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Wandschneiders Nachfolger zu Gast in Wetzlar

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(ra). Corona schlägt auf das Gemüt. Ja! Corona bestimmt den Alltag. Ja! Auch den von Profihandballern. Ja! Dennoch müssen die HSG Wetzlar und die Eulen Ludwigshafen bei allen Infizierungs- und WM-Debatten ins Tagesgeschäft zurückkehren und heute Abend um 19 Uhr in der Handball-Bundesliga ihr Punktspiel betreiben. Bei den Grün-Weißen kehren Till Klimpke und Stefan Cavor nach ihrer Quarantäne wegen der Corona-Fälle bei ihren Nationalmannschaften ins Team zurück, bei den Eulen Ludwigshafen laufen mit Dominik Mappes und Daniel Wernig zwei ehemalige Hüttenberger auf. Und natürlich wird ein Fokus auf das Duell auf der Bank gerichtet sein, schließlich treffen mit Kai Wandschneider und Benjamin Matschke der aktuelle und der künftige Trainer der HSG Wetzlar aufeinander. Beide spielen die mediale Bedeutung nicht herunter, für das Geschehen auf dem Parkett ist das aber nur ein Randaspekt.

Welche Szenarien ergeben sich für den weiteren Saisonverlauf?Wetzlars Trainer Kai Wandschneider macht sich darüber permanent Gedanken. "Kommt es vielleicht doch zu einem Abbruch und wieder zu einer Quotienten-Regelung, ist natürlich jedes Spiel mit einem Sieg von Bedeutung", sagt der 61-Jährige und hebt damit die Bedeutung der Heimpartie gegen Ludwigshafen hervor. Bei der HSG Wetzlar rechnet man unabhängig weiterer Corona-Fälle jedenfalls fest damit, bis Ende des Jahres ohne Zuschauer auskommen zu müssen. "Ich bin ganz klar für weiterspielen", sagt Wandschneider, "wir entscheiden aber immer aus unserer Verantwortung heraus und nie um jeden Preis." Für Geschäftsführer Björn Seipp stellt sich die Frage, wie lange man sich das wirtschaftlich leisten kann. "Dank der Bundeshilfe sehe ich bis Ende Dezember keine Probleme. Aber was danach kommt, ist schwer zu sagen." Das Schreckensszenario der einen oder anderen Erstliga-Insolvenz gibt es also durchaus.

Welche Formkurven zeigen die beiden Mannschaften?Wandschneider betont immer wieder, wie froh er über die bereits eingefahrenen acht Punkte ist. "Das ist riesig." Wobei sich Wandschneider den 31:22-Erfolg über Coburg ebenso hoch bewertet wie die anderen Siege: "Ich bin begeistert vom letzten Spiel gewesen. Wir hatten keine einfache Vorbereitung mit den Länderspielen und Corona-Sorgen und machen aus dem Nichts ein sensationelles Spiel."

Die Eulen haben im vierten Erstliga-Jahr nacheinander schon früh in der Saison mit einem Sieg und einem Remis Selbstvertrauen getankt.

Wem werden die größeren Chancen eingeräumt?Wetzlar ist favorisiert, wenngleich die Eulen beim 23:26 beim letzten Auftritt in der Rittal-Arena vor elf Monaten spielerisch einiges an Gegenwehr leisteten. Kai Wandschneider kann auf seine bewährte Stammformation mit Till Klimpke und Stefan Cavor setzen, fordert 100-prozentige Konzentration ein.

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