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Den Vorsprung ausbauen

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(mn) Die Position ist neu und deshalb ungewohnt. Der EC Bad Nauheim geht am Sonntag (18.30 Uhr) in der zuletzt selten ausgefüllen Rolle des Favoriten in sein fünftes Spiel der Eishockey-Oberliga-Spielzeit 2008/2009. Nach drei Siegen aus vier Spielen empfangen die Roten Teufel zum einzigen Wochenend-Spiel die Saale Bulls Halle im Colonel-Knight-Stadion.

Die Thüringer, im letzten Jahr lange im Niemandsland der Tabelle zwischen Playoff- und Playdown-Spielen platziert, belegen aktuell den siebten und letzten Platz; bislang punktlos bei 4:10 Toren und einem Spiel Rückstand. »Naja«, lacht RT-Trainer Fred Carroll und verweist auf die bislang erzielten Resultate, »so schlecht sind die nicht«. Gegen Rostock und Füssen unterlagen die Bulls mit jeweils nur einem Tor Unterschied, einzig gegen Leipzig wurde es deutlich (1:5).

»Natürlich, am Sonntagabend wollen wir unseren Vorsprung auf Halle ausgebaut haben. Dazu gehört eine mannschaftlich geschlossene Leistung«, sagt Carroll. Neben Halle, sowie den ebenfalls noch punktlosen Eisbären Berlin kristallisiert sich derzeit wie erwartet noch Aufsteiger Herne als drittes Team heraus, das es im Kampf um einen der vorderen vier Plätze hinter sich zu lassen gilt. »Je größer das Polster, umso besser«, weiß der Coach, dass im Laufe der Saison alle Mannschaften ihre Hoch- und Tief-Phasen durchschreiten werden. »Das jetzige Tief der Bulls müssen wir nutzen.« Während Halle heute ein schweres Spiel in Hannover zu bestreiten hat, können die Teufel noch zwei Tage durchatmen.

Die Badestädter können am Sonntag in Bestbesetzung antreten, Jaroslav Stansny ist bei den Gästen hingegen zum Improvisieren gezwungen. Mit Kai Schmitz sowie dem Schweden Fredrik Persson hat sich das erste Verteidigungs-Pärchen am Sonntag verletzt und droht längerfristig mit Blessuren im Wirbel- beziehungsweise im Schulterbereich auszufallen. »Wir müssen einfach abwarten, wie lange die beiden ausfallen und wie gut die Ersatzvarianten funktionieren. Notfalls müssen wir uns noch mal nach Verstärkungen umsehen«, setzt Präsident Andreas Werkling vorerst auf die Karte Zeit.

Trotz des missglückten Starts wird bei den Saale Bulls noch niemand unruhig. »Ich bin weiter von der Mannschaft überzeugt, und ich denke auch, dass sie ein ganzes Stück besser besetzt ist als im Vorjahr«, gibt sich Trainer Stastny optimistisch. Aber er weiß natürlich, dass wir »dringend ein Erfolgserlebnis brauchen«.

In Bad Nauheim hat Fred Carroll zu den Trainingseinheiten ein Rundum-Paket geschnürt. Am Mittwoch wurde Kondition gebolzt, gestern stand das Defensiv-Verhalten im Fokus, bis Sonntag sollen auch dem Offensivspiel und den »special teams« entsprechende zeitliche Übungsrahmen eingeräumt werden. »Gegen Rostock haben zu viele Akteure für sich selbst gespielt. Darüber haben wir gesprochen. Wenn jeder den Team-Gedanken in den Vordergrund stellt, werden wir das letzte Spiel schnell vergessen lassen.«

Das Wochenend-Programm, heute: Peiting - Rostock, Rosenheim - Füssen, Miesbach -Passau (alle 19.30 Uhr), Leipzig - Berlin, Halle - Hannover, Landsberg - Kaufbeuren, Deggendorf - Klostersee (alle 20 Uhr).

Sonntag: Berlin - Miesbach (16 Uhr), Klostersee - Rosenheim (17.30 Uhr), Füssen - Peiting (18 Uhr), Bad Nauheim - Halle, Passau - Landsberg (beide 18.30 Uhr), Kaufbeuren - Deggendorf, Hannover - Herne, Rostock - Leipzig (alle 19 Uhr).

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