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Trainer Amir Mustafic kritisiert die Darbietung seines FV Bad Vilbel beim 1:2 gegen Rot-Weiß Hadamar als "leidenschaftslos". (Foto: Jaux)

Hessenliga

FV Bad Vilbel: Ohne Leidenschaft gegen Rot-Weiß Hadamar

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Erneut rutscht der FV Bad Vilbel in der Fußball-Hessenliga in den Abstiegskampf ab. Der Grund: eine 1:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Hadamar - und eine schwache Vorstellung.

Der FV Bad Vilbel muss sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga strecken. Nach dem 1:2 gegen Rot-Weiß Hadamar kritisiert Trainer Amir Mustafic das leidenschaftslose Spiel. Dafür konnte Gästetrainer Torsten Kierdorf verkünden: "Wir haben das erste Saisonziel mit jetzt 40 Punkten und dem Klassenerhalt erreicht."

Hessenliga: FV Bad Vilbel mit Glück, dass der Rückstand zur Pause nicht höher war

Hadamar war auf dem holprigen Platz nicht nur läuferisch und in den Zweikämpfen präsenter, sondern kam auch technisch besser mit den Verhältnissen klar. Während den Bad Vilbelern immer wieder der Ball versprang, zeigten die Gäste einige flotte Angriffe und ein sehr engagiertes Pressing. Das Führungstor für Hadamar fiel nach einer Ecke von Jerome Zey, dessen scharf nach innen getretene Flanke Innenverteidiger Mirko Dinter mit einem wuchtige Kopfball veredelte (15.). Zwei Minuten später kam Jann Bangert nach einem schnellen Angriff über die linke Seite zum Abschluss, aber Bad Vilbels Schlussmann Sadra Sememy bekam gerade noch den Arm hochgerissen und lenkte den Ball über die Latte. Und auch vor dem 0:2 war Sememy noch dran, konnten den scharfen Linksschuss von Bangert aber nur nach vorne abwehren, wo der mitgelaufene Jonas Herding nur noch den Fuß hinhalten musste (39.). "Wir hatten Chancen, um 3:0 oder 4:0 zu führen. Es hätten also deutlich ruhigere 90 Minuten für uns werden können", befand Kierdorf, der seinem Team deshalb in der Pause noch einmal Beine machte: "Ich habe gesagt, dass sie weiter Gas geben müssen, denn wir haben in den letzten Wochen erlebt, was alles passieren kann."

Bad Vilbel kam auch nach der Pause nur schwer ins Spiel. "Ein bisschen mehr Moral war da, aber letztlich haben wir verdient verloren", meinte FV-Trainer Amir Mustafic, der allerdings den vergebenen Chancen von Alexander Bauscher nachtrauerte. Der hatte zunächst frei vor Gästekeeper Christopher Strauch den Abschluss verweigert und war mit dem Versuch gescheitert, den in der Nähe stehenden Nuh Ulsu zu bedienen (67.); und Bauscher hatte mit einem Heber mit der Fußspitze zwar Strauch überwunden, nicht aber den umsichtigen Dimter, der den Ball auf dem Weg zum Tor noch ablief (72.).

Hessenliga: Auch nach dem Anschluss wird es nicht mehr richtig gefährlich vor dem Tor

Der Anschlusstreffer fiel dann doch noch, weil ein Freistoß von Kristijan Bejic von der Mauer abgefälscht wurde und der Ball unhaltbar im langen Eck landete (80.). Anschließend ließ Hadamar durch Böttler und Zouaoui noch eine Doppelchance liegen (84.) und so mussten die Gäste noch etwas zittern. Richtig gefährlich aber wurde es vor ihrem Tor nicht mehr.

"Die Mannschaft kann jetzt schon stolz darauf sein, was sie erreicht hat. Jetzt wollen wir weiter durchziehen und sehen, dass wir am Ende irgendwo zwischen Platz fünf und sieben landen – das wäre für Rot-Weiß Hadamar eine große Leistung", sagte Kierdorf. Mustafic stehen deutlich weniger entspannte Wochen bevor. "So leidenschaftslos wie heute wird es sehr schwer", stellte er klar.

FV Bad Vilbel: Sememy – Huwa, Tilger, Geh – Emmel (59. Bejic), Bozina, Knauer (59. Pejic), Sabic – Bauser, Maksumic (74. Djordjevic), Nuh Uslu.

Rot-Weiß Hadamar: Strauch – Matthias Neugebauer (81. Schraut), Jindra, Dimter, Rücker – Zouaoui, Markus Neugebauer, Kröner, Zey (73. Noguchi) – Bangert (81. Böttler), Herdering.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 Dimter (15.), 0:2 Herdering (39.), 1:2 Bejic (80.). – Schiedsrichter: Rühl (Wettenberg). – Zuschauer: 130.

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