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Oliver Kesper strebt mit den Herren 40 des TC Bad Vilbel den Klassenerhalt an.

Tennis-Regionalliga

TC Bad Vilbel und der OMTC: Unfassbare Serien und neue Gefilde

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Die Herren 50 des TC Bad Vilbel wollen den Titel als Deutscher Meister verteidigen. Die Damen 50 sind seit drei Jahren ungeschlagen und durchmarschiert. Ab Samstag wird in der Tennis-Regionalliga aufgeschlagen.

In den Tennis-Regionalligen beginnt am Samstag die Saison 2019. Fünf Wetterauer Mannschaften vertreten hier ihren Verein. Die Vorzeichen sind unterschiedlich. Während bei den Herren 50 des TC Bad Vilbel die Verteidigung des deutschen Meistertitels im Fokus steht, ist bei den restlichen Teams der Klassenerhalt das primäre Ziel. Besonders spannend ist die Frage, wie lange die Damen 50 des TC Bad Vilbel in der neuen Liga ihre Serie von drei Jahren ohne Niederlage aufrecht erhalten können.

Herren 40, TC Bad Vilbel: Bohlsbach wohl unschlagbar

An Staffelprimus TC Bohlsbach wird wohl auch in diesem Jahr kein Weg vorbei führen. Zumal die ehemaligen Weltklasse-Spieler Alexander Waske und David Prinosil mit dem Kroaten Ivo Karlovic eine neue Nummer eins bekommen haben. Beim TC Bad Vilbel um Oliver Kesper ist der Klassenerhalt das Ziel, "aber wenn wir alle Spieler verfügbar haben, sind wir sicher im oberen Segment der Tabelle anzusiedeln", sagt Mannschaftsleiter Alexander Scheidt. Am Samstag wird beim Auftaktspiel in Durlach Topspieler Marcello Craca fehlen, er ist als Coach der Bundesliga-Damen des TC Bad Vilbel im Einsatz. Mit Philipp Stockhoff (kommt vom TC Pfungstadt) und Bastian Hehner finden sich zwei neue Namen im TC-Kader. Im Gegenzug schlägt Christopher Rummel künftig bei den Herren 50 auf. Das erste Heimspiel ist am 11. Mai gegen den TC Wolfsberg Pforzheim angesetzt. Die weiteren Gegner sind: TC Bad Ems (18.Mai/H), TEC Waldau (1. Juni/A), TC Bohlsbach (29. Juni/A) und SC SaFo Frankfurt (6. Juli).

Damen 40, TC Bad Vilbel: Angriffslust nach Abstieg

 Nach der frustrierenden Saison 2018 sind die Damen 40 des TC Bad Vilbel wieder im Angriffsmodus. Punktlos mussten sich die Brunnenstädterinnen aus der Regionalliga in die eine Klasse tiefere Südwestliga verabschieden. "Wir sind zuversichtlich, dass wir mindestens die Klasse halten. Ein Aufstieg zurück in die Regionalliga wäre natürlich auch schön", sagt Mannschaftsführerin Nicola Hrynko vor dem ersten Saisonspiel gegen den TSC Mainz am Samstag (13 Uhr). Viel wird von der Tagesform und der Verfügbarkeit der jeweiligen Topspielerinnen abhängen. Die Ungarin Eniko Szucs, die im vergangenen Jahr nicht für die TC-Damen aufschlug, soll in dieser Saison wieder auf dem Platz stehen. Zudem kehren mit Ulrike Heuermann, Ute Jost-Klemm und Sabine Ljung drei zuletzt verletzte Spielerinnen zurück. Dagegen ist Silke Niehaus nach ihrem Umzug nach Hamburg nicht mehr dabei. Weitere Gegner sind: Offenbacher TC (11. Mai/A), TC Niederdorfelden (18. Mai/A), TC Caesarpark Kaiserslautern (1. Juni/H), Tennis 65 Eschborn (15. Juni/H) und TC Bruchköbel (6. Juli/H).

Herren 50, TC Bad Vilbel: Den deutschen Titel verteidigen

Der Deutsche Meister. Anfang September soll der Titel verteidigt werden. Als Spitzenreiter der Südwest-Gruppe hätten die Brunnenstädter Heimrecht im Final Four der vier Regionalsieger. "Darauf sind unsere Planungen ausgelegt", sagt Andreas Binder, der Mannschaftsführer, selbstbewusst. Von 2012 bis 2014 hatte das Team die Herren 40-Konkurrenz dominiert, jetzt inzwischen zu den Herren 50 aufgerückt, sind die Brunnenstädter seit zwei Spielzeiten in Deutschland ungeschlagen. Immer dabei: Paul Haarhuis, die ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste. Der Niederländer ist mit seiner unkomplizierten Art Sympathieträger und längst auch eine Identifikationsfigur. Damir Buljevic hat den TCBV verlassen. Dafür verstärkt Rainer Marzenell (zuletzt Pforzheim) das Team. Zum Auftakt geht’s am Samstag (13 Uhr) zu Hause gegen den SC SaFo Frankfurt. Und Bad Vilbel wird mit Haarhuis und dem Schweden Henrik Holm auch sein Top-Duo einsetzen. "Die Liga ist ausgeglichen besetzt. Wir wollen gleich mal ein Zeichen setzen", sagt Binder. Weitere Gegner sind: Blau-Weiß Wiesbaden (18. Mai/A), SSC Karlsruhe (25. Mai/A), TC Degerloch (1. Juni/H), TC Esslingen (29. Juni/H) und der TC Pforzheim (6. Juli/A).

Damen 50, TC Bad Vilbel: Letzte Niederlage im Juli 2015

Ist diese Mannschaft überhaupt zu schlagen? 2016 startete das Team um Mannschaftsleiterin Kristina Pomerenke-Schön noch in der Verbandsliga. Innerhalb der vergangenen drei Jahre gelang der Durchmarsch bis in die Regionalliga – und das, absolut irre, ohne Niederlage. Das letzte Mal mussten die TC-Damen dem Gegner am 4. Juli 2015 gratulieren. "Wir haben vergangene Saison nicht damit gerechnet, wieder aufzusteigen", sagt Pomerenke-Schönebeck. Die Zielsetzung für die erste Saison in der höchstmöglichen Spielklasse ist klar. "Für uns wäre der Klassenerhalt ein riesiger Erfolg." Die Mannschaft aus dem Vorjahr um die Topspielerinnen Gabriella Precup (Rumänien) und Anna Gunnarsson (Schweden) bleibt zusammen. Mit Yuko Watanabe kommt eine vielversprechende Spielerin an Nummer vier hinzu. Die Japanerin spielte zuletzt für den TC Wetternberg in der Damen 50-Verbandsliga. Eröffnet wird die Saison am Samstag bei Rot-Weiß Gießen (13 Uhr). Zum ersten Heimspiel kommt der TSC Mainz nach Bad Vilbel. Anschließend hat es der Spielplan mit den Wetterauerinnen gut gemeint. Lediglich das Auswärtsspiel bei Meisterfavorit TC Singen wird für die TC-Damen zur langen Reise. "Wir werden am Freitag schon Richtung Bodensee fahren, an einem Tag wäre das alles nicht zu stemmen", sagt Pomerenke-Schönebeck. Die Damen aus Stuttgart (25. Mai) und Bad Dürkheim (29. Juni, letztes Saisonspiel) kommen in die Wetterau. Das Auswärtsspiel am 1. Juni beim Heidelberger TC komplettiert das Programm.

Damen 60, Ober-Mörler TC: Erstmals Regionalliga

Die Damen um Mannschaftsführerin Roswitha Dürauer spielen in der kommenden Runde erstmals in der Regionalliga Südwest. Dies ist der verdiente Lohn für eine tolle Hessenliga-Saison im letzten Jahr, die mit sechs Siegen und einem Unentschieden auf Platz eins abgeschlossen wurde. "Wir sind optimistisch unser Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen. Auch wenn die Anforderungen in der höheren Spielklasse deutlich gestiegen sind, sagt Kapitänin Dürauer. In der Vorbereitung legte das Team, das aus Karin Hadwinger, Christiane Fackinger, Brigitte Fietze und Roswitha Dürauer besteht, den Fokus auf die Verbesserung der Doppeltaktik. "Wir sehen diese Saison als besondere Herausforderung an und sind gespannt, wie sie verlaufen wird", blicken die Ober-Mörlerinnen voraus. Am Samstag reisen die OMTC-Damen zum TC Lindenau. Weitere Gegner sind: TC Wetzlar (18. Mai/H), FTC Palmengarten II (1. Juni/A), TEVC Kronberg (11. Juni/A), BASF TC Ludwigshafen (29. Juni/H). (Foto: Nici Merz)

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