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Wetterauer Derby: Petterweil gegen Södel

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(jms) Derbyzeit in der Landesliga Mitte. Die beiden besten Wetterauer Handballteams kreuzen am Sonntag ihre Klingen. Dabei ist der TSV Södel als Aufsteiger in der Petterweiler Sporthalle »Am Sauerborn« nicht in der Bringschuld. Der TVP geht als Favorit ins Spiel.

Vor der Partie ist vor allem eines zu erwarten: Ein emotionsgeladenes Kampfspiel. Denn gerade für den Gast aus dem Wölfersheimer Stadtteil geht es in erster Linie darum, endlich wieder zu punkten.

TV Petterweil - TSV Södel (So, 18 Uhr/Sporthalle »Am Sauerborn« in Petterweil): Petterweils Trainer Detlef Ernst geht mit großem Respekt in die Partie: »Södel wurde souverän Bezirksoberliga-Meister. In der Vorbereitung haben wir nur knapp gewonnen. Ich erwarte auch an diesem Wochenende wieder ein knappes Match.« Vor allem die Durchschlagskraft von Thomas Roth sowie das feine Händchen des filigranen Spielmachers Marco Boller hebt Ernst hervor.

»Södel wird sich schnell in dieser Liga zurechtfinden. Gegen die starken Offensivspieler müssen wir ein Mittel finden. Für meine Jungs ist das eine richtig schwere Aufgabe«, meint Ernst, der nach den zuletzt unkonstanten Leistungen gespannt darauf ist, welches Gesicht seine Mannschaft diesmal zeigt.

Personell kann Petterweil aus dem Vollen schöpfen. Oliver Malkmus kommt als frisch gebackener Vater wieder in den Kader und auch Andreas Kunkel kehrt nach seiner Verletzung zurück.

Södels Trainer Thomas Bley muss im kommenden Auswärtsspiel womöglich nur auf Rekonvaleszent Thomas Semmelroth verzichten, der in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen soll.

Dennoch ist Bley zurückhaltend: »Petterweil ist eigentlich eine Nummer zu groß für uns. Es ist nur ein Saisonspiel von 26. Aber wir wollen punkten und nicht glänzen - auch wenn das ganz schwer werden wird.« Daniel Bley steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung.

TV Petterweil: Michalke, Malkmus; Greife, Hardt, Koffler, Peschke, Ruppert, Rautschka, Schneider, Scherrer, Trovillion, Thorsten Koch, Weis.

TSV Södel: Malik, Steube; Roth, Hofmann, Boller, Mager, Witzenberger, Andreas Böhland, Matthias Böhland, Weis, Ohly, Lind, Krahn, Bley.

Drei Fragen an zwei »Derby-Spieler«

Ist das Derby gegen Södel etwas Besonderes für den TVP?

Rautschka: Ich weiß gar nicht, ob beide Teams jemals in einer Liga gegeneinander gespielt haben. Das Spiel ist ein echtes Wetterau-Derby. Allerdings denke ich, dass unsere Spiele gegen Ober-Eschbach oder Usingen eher etwas Besonderes sind. Da steckt mehr Brisanz drin.

Wie beurteilen Sie den Saisonstart des TV Petterweil?

Rautschka: Wir sind mit 6:4 Punkten im Soll. Allerdings haben wir zwei unnötige Niederlagen kassiert.

Was ist in der laufenden Saison noch möglich?

Rautschka: Jörn Olbrichs Ausfall ist ein schwerer Schlag und schwer zu kompensieren. Da müssen wir als Mannschaft näher zusammenrücken. Ziel ist der Klassenerhalt. Ist der sicher, schauen wir nach oben.

Christian Steube, was ist für Södel drin beim TV Petterweil?

Steube: Wir freuen uns auf das Spiel. Doch auch wenn es ein Derby ist, hat es keine besondere Bedeutung. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, auch wenn es schwer wird.

Zuletzt setzte es derbe Niederlagen für den TSV. Vor der Runde wurde in der Mannschaft offen von einem Mittelfeldplatz gesprochen. Ist dieses Ziel noch drin?

Steube: Wir können es noch schaffen. Uns hat in den letzten Spielen auch das Glück gefehlt - und natürlich die Konstanz. Wir mussten uns erst einmal mit den Gegebenheiten anfreuden.

Was muss besser werden beim TSV?

Steube: Die mannschaftliche Geschlossenheit muss besser werden. Zudem müssen wir an der Konzentration arbeiten. Wenn wir in Petterweil gewinnen, sieht es wieder gut aus.

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