duellen gegen den Mainrivalen feierten die völlig begeisterten OFC-Fans ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen.

Kickers-Trainer Daniel Steuernagel lächelte, holte tief Luft und sagte dann: "Ein Tag zum Genießen. Dafür lohnt es sich, hart zu arbeiten. Es freut mich ungemein für die Jungs." Sein Gegenüber, Alexander Conrad, war dagegen völlig bedient: "Wir haben eine enorme Klatsche bekommen, das ist natürlich bitter, aber so ist Fußball eben auch."

Vor allem gegen den überragenden Serkan Firat fand der FSV gar kein Mittel. Das 1:0 leitete Firat mit einer Flanke auf Treske selbst ein. Der Angreifer wurde beim Kopfball vom Ex-Offenbacher Denis Mangafic zu Boden gerissen. Offenbachs neuer Elfmeterschütze Firat verwandelte sicher (9.). Drei Minuten später bereitete er das 2:0 des Bad Nauheimers Jake Hirst mit einer Maßflanke perfekt vor (12.). Spätestens mit seinem satten Schuss zum 3:0 (27.) machte Firat klar, wer an diesem Sonntag als Sieger vom Platz gehen würde. Was folgte, war eine Demontage: Die Kickers erhöhten noch vor der Pause nach tollem Pass von Marx auf Hirst auf 4:0. (45.). Der Ex-Kreisoberliga-Torjäger ist längst die Sensation der Regionalliga. Fünf Treffer in vier Spielen machen auch Steuernagel sprachlos: "Er macht das einfach überragend. Und bleibt dabei immer auf dem Boden. Am Mittwoch wird er mich spätestens fragen, was er noch besser machen kann."

In der zweiten Hälfte geriet das Derby endgültig zum Offenbacher Festtag: Erst traf Firat aus 22 Metern volley in den Winkel, dann erhöhte Ko Sawada (65.) und der Rodheimer Maik Vetter durfte am Ende auch noch einmal (85.). Zu diesem Zeitpunkt standen alle Offenbacher Fans und feierten. Längst ist ein Song Kult, der in Anlehnung an den nordirischen Stürmer Will Griggs auf Offenbachs englischen Torjäger umgeschrieben werden muss. "Jake Hirst on fire", sangen die Kickers-Fans – und der Torjäger tanzte vor dem Fanblock ausgelassen mit. Steuernagel sagte derweil: "Wir müssen genauso weitermachen." Jörg Moll

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