Shelby Printemps erzielt den entscheidenden Treffer. (Foto: Chuc)

Fußball-Hessenliga

Türk Gücü Friedberg mit zweitem Sieg in Folge

Fußball-Hessenligist Türk Gücü Freidberg feiert beim 2:0 gegen den SV Steinbach den zweiten Sieg in Folge. Schön anzusehen war der Kick aber nicht.

Türk Gücü Friedberg hat am Sonntagnachmittag in der Fußball-Hessenliga den zweiten Sieg in Folge eingefahren und sich dadurch vorerst im oberen Drittel der Tabelle positioniert. Bei Aufsteiger SV Steinbach gewann das Team von Trainer Carsten Weber verdient mit 2:0 (0:0) und rückt damit auf den sechsten Tabellenplatz vor.

In einem spielerisch wenig ansprechenden Duell auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz im Burghauner Stadtteil agierten die Kreisstädter zumindest taktisch gut und gestatteten den Osthessen wenig Durchkommen. Die Gastgeber operierten im Spielaufbau mit langen Bällen und agierten insgesamt etwas zu langsam. Überwiegend waren die ersten 45 Minuten von viel Stückwerk geprägt. Fehlende Anspielstationen im Mittelfeld hatten vor allem bei den Gastgebern weite Schläge nach vorne zur Folge.

Bei Türk Gücü lief die Kugel flüssiger, spätestens am Strafraum war jedoch meist Schluss. Steinbach kam durchaus zu Einschussgelegenheiten, insbesondere in der Anfangsphase durch Stürmer Kubilay Kücükler und den Pfostenschuss von Petr Kvaca (36.). "Die erste Halbzeit war von unserer Seite nicht so gut", gab Sercan Kaplan aus dem Friedberger Spielausschuss zu. Um so besser wurde es im zweiten Abschnitt, als Jonatan Tesfaldet im Mittelfeld zu viel Platz hatte und in der 51. Minute durch einen Aufsetzer die Friedberger Führung markierte.

Die Platzherren antworteten mit wütenden Gegenangriffen, doch die TG-Defensive hatte keine Mühe, diesen standzuhalten. "Nach der Führung hatten wir das Spiel unter Kontrolle und konnten durch frische Einwechselspieler für Entlastung sorgen", berichtete Kaplan. Die Steinbacher waren in der Schlussphase ab der 81. Minute nur noch zu zehnt, weil Lukas Gemming die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Zwei Minuten später war die Entscheidung am Mühlengrund schon gefallen. Erdinc Solak setzte sich sehenswert durch und setzte den heute nicht ganz so auffälligen Haitianer Shelby Printemps in Szene. Dessen von Sebastian Bott abgefälschter Schlenzer landete im Tor der Hausherren (83.).

"Wir hatten hier eine beschwerliche Anreise", erzählte Kaplan zur Auswärtsfahrt in das osthessische Steinbach, wo Türk Gücü Friedberg erstmals in seiner Vereinsgeschichte gastierte. Durch den Sieg aber kann der Verein entspannt in die kommenden Wochen schauen: "Mit zehn Punkten stehen wir jetzt vor unserem anstehenden Heimspiel am Freitag gegen Viktoria Griesheim hervorragend da." Griesheim ist aktuell Tabellenvorletzter, verlor am Wochenende mit 0:4 gegen Stadtallendorf.

SV Steinbach: Kleemann - Gemming, Bott, Neacsu, F. Wiegand - T. Wiegand (64. Stadler), Kücükler - Kvaca, M. Wiegand, Wittke (60. Ludwig) - Ullrich (46. Koch).

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Ouattara, Weigand, Dudda, Tesfaldet - Usic (65. Miric), Solak - Marra, Eren (88. Mitrovic), Toksovic (72. Bell Bell) - Printemps.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (51.) Tesfaldet, 0:2 (83.) Printemps. - Gelb-Rote Karte: Lukas Gemming (81./Steinbach). - Zuschauer: 200. - Schiedsrichter: Radl (Biebesheim am Rhein).

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