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Wasserball: Tor von Olaf Vetter in der Schlussphase aberkannt

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(pv) Die Wasserballer des VfB Friedberg haben in der 2. Liga Süd ein 12:12 (3:5; 1:1; 3:4; 5:2)-Remis gegen den WSV Ludwigshafen erreicht. Allerdings muss man eher von einem Punktverlust als von einem Punktgewinn sprechen. Der VfB beherrschte über weite Teile des Spiels den Gegner, war klar tonangebend und konsequenter in der Chancenauswertung. I

Im letzten Viertel schwanden jedoch die Kräfte, die Gastgeber schafften mit einem energischen Schlussspurt schließlich aber noch die Punkteteilung. Der VfB begann die Partie sehr konzentriert, ließ mit einer aggressiven Pressdeckung kaum ein Angriffsspiel der Gastgeber zu und ging durch Marcus Schultz mit 1:0 in Führung. Zwar konnte der WSV postwendend ausgleichen, was aber für lange Zeit der letzte ausgeglichene Spielstand sein sollte.

Florian Hondrich sorgte mit einem Doppelschlag für eine 3:1 Führung des VfB. Ludwigshafen tat sich weiterhin im Angriff sehr schwer, konnte sich aber in den Zweikämpfen langsam besser durchsetzen. Hier machte sich besonders das krankheitsbedingte Fehlen des ehemaligen Bundesligaspielers Holger Luhmann bemerkbar. Patrice Hütt sorgte jedoch mit zwei verwandelten Fünfmeter-Strafwürfen für eine 5:3-Führung des VfB nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Viertel änderte sich das Bild nicht. Der VfB beherrschte die Partie und ließ kaum Torchancen zu. Kapitän Norbert Duch schaffte mit einem Fernwurf den einzigen Friedberger Treffer in diesem Spielabschnitt, womit beim Stand von 6:4 für den VfB die Seiten gewechselt wurden.

Im dritten Viertel konnten sich die Kreisstädter gar auf 10:6 absetzen, wobei Olli Roth, Norbert Duch, Florian Hondrich und Marcus Schultz für den VfB erfolgreich waren. Allerdings ließ das Zweikampfverhalten des VfB in der Abwehr weiterhin sehr zu wünschen übrig, und die Schiedsrichter ahndeten konsequent die überflüssigen Fouls. So waren einige Spieler mit zwei persönlichen Fouls vorbelastet. Patrice Hütt musste gar zu diesem Zeitpunkt mit seinem dritten persönlichen Fehler das Wasser verlassen. Beim Stand von 10:7 wurde der letzte Spielabschnitt angepfiffen. Nun musste der VfB seiner kräftezehrenden Spielweise Tribut zollen. Zwar konnte man noch mal durch Marcus Schultz mit 11:8 in Führung gehen, musste aber auf Harald Klein und Norbert Duch durch den jeweils dritten persönlichen Fehler verzichten. Angetrieben von den knapp 150 Zuschauern witterten die Gastgeber ihre Chance, holten Tor um Tor auf und konnten drei Minuten vor Schluss zum 11:11 ausgleichen. Der VfB musste nun auch auf Florian Hondrich (dritter persönlicher Fehler) verzichten, konnte aber durch ein Überzahltor von Andreas Lorenz noch mal in Führung gehen. Die verbleibenden zwei Minuten waren jedoch für den VfB zu lange: Der WSV schaffte noch den Ausgleich.

Als die letzte Spielminute lief und ein Angriff der Ludwigshafener abgefangen werden konnte, war klar, dass der VfB den einen Punkt sicher haben wird. Den letzten Angriff spielten die Friedberger noch mal sehr geschickt aus. Olaf Vetter konnte mit der Schlusssirene einen Freistoß direkt im Tor versenken. Die Schiedsrichter verweigerten aber dem Tor die Anerkennung, da angeblich die Spielzeit abgelaufen war.

Mit dem Punktgewinn konnten die Kreisstädter den Zwei-Punkte-Abstand zu Ludwigshafen halten, müssen aber durch das schwere Restprogramm die Tabelle immer noch gut im Auge behalten. In zwei Wochen fahren die Friedberger zum ehemaligen Deutschen Meister nach Cannstatt. Der VfB spielte mit: Thomas Schmidt, Henry Dietz, Olli Roth, Florian Hondrich, Norbert Duch, Harald Klein, Olaf Vetter, Andreas Lorenz, Patrice Hütt und Marcus Schultz.

Weiter spielten:SG Leimen/Mannheim-WF Fulda18:3, SG Leimen/Mannheim-SG Frankfurt/Offenbach17:6, WV Darmstadt-SC Neustadt 8:10.

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