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Die traditionellen Pendelstaffeln waren beim Gaukinderturnfest einmal mehr einer der sportlichen Höhepunkte für Kinder und Zuschauer.

Dem Wetter getrotzt

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(pm). Graue Wolken am frühen Morgen, aus denen es stetig regnete. Doch Niko Graf, Fachwart für Kinderturnen im Turngau Wetterau/Vogelsberg, und sein Team blickten optimistisch nach vorn - wie die Verantwortlichen der Eintracht Glauberg auch, die in diesem Jahr das Gaukinderturnfest ausrichteten. Denn am Ende wurde alles gut.

Am Morgen wurde bereits beschlossen, den Wettkampfbeginn um eine halbe Stunde nach hinten zu verlegen und einige Wettkämpfe in abgespeckter Form durchzuführen, um den Zeitplan nicht noch weiter durcheinander zu bringen. Bei den gemischten Vierkämpfen wurde auf zwei Turndisziplinen verzichtet. Auch die leichtathletischen Wettkämpfe wurden teilweise halbiert, ebenso wie bei den reinen Turnwettkämpfen, wo ebenfalls zwei Disziplinen wegfielen. Die 403 Teilnehmer, gemeldet waren 448, Eltern und Angehörige, harrten geduldig unter den mitgebrachten Regenschirmen und Zelten aus. Als es endlich losging, war der Ehrgeiz schnell wieder geweckt und trotz weiteren Nieselregens versammelten sich die Mädchen und Jungen in ihren Riegen, bis der Startschuss fiel. Als zur Mittagszeit der Himmel aufriss waren alle zufrieden, durchgehalten zu haben.

Der Höhepunkt beim Gaukinderturnfest, die Pendelstaffeln, konnte nach den Einzelwettkämpfen wie geplant zur Mittagszeit stattfinden und war spannend wie immer. Angetrieben von den lautstarken Anfeuerungsrufen der Zuschauer mobilisierten die Kinder ihre letzten Kräfte und kämpften um jeden Zentimeter. Nicht einmal der Verlust eines Schuhs während des Laufs bremste einen der Teilnehmer aus. Vor der Siegerehrung, bei der der Turngau-Vorsitzenden Ulrich Riemer den Kindern Medaillen und Urkunden für die jeweils ersten drei der einzelnen Wettkämpfe überreichte, versammelten sich die Mädchen und Jungen und auch einige Erwachsene zu einem "Flash-Mob" und bewiesen, dass sie auch beim sportlichen Tanzen mithalten können.

"Und die Moral von der Geschicht, ein bisschen Regen stört uns nicht", dichtete Graf, der in seiner Funktion als Fachwart bereits zum 20. Mal das Gaukinderturnfest organisierte, kurz vor der Siegerehrung sichtlich erleichtert über den doch noch reibungslosen Ablauf. Ein dickes Lob gab es vom Turngau-Vorsitzenden Riemer, der das Geschehen auf dem Sportplatz und in der Turnhalle den ganzen Tag beobachtet hatte. Er würdigte die Organisatoren der Eintracht, die mit unzähligen Helfern das Kinderturnfest, die größte Veranstaltung im Gau, souverän gemeistert hatten und sich auch vom holprigen Start nicht aus dem Konzept hatten bringen lassen.

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