Im Wetterau-Derby winkt die Tabellenführung

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Auf die Frage, welche Mannschaft Ende Mai in der Gruppenliga Frankfurt-West die Meisterschaft feiern darf, gibt’s derzeit noch keine sinnvolle Antwort. Nur so viel steht vor den Partien des 22. Spieltages fest: Sie kommt entweder aus dem Fußballkreis Frankfurt, der mit dem punktgleichen Führungsduo Spvgg. 05 Oberrad (gastiert schon heute Abend in Kalbach) und SV BKC Bosnien (jeweils 42 Zähler) sowie dem Rangfünften FG Seckbach (39) drei Kandidaten ins Rennen schickt, oder aus der Wetterau, denn der SKV Beienheim (3./41) und Aufsteiger TSV Bad Nauheim (4./40) vervollständigen das der Konkurrenz bereits enteilte Führungsquintett. So gesehen darf man das direkte Aufeinandertreffen der "Friedberger" Titelanwärter auf dem Beienheimer Sportplatz durchaus als Wochenendknüller bezeichnen.

Auf die Frage, welche Mannschaft Ende Mai in der Gruppenliga Frankfurt-West die Meisterschaft feiern darf, gibt’s derzeit noch keine sinnvolle Antwort. Nur so viel steht vor den Partien des 22. Spieltages fest: Sie kommt entweder aus dem Fußballkreis Frankfurt, der mit dem punktgleichen Führungsduo Spvgg. 05 Oberrad (gastiert schon heute Abend in Kalbach) und SV BKC Bosnien (jeweils 42 Zähler) sowie dem Rangfünften FG Seckbach (39) drei Kandidaten ins Rennen schickt, oder aus der Wetterau, denn der SKV Beienheim (3./41) und Aufsteiger TSV Bad Nauheim (4./40) vervollständigen das der Konkurrenz bereits enteilte Führungsquintett. So gesehen darf man das direkte Aufeinandertreffen der "Friedberger" Titelanwärter auf dem Beienheimer Sportplatz durchaus als Wochenendknüller bezeichnen.

SKV Beienheim – Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 14.30 Uhr): Beide Teams holten in den Monaten Oktober und November jede Menge Zählbares. Beienheim gewann die letzten fünf Spiele vor der Winterpause – Bad Nauheim verlor ab Mitte September in zwölf Begegnungen nur einmal (in Fauerbach).

Vorbereitungsbilanz: Beienheims Sebastian Spisla und Bad Nauheims Tufan Tosunoglu probten neue taktische Varianten, die allerdings unter Wettkampfbedingungen angesichts von jeweils nur drei Testspielen nicht ausreichend praktiziert werden konnten. Beienheim verlor gegen den Verbandsligisten FSV Fernwald (1:9) und siegte gegen den SV Seulberg (2:1) sowie beim KOL-Spitzenreiter FC Karben (5:3). Auf Bad Nauheimer Seite folgten der 1:2-Niederlage gegen Vatanspor Bad Homburg zwei Unentschieden gegen Karben (3:3) und Gronau (2:2).

Personalsituation: Während die Beienheimer auf Spielmacher Ante Paradzik (Urlaub) verzichten müssen, fehlt beim Türkischen SV lediglich Abwehrspieler Erdinc Usta (Sperre). Luca Calla, von der TSG Nieder-Erlenbach gekommener Neuzugang der Reichelsheimer Stadtteilkicker, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ins SKV-Startteam rücken. Derweil darf man gespannt sein, welche teaminternen Lösungen TSV-Coach Tufan Tosunoglu nach dem Abgang von Luka Coric präsentieren wird, zumal Coric auf der linken Außenbahn eine feste Größe war.

Prognose und Kader: "Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe, in der wir gegenüber den Testspielen gewiss eine Schippe drauflegen müssen, um am Ende die Punkte im eigenen Lager zu behalten", sagte SKV-Trainer Sebastian Spisla. Tufan Tosunoglu setzt auf den Teamspirit und die feste Absicht seiner Spieler, sich für die Vorrundenniederlage rehabilitieren zu wollen: "Allerdings sind die Beienheimer Platzverhältnisse gewöhnungsbedürftig. Naturrasen und tiefer Boden sind Rahmenbedingungen, mit denen wir uns nicht wirklich anfreunden können." Hinspiel: 2:0. – SKV Beienheim: Tazokas (Belzer), Serge Mouzong, Heck, Timon Wolf (?), Pllana, Döring, Suarez, Calla, Hirzmann, Mike Michalak, Patzwald, Schnell, Reif, Spisla. – TSV Bad Nauheim: Kamber Koc (Meynioglu), Schusterschitz (?), Kirim, Firat Can, Pejic, Jasmin Emrovic, Kammer, Özisli, Sancar, Yasaroglu, Yigit, Tufan Tosunoglu, Kuzpinar, Adege, Passet.

FC Olympia Fauerbach – FG Seckbach (Sonntag, 14.30 Uhr): Ab Anfang Oktober setzte es für die Fußballer aus dem Friedberger Stadtteil in acht Spielen sieben teils deftige Niederlagen. Folge dieser schwarzen Serie war der Absturz in den Tabellenkeller. Ferner sah sich die Klubführung genötigt, Lars Osadnik zu entlassen und Virginio Bazzoli als neuen Trainer aufs Elachfeld zu holen.

Vorbereitungsbilanz: Vier Siege in fünf Testspielen, darunter der 17:1-Kantersieg über die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim, waren gewiss aller Ehren wert, doch Bazzoli lässt sich dadurch nicht blenden: "Exakteres Arbeiten in der Defensive und ganz generell auch eine bessere Fitness sind erforderlich, um unser Ziel, den Klassenerhalt, zu realisieren. Deshalb waren diese beiden Bereiche in den Trainingseinheiten die Schwerpunkte", sagt er.

Personalsituation: "Keine Verletzungen, keine Sperren", wünscht sich der FCO-Übungsleiter, "denn eigentlich ist unser Kader zu klein." Immerhin: Gegen Seckbach sind bis auf Lennart Retzloff, der diese Runde wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen wird, alle Mann an Bord. Wer im Tor steht, ist noch nicht klar, denn Dominik Roos und Jens Michalak bewegen sich qualitativ auf ähnlich gutem Niveau.

Prognose und Kader: Nach dem Ausstieg der TSG Nieder-Erlenbach stellen die Fauerbacher die schwächste Gruppenliga-Abwehr (64 Gegentore), während Seckbach über die beste Offensive (59 Treffer) verfügt. "Dennoch wollen wir den Heimvorteil nutzen. Auf dem Elachfeld zählen vorwiegend kämpferische Tugenden. Das kann für uns von Vorteil sein", sagt Virginio Bazzoli. Hinspiel: 4:7. – FCO Fauerbach: Jens Michalak (Roos), Sarkisjan, Botschek, Muntean, Walther, Mies, Hartmann, Chekmazov, Bodea, Wischtak, Baufeldt, Ürün, Clement, Unverzagt.

SV BKC Bosnien – SC Dortelweil (Sonntag, 14.30 Uhr): Aufgabe eins seiner noch zwölf Spiele umfassenden Abschiedstour führt Dortelweils Coach Markus Beierle, dessen Nachfolger ab Sommer Frank Ziegler sein wird, zum Tabellenzweiten aus der Mainmetropole. Und mit Frankfurter Teams aus der Spitzengruppe machten die Dortelweiler – Bosnien in der Vorrunde ausgenommen – kurzen Prozess: Sie gewannen in Oberrad mit 1:0 und feierten gegen Seckbach einen 5:0-Kantersieg.

Vorbereitungsbilanz: "Ich denke, unsere Spieler haben sich durch eine zufriedenstellende Trainingsbeteiligung eine gute Basis für die anstehenden Aufgaben geschaffen", sagte Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky. In drei Testspielen siegte der SCD zweimal (FC Karben, SV Nieder-Weisel) und unterlag bei Germania Klein-Krotzenburg nur knapp (1:2).

Personalsituation: Mit Ausnahme von Robin Dobios (beruflich verhindert) und Urlauber Christopher Pross können die Bad Vilbeler Vorstädter Bestbesetzung aufbieten. Der quasi auf den letzten Drücker gekommene Defensivspezialist Dumitru Chiriloae (vorher TSG Nieder-Erlenbach) hat sich als echte Verstärkung erwiesen.

Prognose und Kader: Sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage haben es ab Ende September bewiesen: Die Dortelweiler Truppe braucht sich vor keinem Gruppenliga-Rivalen zu verstecken. "Das gilt natürlich auch für die Partie am Sonntag, obwohl nach vorne der Zug für uns bereits abgefahren ist", sagt Mistetzky. Hinspiel: 3:1. – SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Schlatter, Eiwanger, Chiriloae, Pröckl, Müller, Günther, Steffen, Cholewa, Dogot, Vancura, Ljujic, Assheuer, Karagöz, Wiemann, Bashir, Santos Tiago.

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