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Deutscher Tennis-Meister der Herren 50: Die Mannschaft des TC Bad Vilbel hat in einem emotionalen Finale den Titel auf eigener Anlage verteidigt.

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TC Bad Vilbel: Mit spektakulärem Comeback zur deutschen Meisterschaft

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Die Tennis-Herren 50 des TC Bad Vilbel haben den deutschen Titel verteidigt; auf eine spektakuläre Art und Weise.

(mn). Was ein Tennis-Thriller! Der TC Bad Vilbel dreht mit drei kaum noch für möglich gehaltenen Erfolgen im Doppel gegen den Ratinger TC Grün-Weiß das Finale um die Deutsche Meisterschaft der Herren 50 und feiert durch einen 5:4-Erfolg nach einer mehr als achtstündigen Nervenschlacht den dritten Titelgewinn in Serie. Und das auf eigener Anlage; und das am Wochenende der 60-Jahr-Feier. Im Sommer hatte bereits die Damen-Mannschaft den Titel in die Brunnenstadt geholt. "Das ist alles schon sehr emotional", war Andreas Binder, Vorstandsmitglied und Mannschaftsführer, ergriffen nach der Siegerehrung. Über den alles entscheidenden fünften Punkt entschied ein Champions-Tiebreak. Hier hatten sich Rainer Marzenell und Michael Kocher vor 300 Zuschauern durchsetzen können.

Halbfinale, TC Rot-Weiß Landshut - TC Bad Vilbel 3:6:Der Titelverteidiger hatte mehr Mühe als erwartet. Gleich vier Einzel wurden im Champions-Tiebreak entschieden. Spektakulär war dabei das Comeback von Rainer Marzenell, der nach einem 1:5-Rückstand noch mit 10:8 gewann. Beim Zwischenstand von 3:1 konnten Paul Haarhuis und Christopher Rummel jeweils den ersten Satz gewinnen, gaben aber den zweiten Durchgang ab. Von einem 5:1 und der vorzeitigen Entscheidung im Halbfinale sowie einem 3:3-Nervenkrimi war alles möglich. Haarhuis fand im dritten Durchgang wieder Zugriff auf die Partie, punktete zum 4:1. Rummel wirkte seinem Gegenüber konditionell unterlegen, verlor. Die Doppel mussten die Entscheidung bringen. Henrik Holm, im Einzel geschont, kam nun zum Einsatz; und er holte an der Seite von Rummel den entscheidenden fünften Zähler.

Einzel: Jan Appel - Paul Haarhuis 2:6, 6:2, 6:10; Henrik Hobik - Rainer Marzenell 3:6, 6:4, 7:10; Christian Arlt - Michael Kocher 1:6, 4:6; Jochen Wejnar - Mauro Eilia 3:6, 0:6; Reto Tietz - Christopher Rummel 3:6, 6:4, 10:3; Markus Huber - Santiage Tintore 6:7, 6:4, 10:4. - Doppel: Apell/Hobik - Haarhuis/Elia 4:6, 6:7; Tietz/Huber - Marzenell/Kocher 6:3, 6:7, 10:7; Arlt/Steffen Harbarth - Henrik Holm/Rummel 2:6, 2:6.

Finale, Grün-Weiß Ratingen - TC Bad Vilbel 4:5:In Bad Vilbel hatte man Traum vom Titel nach den Einzeln schon abgehakt. Mit 2:4 lagen die Hausherren zurück - und sie wirkten den Gästen in punkto Physis und körperlicher Frische klar unterlegen. Ein spektakuläres, weil emotionales dreistündiges (!) Duell hatten sich Mauro Elia und Matthias Müller-Seele geliefert. Beide waren von Oberschiedsrichter Jan Hanelt zwischenzeitlich schon verwarnt worden, am Ende verweigerte der Ratinger gar den üblichen Handschlag. Bad Vilbel gewann überraschend mühelos zwei Doppel, so dass die Entscheidung letztlich in der Partie von Michael Kocher und Rainer Marzenell fallen musste. Am Rande des Courts kochte die Stimmung hoch, ehe Bad Vilbel der fünfte Punktegewinn glückte.

Einzel: Lionnel Barthez Paul Haarhuis 1:6, 2:6; Veli Paloheimo - Henrik Holm 6:2, 7:5; Franck Fevier - Rainer Marzenell 6:2, 7:5; Marc Pradel - Michael Kocher 6:4, 6:3; Matthias Müller-Seele - Mauro Elia 5:7, 6:7; Guido-Markus Kegel - Christopher Rummel 6:2, 6:3. - Doppel: Barthez/Pradel - Marzenell/Kocher 7:5, 5:7, 5:10; Paloheimo/Martin Persson - Haarhuis/Rummel 3:6, 5:7; Müller-Seele/Chris Berger - Holm/Elia 1:6, 2:6.

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