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Elvir Pintol (18) gehört beim SV Gronau zu den erfahrenen Spielern. Im Wetterauer Duell gegen den FC Karben muss er wieder Führungsaufgaben übernehmen.

Warten auf den Brustlöser

(lab). Zwei obenauf, vier unten drin, einer in der Mitte. Die Saisonstarts der Wetterauer Teams in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West sind sehr unterschiedlich verlaufen. Nun sollen Positivtrends beibehalten und Negativserien gestoppt werden. Das bedeutet konkurrierende Ziele für das Derby am Sonntag zwischen dem SV Gronau und dem Tabellenvierten FC Karben.

Für den Türkischen SV Bad Nauheim geht es indes im Duell mit der Usinger TSG um eine Erholung von zuletzt zwei Pleiten. Und der SKV Beienheim hofft nach seinem ersten Dreier vor einer Woche, zu Hause gegen die Spvgg. Fechenheim ein weiteres Mal nach der vollen Punktzahl zu greifen.

SV Gronau - FC Karben (Sonntag, 15.30 Uhr): 19. gegen Vierter, aufwärts gegen abwärts. Das Lokalderby am Sonntag wird zum Duell der Gegensätze. Während der FC Karben nach drei Siegen in Folge auf einer Erfolgswelle surft, hofft Gronau auf die Wende und wartet quasi auf den Brustlöser. Viele verletzte Akteure machen dem Team das Leben schwer, zuletzt fehlten bei der ersten Mannschaft acht Leute. Dazu kommen ärgerliche Niederlagen wie die gegen Steinfurth. »Unser Kader ist zurzeit etwas dünn, das kann sich noch ein bis zwei Wochen hinziehen«, sagt Abteilungsleiter Stefan Firla. Und so wird es auch für Sonntag gleich doppelt schwer.

Die Gegner aus Karben legten bisher ein hohes Tempo an den Tag, waren vor allem läuferisch stark. »Der vierte Platz gibt unseren Jungs natürlich Selbstvertrauen, insbesondere nachdem wir etwas schlecht gestartet waren. Wir sind sehr zuversichtlich, versuchen aber zu managen, dass keine Überheblichkeit aufkommt«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Gegen Gronau will man nun nahtlos an die Top-Auftritte der vergangenen Wochen anknüpfen. Im Kader fehlen voraussichtlich Lukas Brühl (Knieprobleme) und Moritz Heidefuß (Krankheit). Das sind Ausfälle, die durchaus ins Gewicht fallen, die man laut Stete aber zu kompensieren weiß.

Usinger TSG - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Der Türkische SV schon unter Druck? Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Woche zwei Mal unterlag, ist der Club bis auf Rang neun abgerutscht. Die Gegner FC Neu-Anspach und SF Friedrichsdorf stammten beide aus den oberen Tabellenregionen und sind jetzt etwas davongezogen. Da kommt es gelegen, dass mit der Usinger TSG wieder ein machbarer Gegner vor der Tür steht. »Wir wollen klar drei Punkte holen und sind in der Pflicht. Wir erwarten aber, dass es nicht einfach wird«, sagt Özgür Öztürk, Sportlicher Leiter des TSV Bad Nauheim. Usingen hat bisher sechs Punkte auf dem Konto und holte zuletzt gegen Fechenheim drei Zähler - die TSG ist nicht zu unterschätzen. Da spielt es dem TSV in die Karten, dass mit Arif Karakoc, Salih Yasaroglu und Ivan Pejic gleich drei Spieler in den Kader zurückkehren.

SKV Beienheim - Spvgg. Fechenheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Aufatmen nach dem ersten Sieg in Beienheim. Das 3:2 gegen Westend Frankfurt scheint der ganzen Mannschaft gut getan zu haben: »Das war sehr wichtig für uns, die Stimmung ist dadurch natürlich besser und die Moral steigt«, sagt Trainer Matthias Tietz. Und jetzt will man nachlegen. Vor dem Spiel gegen den 16. aus Fechenheim ist man guter Dinge, klagt lediglich über einige angeschlagene Spieler - der Physio hat auch beim SKV viel zu tun. Auf eigenem Terrain gilt es nun, die Schlüsselspieler der Fechenheimer auszuschalten: »Wir sind in der Gruppenliga, da hat jeder Verein seine zwei, drei guten Fußballer drin«, sagt Tietz und meint damit: Es gibt keine einfachen Gegner. Auch weil man in Beienheim nach wie vor in einer Findungsphase steckt. Die Truppe ist größtenteils neu, man braucht seine Zeit. Eine Halbzeit lang schienen die Auftritte des Teams bisher solide. Jetzt will man zusehen, dass man mit Kampf und spielerischen Mitteln auch volle 90 Minuten die Konzentration behält.

SV Steinfurth - SG Westend Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr): Zum ersten Mal herrschte am vergangenen Sonntag wirklich Unzufriedenheit in Steinfurth. Zu wenig Gegenwehr bei den Gegentreffern in Dortelweil, zu viele individuelle Fehler. Dennoch: Mit einer Niederlage gegen die Bad Vilbeler Vorstädter hatte man grob gerechnet, jetzt kommt mit Westend Frankfurt ein anderer Gegner. Westend kassierte zuletzt vier Niederlagen, steht auf Rang 17. Dennoch schnupperte die SG zuletzt immer wieder am Sieg, war durchaus auf Augenhöhe. Da wird es auch für Steinfurth nicht einfach. Nach immerhin vier Zählern aus fünf Spielen steht der SVS zumindest so da, dass man vier Teams hinter sich lässt. Die Steinfurther gaben sich häufig als harter Gegner für die Topteams und punkteten nicht zuletzt gegen den SV Gronau. Nun ist gegen Westend wieder Attacke gefragt: Man geht in ein offenes Spiel gegen einen angeknockten Gegner. Punkte könnten hier doppelt wichtig sein - aber das gilt auch für den Frankfurter Stadtteilverein.

1. FC-TSG Königstein - SC Dortelweil (Sonntag, 15.30 Uhr): Platz drei, elf Punkte, drei Siege: Der SC Dortelweil ist oben mit dabei - und findet langsam aber sicher zu seiner Form. Zuletzt gab’s zwei Siege gegen potenziell schwächere Teams, nun steht mit Königstein wieder ein harter Brocken bevor. Da müssen auch die Schwachstellen in der eigenen Mannschaft abgestellt werden. Bei Dortelweil ist das insbesondere die Defensive. »Wir spielen sehr offensiv. Da müssen wir uns nach Ballverlusten besser staffeln und den Switch von Angriff zu Verteidigung besser hinkriegen«, sagt Trainer Frank Ziegler. Die Mannschaft sei zu Konter-anfällig. Ob das Team aus Königstein diese Schwäche auf dem Schirm hat? Die Gegner sind noch ungeschlagen und treten mit einer, so Ziegler, »top ausgebildeten und sehr jungen Truppe« auf. Keine einfache Aufgabe also für die Dortelweiler, wenn man unter anderem FC-TSG-Schlüsselspieler Zino Zampach in den Griff kriegen muss.

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