Walter schreibt Södeler Klassenerhalt ab

(jms) Auch mit dem neuen Trainer Bernd Walter kann der TSV Södel in der Handball-Landesliga Mitte nicht gewinnen. Zum Rückrundenauftakt setzte es für die Wetterauer eine empfindliche 19:27 (10:13)-Niederlage bei der HSG Wettenberg. Eine Niederlage, die wieder einmal die Schwächen im TSV-Spiel offenbarte und obendrein richtungsweisende Auswirkungen auf den weiteren Rundenverlauf hat. "Wir haben vor dem Spiel nicht über den Klassenerhalt gesprochen und haben jetzt überhaupt keinen Grund mehr dazu. Damit brauchen wir nicht mehr zu rechnen", meinte Walter, der in Wettenberg fast eine komplette Halbzeit eine ansprechende Leistung seiner Mannschaft gesehen hatte.

Taktisch und spielerisch bot Södel dem großen Favoriten Paroli und schaffte es, das Spielgeschehen bis zur 27. Minute völlig offen zu halten. Die HSG fand zunächst kaum ein Mittel, um die gute Deckung des TSV zu durchbrechen. Und wenn Wettenberg mal durch war, zeigte Christian Steube im Tor seine Reaktionsschnelligkeit. Auch Wettenbergs Schlussmann Martin Risse spielte stark und verhinderte auf der anderen Seite, dass die Wetterauer nach 20 Minuten nicht sogar in Führung lagen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 7:7. "Bis dahin haben wir es sehr gut gemacht", bilanzierte Walter, der schon in dieser Phase nicht mit allen Schiedsrichterentscheidungen zufrieden war: "Im Endeffekt war die Schiedsrichterleistung nicht relevant für das Ergebnis. Aber es war schon erstaunlich, mit welcher Arroganz diese Herren aufgetreten sind. Dass wir nicht einen Siebenmeter bekommen haben, ist bezeichnend."

Kurz vor der Pause leistete sich Södel dann doch jene Unaufmerksamkeiten, die für ein Tabellenschlusslicht bezeichnend sind. Wettenberg nutzte diese gnadenlos aus und erarbeitete sich eine glanzlose 13:10-Halbzeitführung, die im zweiten Durchgang als gutes Polster dienen sollte.

Nach dem Seitenwechsel war der Traum vom Auswärtssieg schnell ausgeträumt. Denn spätestens nach Moritz Leibs 18:11 in der 38. Minute für die HSG war die Partie entschieden. "Wenn Größen wie Roth und Hitzel ausfallen, wird es natürlich immer eng. Wir haben in der zweiten Halbzeit zu unkonzentriert gespielt. Da hat es dann einfach auch an Qualität gefehlt", resümierte Walter, der am Sonntagnachmittag das Petterweiler Spiel beim TV Mainzlar begutachtete. Auch wenn Södel bereits mit einem Bein in der Bezirksoberliga steht, bleibt es für Walter dabei: "Wir wollen uns bis zum Ende der Runde gut verkaufen."

HSG Wettenberg: Risse, Worms; Niclas Puhl (1), Wingefeld, Moritz Leib (2), Michael Kneissl, Kaplan (1), Sascha Puhl (7), Timo Stephan (1), Kaufmann (5/5), Henkel (4), Jonas Leib (1), Sebastian Kneissl (4), Hofmann (1).

TSV Södel: Malik, Steube; Krahn, Lind (2), Hofmann (7), Szcebek, Semmelroth (3), Thönges, Pommering, Mager (4), Boller (1), Matthias Böhland (1), Witzenberger (1).

Im Stenogramm - Schwalbe/Gallenkamp (Habitzheim). - Zuschauer: 200.

Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Wingefeld 2, Sascha Puhl - Lind, Hofmann, Thönges, Matthias Böhland, Witzenberger, "Bank"). - Siebenmeter: 6/5 - 0.

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