+
In der Wechselzone: Tanja Weber profitiert in Italien von starken Vorstellungen im Schwimmen und Radfahren.

Weber mit perfektem Saisonabschluss

  • schließen

(bf). Einen starken dritten Platz in der Altersklasse W 45 feierte Tanja Weber vom Team Triathlon Wetterau kürzlich in der Emilia Romagna. Beim Ironman 70.3 Italien schloss die Niddatalerin ihren letzten Start in der W 45 auf dem Podium in Cervia ab.

"Am 13. Juli bin ich mit meinem Rennrad im Regen schwer gestürzt, konnte drei Wochen weder schwimmen noch laufen. Ich hatte mir die komplette linke Seite stark geprellt, mein Helm war zerbrochen. Mein Hausarzt sagte, ich solle mir Kerzen anzünden, so viel Glück hätte ich dabei noch gehabt", erzählt Weber. Erst Mitte August konnte sie wieder halbwegs vernünftig an Lauftraining denken. Weber weiter: "Eine Woche vor dem Rennen hatte ich Halsschmerzen, habe den Infekt aber so halbwegs mit sofortiger Sportpause in den Griff bekommen." Mit Erfolg: "Am Renntag habe ich mich ohne Druck beim Rolling Start am Strand in das erste Startfenster eingereiht, immer bereit auszusteigen, weil ich noch leicht angeschlagen war."

Bis zum Laufen läuft’s

Über die 1,9 Kilometer in der Adria lief es dann erstaunlich gut, mit der drittschnellsten Schwimmzeit der über 50 Athletinnen ihrer Altersklasse wechselte Weber nach 32 Minuten auf ihr Rad. Auch hier hatte sie auf den 90 flachen Kilometern, die lediglich einen Anstieg an der Wende aufwiesen, lockere Beine. "Das war meine erste Mitteldistanz, auf der ich gefühlt ohne Schmerzen hätte weiterfahren können", freut sich die Referentin des Hessischen Triathlon-Verbandes nach guten 2:41 Stunden.

"Der Halbmarathon war allerdings der schlimmste meines Lebens", so Weber weiter. Auf den drei Laufrunden à sieben Kilometer tummelten sich nach und nach nicht nur knapp 2 000 70.3-Starter, sondern auch noch die Athleten des 5150-Wettbewerbes, der am gleichen Tag stattfand. Weber biss sich mit schweren Beinen durch.

"Als mir Freunde nach zwei Runden zuriefen, ich sei mit vier Minuten Vorsprung Dritte, wusste ich, dass ich nicht gehen darf." Mit 5:15 und 20 Sekunden Vorsprung auf Platz vier sicherte sie sich schließlich den dritten Platz im internationalen Feld. "Als Saisonabschluss war es natürlich mega, in so einem hochkarätig besetzten Rennen auf’s Treppchen zu kommen", sagte Weber. "Im nächsten Jahr starte ich vielleicht auf den Europameisterschaften über die Mitteldistanz am Walchsee. Jetzt ist erst einmal Saisonpause."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare