Vorbereitungen für den Re-Start laufen auf Hochtouren

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(tim). Im Schatten der Fußball-Bundesliga bereitet sich auch die Basketball-Bundesliga (BBL) auf den Neustart vor. Die BBL wartet geradezu sehnsüchtig auf die Antwort auf ihr Hygienekonzept für das Turnier mit zehn Teams, das im Juni in München ausgetragen werden soll. "Je schneller, desto besser ist es für uns", sagt Gunnar Wöbke, der geschäftsführende Gesellschafter der Fraport Skyliners Frankfurt.

So lange es keine Antwort gibt, können er und die anderen Klubs ihre Spieler aus dem Ausland nicht einfliegen lassen, die dann in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Erst danach wäre Mannschaftstraining möglich. Wöbke geht davon aus, dass alle unter Vertrag stehenden US-Amerikaner nach Frankfurt zurückkehren werden. "Keiner hat uns etwas anderes gesagt", berichtet der 51-Jährige.

Weggeglaubter plötzlich im Training

Das sieht bei anderen teilnehmenden Klubs anders aus und ist Wasser auf die Mühlen jener, die den sportlichen Wert des Turniers anzweifeln. Crailsheim hat bereits David Brembly vom Mitteldeutschen BC und Marvin Ogunsipe von den Hamburg Towers nachverpflichtet, weil die US-Amerikaner Jan Span und Quincy Ford angekündigt hatten, nicht zurückzukommen. Am Dienstag dann die Kehrtwende: "Wundersamerweise ist Ford wieder ins Training eingestiegen", sagte Geschäftsführer Martin Romig im Podcast von Magentasport. "Manchmal kommt man sich vor, wie im falschen Film."

Die Gefühlswelt von Johan Roijakkers dürfte ähnlich sein. Der Cheftrainer der BG Göttingen muss neben den Centern Dylan Osetkowski und Adam Waleskowski, der während der Saison aus Frankfurt kam, auch auf Spielmacher Kyan Anderson verzichten. "Er wird nicht zurückkommen", sagte Roijakkers, ohne einen Grund des Leistungsträgers anzuführen. "Jetzt brauchen wir einen Einser und einen Fünfer." Ein klarer Wettbewerbsnachteil für die Veilchen. Als Ersatz für die Abgänge gab der Verein am Mittwoch die Verpflichtung von zwei niederländischen Profis bekannt. Aufbauspieler Leon Williams kommt aus Groningen und war bereits von 2016 bis 2018 bei der BG aktiv. Center Jito Kok spielte zuletzt beim belgischen Klub Mechelen.

Frankfurts Geschäftsführer Wöbke weist darauf hin, dass es "wesentlich einfacher ist, Spieler nachzuverpflichten, die schon einen Aufenthaltstitel in Deutschland haben." Er hat sich auch schon Gedanken über mögliche Neue gemacht - für das Turnier, aber auch für die kommende Saison. Da aber noch völlig unklar ist, wie eine Spielzeit 2020/2021 aussehen könnte, "gibt es noch keinerlei Entscheidung in die eine oder andere Richtung".

Bamberg setzt auf den Nachwuchs

Der frühere Serienmeister aus Bamberg hat dagegen ganz andere Sorgen. Nationalspieler Louis Olinde (Schulterverletzung) und der eingebürgerte Bryce Taylor (Reha nach Achillessehnen-OP) fallen aus. Laut Medienberichten wollen die Oberfranken aber kein neues Personal anheuern, sondern ihrem Nachwuchs eine Chance geben.

In Ulm muss wohl Killian Hayes ersetzt werden, der andere Prioritäten setzt. Der talentierte Spielmacher hat sich beim diesjährigen NBA-Draft angemeldet, und die Probetrainings bei den Klubs der besten Liga der Welt würden terminlich mit dem BBL-Turnier kollidieren.

Für die Geschäftsführer der Klubs ist klar, dass es einen guten sportlichen Wettbewerb geben muss, für sie geht es wie letztlich auch für die Fußballer in erster Linie darum, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten: "Wir können nicht einfach zumachen. Wir sind kein Hobby-Unternehmen", sagt Romig. Selbst die Merlins aus Crailsheim hätten einen Etat von drei Millionen und somit Verpflichtungen. "Es gibt einfach mal Zeiten, da müssen alle die Arschbacken zusammenklemmen."

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