Oberliga / Sandra Michel im Interview

"Der Wechsel hat keine sportlichen Gründe"

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Sandra Michel ist die überragende Akteurin der zweithöchsten Tischtennis-Mannschaft der heimischen Region. Doch im Interview kündigte sie an, dass sie die SG Rodheim zusammen mit ihrer Tochter Saskia aus der Verbandsliga der Damen in Richtung TTC Florstadt verlassen wird.

Sandra Michel ist die überragende Akteurin der zweithöchsten Tischtennis-Mannschaft der heimischen Region. Doch im Interview kündigte sie an, dass sie die SG Rodheim zusammen mit ihrer Tochter Saskia aus der Verbandsliga der Damen in Richtung TTC Florstadt verlassen wird.

Wie kam es zu dem Wechsel nach so vielen Jahren bei der SG Rodheim?

Sandra Michel: Dieser Entschluss hat keine sportlichen Gründe. Ich habe vorher in Florstadt angefragt, ob dies in Ordung sei. Als ein Wechsel bejaht wurde, habe ich auch in Rodheim frühzeitig Bescheid gesagt, sodass sie noch reagieren können. Ich wollte meine Entscheidung nicht kurz vor Wechselschluss bekannt geben, was sehr unschön gewesen wäre.

War es eher ein Wechsel nach Florstadt oder weg von Rodheim?

Michel: Wenn man so lange für einen Verein spielt, ist es immer ein bisschen von beidem. Nach meinem Rückzug aus der ersten Mannschaft fühlte ich mich nicht mehr so richtig wahrgenommen. Die Spielerinnen der "Ersten" fragten eher, ob ich wieder zurückkomme würde, als wie es so läuft. Und ich bin ja zurückgegangen, um mit meiner Tochter Saskia in einer Mannschaft zu spielen und um weniger spielen zu müssen, um mein angeschlagenes Knie schonen zu können. Trotzdem habe ich in den letzten beiden Jahren fast alle Spiele mitmachen müssen. In Florstadt gibt es derzeit so viele Spielerinnen, dass ich dort nur gelegentlich spielen werde. Außerdem hat Saskia hier schon in der Jugend gespielt. Ich möchte meine Aktivitäten mehr selbst lenken können und lieber bei Senioren-Europameisterschaften oder Senioren-Weltmeisterschaften spielen, da ich dabei den Sport mit Urlaub verbinden kann.

Ihre Bescheidenheit spricht für sich, immerhin haben Sie derzeit die höchsten TTR-Werte aller Spielerinnen in Rodheim überhaupt und damit auch im gesamten Kreis.

Michel: So etwas interessiert mich schon lange nicht mehr. Ich spiele, um viele nette Menschen kennenzulernen. Bei den Seniorenveranstaltungen gibt es immer tolle Gespräche.

Nach der Niederlage in Frankenbach kann es ja noch zu einem wirklich brisanten Relegationsspiel zwischen der SG Rodheim II und dem TTC Florstadt kommen. Wie würden Sie damit umgehen?

Michel: Es könnte sich dann tatsächlich am letzten Spieltag in Unterreichenbach entscheiden, was ich allerdings nicht hoffen möchte. Ich jedenfalls hätte mir aber nichts vorzuwerfen, denn das hätten dann andere zu verantworten.

Interessiert es Sie, wie es in Rodheim weitergehen wird?

Michel: Natürlich hoffe ich, dass die Mannschaft nicht abgemeldet werden muss. Das wäre auch für die erste Mannschaft nicht gut, die dann nur noch aus vier Spielerinnen bestehen würde. Es gibt allerdings Gespräche mit einer anderen Spielerin, sodass da im Moment noch alles offen ist.

(Foto: Chuc)

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