Kopf an Kopf: Jonas Herberg (Walldorf, 2. v. l.) und Visar Gashi vom FV Bad Vilbel (r. daneben) kämpfen in der Luft um den Ball. FOTO: KESSLER
+
Kopf an Kopf: Jonas Herberg (Walldorf, 2. v. l.) und Visar Gashi vom FV Bad Vilbel (r. daneben) kämpfen in der Luft um den Ball. FOTO: KESSLER

Fußball-Hessenliga

FV Bad Vilbel: Das Warten auf einen Heimsieg

  • Uwe Born
    vonUwe Born
    schließen

Wieder nichts mit einem Heimsieg! Der FV Bad Vilbel unterliegt Rot-Weiß Walldorf in der Fußball-Hessenliga mit 1:2.

Beim Versuch, nach fast 13 Monaten diesbezüglicher Enthaltsamkeit vor eigenem Publikum endlich mal wieder den optimalen Ertrag zu holen, mussten die Fußballer des heimischen Hessenligisten FV Bad Vilbel das Niddasportfeld am Sonntagabend erneut unverrichteter Dinge verlassen: Gegen die Mannschaft von Rot-Weiß Walldorf, die unter der Woche durch einen 7:1-Kantersieg beim Aufsteiger SV Erlensee aufhorchen ließ, unterlag das Team von FV-Coach Amir Mustafic knapp mit 1:2 (1:1) und rutschte im Hessenliga-Gesamtklassement auf Rang 14 ab.

Obwohl der Bad Vilbeler Übungsleiter jüngst, bei der 1:4-Niederlage in Hanau, Abwehrschwächen und fehlende Cleverness in der Offensive bemängelt hatte, hielt er umfangreiche Personal-Änderungen nicht für erforderlich. Ahmet Dogan begann für Jeff Thielmann als Mittelfeld-Außen - mehr war nicht. Die Anfangsphase gehörte den Walldorfer Gästen, die mit viel Elan die Abwehr der Brunnenstädter unter Druck setzten und durch Mohamed Hakimis Distanzschuss ab der vierten Minute in Führung lagen.

Es spricht für die Grün-Weißen, dass sie diesen Schock schnell wegsteckten und mit kämpferischem Elan gegenhielten. Die Belohnung folgte quasi umgehend, denn ab der elften Minute stand es 1:1. Vuk Toskovics Ecke fand in Dogan, der per Kopfball zum Ausgleich verwandelte, einen dankbaren Abnehmer. Zwei Minuten später standen die Platzherren sogar vor der Führung, die ihnen allerdings verwehrt blieb, weil sich der alleine Richtung Gäste-Kasten enteilte Rayan Bouembe den Ball zu weit vorlegte. Rot-Weiß-Keeper Kevin Darmstädter bereinigte diese für Walldorf brenzlige Situation.

Was folgte, war ein zähes Ringen mit verbissenen Zweikämpfen und mehreren Verletzungs-Unterbrechungen. "Es ging nicht wirklich unfair, aber doch recht rustikal zur Sache", meinte Bad Vilbels Pressesprecher Alexander Juli.

Dass die Mustafic-Elf ab den zweiten 45 Minuten im Spiel nach vorne mehr Effektivität zu erzeugen versuchte, mag durchaus sein. Bloß: Es funktionierte nicht wie gewünscht, eher das Gegenteil war der Fall. Die Gäste gingen nämlich hinten kompromisslos zur Sache und gestatteten den Platzherren praktisch keine nennenswerte Möglichkeit. Die einzige Gelegenheit, vielleicht doch noch ins Schwarze zu treffen, resultierte aus einer verunglückten Toskovic-Flanke, die RW-Torwart Darmstädter in der Nachspielzeit mit Mühe entschärfte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Elf von Walldorfs Trainer Max Martin die Weichen längst auf Sieg gestellt, denn gegen Takero Itois Schrägschuss war für FV-Keeper Robin Orband in der 54. Minute kein Kraut gewachsen. "Vorne lief unsererseits mit zunehmender Zeit nicht mehr viel zusammen", bilanzierte Juli. Bezeichnend war, dass die Walldorfer in der Schlussphase dem dritten Treffer näher waren als Bad Vilbel dem Ausgleich, doch Itoi (83.) und Hakimi (89.) versiebten.

FV Bad Vilbel: Orband - Saso, Gashi, Emmel - Tiago (64. Boukayouh), Tochihara, Biehrer (70. Lahchaychi), Safaridis - Dogan, Toskovic, Bouembe (36. Pandza).

Rot-Weiß Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Hakimi, Eichfelder (63. Struwe), Itoi, Thomasberger, Matheisen (78. Neway), Borger, Chambron, Geisler (12. Schneider).

Im Stenogramm/Schiedsrichter: Tobias Lecke (Gilfershausen). - Zuschauer: 105. - Tore: 0:1 (4.) Hakimi, 1:1 (11.) Dogan, 1:2 (54.) Itoi.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare