Fußball-Hessenliga

FV Bad Vilbel: Situation wird bedrohlich

Der FV Bad Vilbel wartet in der Fußball-Hessenliga seit acht Spielen auf einen Sieg.

Jetzt hat es den FV Bad Vilbel in der Fußball-Hessenliga auch auswärts erwischt. Am Sonntagnachmittag unterlagen die Wetterauer beim Neuling SV Neuhof mit 2:3 (2:1). Es war das achte Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn für die Mannschaft von Trainer Amir Mustafic und damit verschärft sich auch die Lage in der Tabelle. Auf Rang 15 stehend und damit auf einem möglichen Abstiegsplatz beträgt der Vorsprung auf die dahinter rangierenden Osthessen jetzt nur noch zwei Zähler. Ärgerlich war das Resultat vor 170 Besuchern an der Glückauf-Kampfbahn vor allem deshalb, weil die Brunnenstädter in den extrem einseitigen ersten 20 Minuten die Partie klar dominiert und folgerichtig vermeintlich sicher mit 2:0 in Führung gelegen hatten.

Gegen die konfus verteidigenden Hausherren erzielte Dominik Emmel ein herrliches Tor zur Vilbeler Führung, er schlenzte den Ball mit dem Außenrist über SVN-Torhüter Dogus Albayrak (13.). Und auch das zweite Tor ließ nicht lange auf sich warten: Davor Babic erhöhte auf 2:0 (18.). Die Gastgeber reklamierten vergeblich ein Foul an ihrem Torwart Albayrak. Aber aus dem Nichts kam Neuhof ins Spiel zurück und verkürzte nach einem Querschläger von Emmel in Person ihres Routiniers und Torjägers Radek Görner per Kopfball (21.).

Doch auch in der Folge war Vilbel klar überlegen und hätte weitere Treffer nachlegen müssen. Alexandr Railean traf erst die Latte und vergab danach noch eine weitere Chance. Nach einer halben Stunde fing sich Neuhof, auch weil Trainer Alexander Bär angesichts des Defensivchaos auf drei Positionen umstellte und Ex-Türk-Gücü-Stürmer Baris Özdemir brachte. Glück hatte Bad Vilbel kurz vor dem Pausenpfiff, als ein Kopfballtor von Branimir Velic wegen einer umstrittenen Abseitsposition nicht zählte. "Drei, vier Tore müssen wir im ersten Abschnitt machen. Nach der Halbzeit hat dann nichts mehr funktioniert", sagte FV-Pressesprecher Alexander Juli.

Denn nach dem Wechsel ergriffen die Gastgeber die Initiative und drängten auf den Ausgleich, der ihnen ausgerechnet durch den Ex-Friedberger Özdemir gelang (51.): Leicht abgefälscht und mithilfe des Innenpfostens schlug der Ball hinter FV-Keeper Sadra Sememy ein. Doch damit nicht genug: Nach einer Stunde markierte Neven Vujica auf Flanke von Aleksandar Anastasov per Kopf das Siegtor. In der letzten halben Stunde versuchte das Mustafic-Ensemble verzweifelt, das Unheil abzuwenden und wenigstens noch einen Zähler mitzunehmen - vergeblich. "Wir müssen nun sehen, wie wir aus dieser Situation rauskommen", äußerte sich Juli besorgt.

SV Neuhof: Albayrak - Antoniev, Bräuer (31. Özdemir), Velic, Wozniak - Zarevski, Kovac (56. Anastasov) - Vujica, Mamusa, Costa Sabate (73. Yoo) - Görner.

FV Bad Vilbel: Sememy - Emmel (69. Saso), Alik, Huwa, Tochihara - Grüter, Knauer, Babic - Bauscher, Railean (58. Farid Affo), Brauburger.

Im Stenogramm:/ Schiedsrichter: Boris Reisert (Rödermark). - Zuschauer: 170. - Tore: 0:1 (13.) Emmel, 0:2 (18.) Babic, 1:2 (21.) Görner, 2:2 (51.) Özdemir, 3:2 (60.) Vujica.

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