Ein häufiges Bild: Der Friedberger Dimytro Khliustov (am Ball) sieht sich im Angriff einer Potsdamer Übermacht gegenüber.
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Ein häufiges Bild: Der Friedberger Dimytro Khliustov (am Ball) sieht sich im Angriff einer Potsdamer Übermacht gegenüber.

Deutscher Wasserball-Pokal

Volles Haus, gute Stimmung, starke Leistung: VfB Friedberg zufrieden mit "Spiel des Jahres"

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der VfB Friedberg hat sich am Sonntag zwar mit 8:22 im Achtelfinale des Deutschen Wasserball-Pokals gegen den OSC Potsdam verabschiedet, war am Ende aber doch der große Gewinner.

So einen Trubel hat das Usa-Wellenbad in Bad Nauheim schon lange nicht mehr erlebt: Achtelfinale im Deutschen Wasserball-Pokal, Champions-League-Teilnehmer und Erstliga-Dritte OSC Potsdam zu Gast - und Gastgeber VfB Friedberg mittendrin. Auch wenn beim 8:22 (3:6, 1:7, 1:3, 3:6) im Achtelfinale endgültig Schluss war für die Zweitligisten von Trainer René Reimann, so fiel dessen Fazit hinterher doch durchweg positiv aus: "Wir haben uns hier sensationell verkauft. Wir haben gezeigt, dass wir Wasserball spielen können und hatten tolle Kombinationen. Dass so eine Mannschaft, die zweimal am Tag trainiert, einfach handlungsschneller ist, war von vorneherein klar. Aber wir haben das gegeben, was wir konnten. Darauf bin ich sehr stolz. Das war Werbung für den Friedberger Wasserball."

Die besten Bilder vom Wasserball-Pokal-Spiel des VfB Friedberg gegen den OSC Potsdam

VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz
VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz
VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz
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VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz
VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz
VFB Friedberg - OSC Potsdam © Nici Merz

Wiedersehen zweier ehemaliger Nationalspieler am Beckenrand

Besonders hob Reimann das Engagement der Mannschaft sowie der Vereinsmitglieder heraus, bei dem auch das beliebte Familienbad mitzog und ausnahmsweise an einem Sonntagnachmittag einen Großteil des Beckens sperrte. Die handgezählten 196 Zuschauer wurden mit Essen und Getränken bewirtet und bedankten sich mit Szenenapplaus für jede gelungene Aktion der Friedberger sowie Anfeuerungen bei jedem Ballbesitz. "Jeder hat hier Aufbruchstimmung verbreitet. Es würde uns freuen, wenn wir jedes Mal so eine Kulisse hätten", sagte Reimann und fügte mit einem Schmunzeln noch an: "In der Liga ist es dann teilweise auch noch spannender."

Klare Ansage: VfB-Trainer René Reimann (Mitte) schwört in der Pause sein Team ein auf das nächste Viertel ein. Foto: Nici Merz

Denn bereits im Vorfeld der Partie gegen den letztjährigen Dritten der deutschen Elite-Liga war klar, wer am Ende das Becken als Sieger verlassen würde. Doch die Potsdamer "Orcas" um Trainer Alexander Tchiger, mit dem Reimann selbst jahrelang in der Nationalmannschaft zusammengespielt hatte, schauten nicht schlecht, als Friedbergs Top-Torjäger Vladimir Sytnyk per Strafwurf und Dennis Scholl nach zwei Minuten die 1:0- bzw. 2:1-Führung für den Underdog besorgt hatten. In der Folge wurde allerdings deutlich: Der Gast ist die bessere, die schnellere und auch die robustere Mannschaft. Konzentriert in der eigenen Deckung und so die Friedberger kaum zur Entfaltung kommen lassend, kombinationsstark und treffsicher im Angriff warf der Favorit seine 6:3-Führung nach den ersten acht Minuten heraus, führte zur Pause bereits vorentscheidend mit 13:4 - und ließ auch in der Folge nichts mehr anbrennen. "Insgesamt können wir sehr zufrieden sein, wir haben acht Tore gegen solch einen Gegner erzielt. Mit so einer Leistung können wir in unserer Liga eigentlich jeden schlagen", sagte VfB-"Oldie" Olaf Vetter hinterher. "Der Trainer hat das taktisch schon richtig gemacht und auch teilweise die komplette Mannschaft ausgewechselt, um jedem auch die nötigen Pause zu geben. Das ist sonst nicht unbedingt Alltag."

VfB Friedberg kämpft bis zum Schluss - und wird mit gutem Ergebnis belohnt

Es gibt auch Szenen, in denen der Zweitligist aus der Wetterauer Kreisstadt den großen Favoriten den Schneid abkaufen kann - wie der zweifache Torschütze Vladimir Sytny (r.) in dieser Szene gegen Luka Dejan Götz.

Die Friedberger steckten dementsprechend zu keiner Zeit auf, fighteten um jeden Ball und kamen, angestachelt durch einige starke Paraden ihres Keepers Nils Peil noch zu dem einen oder anderen Treffer. Am Ende blieb das Ergebnis in einem Rahmen, den im Vorfeld wohl kaum einer für möglich gehalten hatten - zu groß sind die Leistungsunterschiede im deutschen Wasserball normalerweise. "Im Prinzip hatte ich nichts zu verlieren, denn diese Mannschaft geht davon aus, gegen mich jeden Schuss reinzumachen. Umso mehr freue ich mich gerade über jeden gehaltenen Ball", sagte Keeper Peil nach der Partie gegen das mit Nationalspieler Hannes Schulz und den Nachwuchs-Nationalspielern Sascha Seifert und Lukas Küppers bestückte Team. "Das war schon sehr, sehr geil, zumal man im Wasser gemerkt hat, wie alle Zuschauer ausgerastet sind, wenn ich mal einen Ball gehalten habe oder wir im Angriff gewesen sind oder gar ein Tor erzielt haben. Das macht dann schon richtig Spaß."

VfB Friedberg:Peil; Vetter, Schmidt, Scerbinin (1), Korolchuk, Khliustov, Duch, Hahn (1), Hondrich, Gläser (2), Scholl (1), Habrich (1), Sytnyk (2).

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