Handball / HSG Wetzlar

Wandschneider muss gehen

  • schließen

(ra). 2021 ist Schluss. Nach neun Jahren endet die Ära von Trainer Kai Wandschneider beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar. Der 60-Jährige hätte gerne weitergemacht, der Klub hat ihm aber mitgeteilt, dass er ohne ihn plant. Schon Anfang November vergangenen Jahres.

Als die Nachricht verkündet war, herrschte für einen Moment eine beklemmende Stille. "Wir werden den am 30. Juni 2021 auslaufenden Vertrag von unserem Trainer Kai Wandschneider nicht verlängern", hatte Geschäftsführer Björn Seipp mit einem Klos im Hals mitgeteilt.

Kai Wandschneider, die handballerische Bundesliga-Lebensversicherung der HSG Wetzlar, wird ab 1. Juli 2021 nicht mehr Chefcoach der Grün-Weißen sein. Das haben - wie Seipp betonte - Aufsichtsrat und Geschäftsführung gemeinsam beschlossen.

"Es ist eine gemeinsame Entscheidung strategischer Natur", erklärte Seipp in seinem Statement. "Als Verantwortliche der HSG Wetzlar wird von uns erwartet, zukunftsorientiert Entscheidungen im Sinne des Klubs zu fällen, und das haben wir getan", wiederholte Seipp seine Aussage der gleichzeitig veröffentlichten Pressemitteilung, "wir haben gemeinsam das Gefühl, dass es langfristig notwendig ist, etwas Neues zu machen."

"Ich bin natürlich enttäuscht", eröffnete Wandschneider sein Statement relativ nüchtern, hatte sich die Mitteilung der Klubführung nach drei Monaten doch schon gesetzt. "Ich hätte gerne weitergearbeitet und mir vorstellen können, meine Trainerkarriere in Wetzlar zu beenden. Die Führung aber hat andere Pläne. Das habe ich so zu akzeptieren."

Kai Wandschneider hatte die HSG Wetzlar im Frühjahr 2012 zum Klassenerhalt geführt und in der Folge trotz ständig wechselnder Besetzungen von Michael Müller über Ivano Balic bis zu Jannik Kohlbacher stets aus dem Abstiegskampf herausgehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare