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Versöhnlicher Abschluss für Lukas (Mitte) und Marius Abele (r.). Gemeinsam mit Teamkollege Aaron Bienenfeld vom SSC Hanau-Rodenbach werden sie mit der 3x-1000-Meter-Staffel deutsche Vizemeister der Altersklasse U 23.

Wetterauer Duell über 800 Meter

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(web). Bei den Deutschen U23-Meisterschaften der Leichtathletik in Wetzlar hatte Marc Tortell vom TV Rendel über 1500 Meter die schnellsten Beine. Die Ranstädter Brüder Lukas und Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) wurden über 3x1000 Meter deutsche Vizemeister mit der Staffel.

In einem typischen Meisterschaftsrennen musste der Spurt bei den 1500 Metern über den Titel entscheiden. Zwei Hessen hatten sich nach 1000 Meter gut positioniert: Lukas Abele und Marc Tortell. Beide wollten ganz oben aufs Treppchen, doch nur für Tortell ging der Plan auf. "Auf den letzten 150 Metern hatte ich noch genug Kraft. Da hab ich gemerkt, dass es für ganz vorne reichen könnte", sagte er hinterher. Und so kam es auch: Tortell überholte ganz zum Schluss auch den 5000-Meter-Meister Jens Mergenthaler (SV Winnendden/4:05,75) und triumphierte in 4:05,28 Minuten. Derweil fing Steffen Baxheinrich (LG Olympia Dortmund/4:05,93) auf den letzten Metern noch Lukas Abele (4:06,05) ab. Am Wochenende in Tübingen soll es wieder schnell werden für Tortell, der nun seinen zweiten deutschen Nachwuchstitel nach dem Sieg bei den Jugend-Hallenmeisterschaften 2016 feierte. "Das Ziel ist Bestleistung", verriet Tortell. "Das heißt eine Zeit unter 3:44,60 Minuten."

Pech hatte der Dauernheimer Lukas Abele bei seinem 1500 Meter-Rennen. Dem Titelverteidiger unterlief in einem "Bummelrennen" ein taktischer Fehler, der ihm letztlich den Sprung aufs Treppchen kostete. In der Schlussrunde musste er teilweise auf Bahn zwei und drei laufen, um überholen zu können. Diese zusätzlichen Meter fehlten am Ende, sodass er sich mit dem vierten Platz begnügen musste. Umso besser hingegen lief es in der Staffel: Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Aaron Bienenfeld und Bruder Marius musste sich Abele in der 3x-1000-Meter-Staffel um weniger als vier Zehntel Sekunden der favorisierten LG Region Karlsruhe geschlagen geben und holte sich aber immerhin die Team-Silbermedaille. Dabei lieferte er sich als Schlussläufer mit 800-Meter-Meister Pascal Kleyer einen packenden Zweikampf bis auf die Zielgerade, den Kleyer in 7:30,19 Minuten ganz knapp für sich entscheiden konnte. Mit 7:30,58 Minuten hatte das für den SSC Hanau-Rodenbach startende Trio aber einen deutlichen Vorsprung vor Vorjahressieger LG Olympia Dortmund.

Trupp verpasst Ziel nur knapp

Als einziger Wetterauer Sprinter startete Tobias Trupp (TV Assenheim) über 100 Meter und 200 Meter. Am Wettkampfsamstag sorgten sommerliche Temperaturen mit teilweise starken Böen für zumeist irreguläre Schiebewinde und somit für nicht bestenlisten-taugliche Zeiten. Aufgrund des hochkarätig besetzten Feldes mit 47 Teilnehmern war klar, dass es für Trupp schwer werden würde, in die Zwischenläufe zu kommen. Obwohl er einer der reaktionsschnellsten, wenn nicht sogar der reaktionsschnellste Sprinter an diesem Tag war, fehlte ihm trotz einer guten Vorlaufzeit von 10,84 Sekunden am Ende eine Zehntelsekunde für den Einzug in die Zwischenläufe. Kühlere Temperaturen mit eher ruhigen Winden waren am zweiten Wettkampftag für die 200-Meter-Sprinter keine guten Voraussetzungen. Daher kamen alle 33 Teilnehmer nicht an ihre Bestzeiten heran. Trupp lag hier zwar schon kurz nach dem Start im sechsten und letzten Vorlauf in guter Position, musste jedoch auf den letzten 50 Metern aufgrund der Witterungsbedingungen und sich schließenden Beinmuskeln Tribut zollen. Mit einer Zeit von 22,68 Sekunden, die deutlich unter seinen Möglichkeiten lag, gab es auch hier kein Weiterkommen nach den Vorläufen.

Einen starken achten Platz fuhr die weibliche U 23-Staffel der LG ovag TSV Friedberg-Fauerbach ein. Lilli Thomalla, Laura Schien, Eva Harr und Schlussläuferin Sayana Wilhelm rannten vier Stadionrunden am Sonntagnachmittag in 4:00,69 Minuten.

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