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Wetterauer Derby zum Gruppenliga-Start

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Von: Uwe Born

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In der Fußball-Gruppenliga steigt zum Saisonauftakt das Derby zwischen Aufsteiger SKV Beienheim und dem VfB Friedberg. Beienheim ist nach guten Leistungen in Testspielen zuversichtlich.

Nach drei Auftaktspielen in der Gruppenliga Frankfurt West am heutigen Freitagabend mit Beteiligung des SC Dortelweil (beim FV Stierstadt) folgt am Samstag das Wetterau-Derby zwischen Aufsteiger SKV Beienheim und dem VfB Friedberg. Am Sonntagnachmittag steigen dann vier weitere Partien, wobei das Frankfurter Derby zwischen Titelanwärter SG Bornheim/GW und Verbandsliga-Absteiger Spvgg. Oberrad als Highlight bezeichnet werden kann: Gleich am ersten Spieltag wird den Zuschauer also einiges geboten.

Dass sich die erste überregionale Fußballklasse gegenüber der vergangenen Saison in neuem Glanz präsentiert, ist nicht zu bestreiten: Fünf Aufsteiger (SKV Beienheim, FSV Friedrichsdorf, Sportfreunde Frankfurt, FV Stierstadt und FV Hausen) und zwei Ex-Verbandsligisten (FC Kalbach, Spvgg. Oberrad) bilden zusammen mit zehn weiteren Klubs eine illustre Gesellschaft, die sich strukturell freilich weiter in Richtung Fußballkreis Frankfurt (neun Mannschaften) verschoben hat. Der leidtragende Fußballkreis dieser Entwicklung war nicht der Hochtaunuskreis (5) sondern der Kreis Friedberg, der nur noch mit drei Teams (in der Saison 2016/17 waren es vier) vertreten ist.

FV Stierstadt – SC Dortelweil (heute, 20.15 Uhr): Weil Trainer Markus Beierle noch im Urlaub ist, coacht Gökhan Kocatürk die Fußballer aus dem Bad Vilbeler Stadtteil heute Abend im Gastspiel beim unberechenbaren Aufsteiger alleine. »Macht nichts«, sagt Kocatürk und erwartet deshalb keine nennenswerten Schwierigkeiten. »Ich habe ein gutes Gefühl und rechne im ersten von vier aufeinanderfolgenden Spielen gegen Gruppenliga-Neulinge fest mit drei Punkten.«

Team-Check: Zwischen den Pfosten gilt Yannick Rühl zunächst als neue Nummer eins. Ansonsten haben die SCD-Übungsleiter bei voll besetztem Kader die freie Auswahl. In Stierstadt sieht es für die Wetterauer allerdings nicht ganz so günstig aus. Urlaubsbedingte Trainingsrückstände der Youngster Oliver Steffen und Ralf Widmann sowie Verletzungen von Robin Dobios, Christian Wiemann, Nando Pröckl und Dawid Polotzek (Grippe) haben zur Folge, dass der SC Dortelweil mit einem dünnen Aufgebot in die Saison starten wird.

Formbarometer: An der Feinabstimmung müsse man noch arbeiten, erklärt Kocatürk. Insbesondere das Defensivverhalten sei noch nicht so, wie er es gerne hätte. »Bezeichnend ist, dass wir kein einziges unserer Vorbereitungsspiele ohne Gegentor beendeten.« Am grundsätzlich positiven Eindruck, den der letztjährige Gruppenliga-Dritte im Juli in Testspielen hinterließ, ändert diese Tatsache freilich gar nichts: Einem 1:1-Remis gegen die SG Rosenhöhe standen ausnahmslos Siege, über Ober-Erlenbach (7:1), Dorn-Assenheim/Weckesheim (2:1) und über die Sportfreunde Friedrichsdorf (10:1), gegenüber.

Aufgebot des SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Assheuer, Dogot, Eiwanger, Müller, Arnold, Chekmazov, Bittner, Dominik Steffen, Cholewa, Mouhaman, Vancura, Ljujic, Karagöz.

SKV Beienheim – VfB Friedberg (Samstag, 17 Uhr): »Ich bin froh, dass es endlich losgeht. Wir sind heiß auf diese Partie«, verrät Beienheims Trainer Karl-Heinz Stete, für den die Gruppenliga nach eigenem Bekunden »absolutes Neuland« ist. Sein coachender Kollege auf Friedberger Seite, Andreas Pelka, hat zwar bereits Erfahrungen in der Gruppenliga sammeln können (Germania Enkheim und SV Nieder-Wöllstadt), doch einen Vorteil sieht der VfB-Übunsgleiter deshalb nicht.

»Nur kühne Optimisten würden uns in dieser Partie als Favorit bezeichnen«, sagt Pelka.

Team-Check: Beim gastgebenden Aufsteiger fehlen Keeper Louis Korn und Advan Cakiqi (beide Urlaub) sowie die angeschlagenen Johannes Eder, Jeton Visoka und Marco Mouzong. »Unser Kader ist groß genug. Das können wir verkraften«, sagt Karl-Heinz Stete. »Im Mittelfeld sind Personalsorgen unverkennbar«, entgegnet Andreas Pelka. Sein Problem: Die Neuzugänge Lars Pohl, Lennart Retzloff und Dominique Ware sowie David Clement weilen in Urlaub. Auch Benjamin Haase und Michael Schäfer (jeweils angeschlagen) sowie Maher Al Towaity (Trainingsrückstand) fallen aus.

Formbarometer: Beide Teams testeten gegen den Verbandsligisten Usinger TSG. Beienheim gewann mit 3:2, Friedberg unterlag mit 0:4. Vorteil Beienheim also? Durchaus möglich, zumal der SKV auch gegen die SG Waldsolms, beim Reichelsheimer Stadtpokal, gegen Teutonia Köppern und im Kreispokal gegen die SKG Erbstadt (13:0) das bessere Ende hatte. »Ich war sehr zufrieden«, sagt Stete. Derweil gewannen die Kreisstädter gegen die Kreisoberligisten SV Nieder-Wöllstadt und SV Gronau, wurden aber beim Friedberger Stadtpokal nur Dritter. »Das besagt gar nichts, denn wir haben positionsbezogen viel probiert«, meint Pelka.

Aufgebot des SKV Beienheim: Eckhardt, Pircek, Dominik Friede, Serge Mouzong, Timon Wolf, Kuhn, Daniel Friede, Pllana, Kirim, Bilkenroth, Florian Mazllomaj, Yannick Wolf, Tauland Mazzlomaj, Hirzmann.

Aufgebot des VfB Friedberg: Cirak (Kaestle), Maouche, Strothmann, Krank, Kögler, Jasko Emrovic, Schmidt, Fedler, Krämer, Patzwald, Salih Yasaroglu, Nesgen, Tsianakas, Effe.

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