Handball

Vorerst kein Saisonende

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(sid). Ausgerechnet als die Handball-Bosse am Montag gerade ihre Strategie für den wirtschaftlichen Überlebenskampf entwarfen, machte die Nachricht vom ersten bestätigten Corona-Fall eines Bundesliga-Profis die Runde. Der dänische Weltmeister Mads Mensah vom zweimaligen Meister Rhein-Neckar Löwen hat sich mit dem Virus infiziert. Der Klub setzte den Trainingsbetrieb bis auf Weiteres aus, sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

Zur selben Zeit beschlossen die 18 Bundesligisten bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hinter verschlossenen Türen, ihre wegen der Corona-Krise momentan unterbrochene Erstliga-Saison vorerst nicht abzubrechen. Die aktuelle Spielzeit bleibt damit zunächst bis einschließlich 22. April ausgesetzt, danach soll es nach Möglichkeit weitergehen.

"Wir sitzen alle in einem Boot und rudern sehr kräftig in dieselbe Richtung, damit wir die Liquidität an unseren Standorten erhalten können", sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker. Den Funktionären ist klar: Wird der Spielbetrieb in dieser Saison nicht mehr fortgesetzt, könnten Insolvenzen drohen. Die Spieltage 28, 29 und 30 sind in der obersten Spielklasse auf unbestimmte Zeit verschoben, das eigentlich für Anfang April terminierte Final Four des DHB-Pokals (mit Kiel, Melsungen, Hannover-Burgdorf und Lemgo Lippe) in Hamburg soll am 27. und 28. Juni ausgespielt werden.

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