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FV Bad Vilbel gewinnt das Derby gegen Klein-Karben

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Über das 2:0 freuen sich die Bad Vilbeler (v.l.) Sebastian Weigand, Torschütze Patrick Albert, Jonathan Tesfaldet und Thorben Knauer.
Über das 2:0 freuen sich die Bad Vilbeler (v.l.) Sebastian Weigand, Torschütze Patrick Albert, Jonathan Tesfaldet und Thorben Knauer. © Nici Merz

Der FV Bad Vilbel hat in der Fußball-Verbandsliga Süd nach Treffern von Nuh Uslu und Patrick Albert das Derby gegen den KSV Klein-Karben mit 2:0 (0:0) gewonnen.

Über die Frage, wer beim ewig jungen Wetterauer Süd-Gipfeltreffen zwischen den heimischen Verbandsligisten FV Bad Vilbel und KSV Klein-Karben diesmal der Favorit sein würde, herrschte unter den Kennern der Szene vorab Einigkeit. FV-Coach Amir Mustafic und sein Team genossen gestern Nachmittag Heimrecht, hatten schon beim glatten 3:0-Vorrundensieg gegen den lokalen Dauerrivalen nichts anbrennen lassen und konnten als aktueller Rangfünfter dem Derby in aller Ruhe entgegenblicken. Dagegen stand die Klein-Karbener Elf unter der Regie von Güngörmez-Nachfolger Sven Kunisch angesichts der prekären Tabellenlage (Rang 17) gehörig unter Druck, wobei auch auf Grund der qualitativen Personalunterschiede die Aussicht auf Zählbares von vorneherein als recht gering eingestuft werden musste. Die Wahrheit lag – wie immer – auf dem Platz. Und die Realität bestätigte die Situation im Gesamtklassement denn auch in vollem Umfang, denn die gastgebenden Brunnenstädter behielten erwartungsgemäß mit 2:0 (0:0) die Oberhand.

»Der Bad Vilbeler Sieg geht in Ordnung«, bilanzierte KSV-Spielertrainer Sven Kunisch, und sein Kollege auf Seiten der Grün-Weißen, Amir Mustafic, ergänzte, weshalb die um den Klassenerhalt kämpfende KSV-Truppe vor der enttäuschenden Kulisse von allenfalls 220 Zuschauern leer ausging: »Klein-Karben hat in der Offensive nicht viel geboten. Dort waren wir besser aufgestellt«. Dass man gewiss schon bessere Derbys gesehen hatte, bestätigten beide Übungsleiter ohne Zögern.

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Insbesondere die ersten 45 Minuten unterlagen einer gewissen Ereignislosigkeit, denn sowohl FV-Keeper Robert Cue als auch KSV-Torwart Yannick Rühl brauchten ihr Können so gut wie gar nicht unter Beweis zu stellen.

Aufregung gab’s zunächst lediglich in zwei Fällen: Nach 30 Minuten ging Bad Vilbels Innenverteidiger Steven Cue gegen Klein-Karbens Mittelfeldregisseur Igor Rozic an der Strafraumgrenze recht resolut zur Sache – der Pfiff von Referee Volker Höpp (Ranstadt) blieb sehr zum Ärger der Gäste-Fans jedoch aus. Die erste konstruktive Offensiv-Aktion der Platzherren ließ bis zur 43. Minute auf sich warten, als Benedikt Grzybs Kopfball, ermöglicht durch Nuh Uslus Linksflanke, knapp über Rühls Kasten strich. Das Fazit der ersten Hälfte: Unterschiede waren keine zu erkennen, man neutralisierte sich quasi schon im Mittelfeld und machte hinten die Räume eng.

Dass Bad Vilbel dennoch den Platz als Sieger würde verlassen können, zeichnete sich gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ab: Erst (53.) traf Kapitän Nuh Uslu nach Wenzels Eckball aus kurzer Distanz ins Schwarze, dann – nur vier Minuten später – erhöhte Patrick Albert mittels 16-Meter-Flachschuss ins lange Eck gar auf 2:0. Die Vorentscheidung, denn Klein-Karben wusste in der noch verbleibenden Spielzeit die FV-Abwehr eigentlich nur einmal ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Kerem Kayas Versuch aus acht Metern drehte Robert Cue in der Schlussminute um den Pfosten. Vorher, nach 78 Minuten, wäre Bad Vilbel um ein Haar Treffer Nummer drei geglückt, doch Jonatan Tesfaldets fulminanter 20-Meter-Hammer landete nicht im KSV-Netz, sondern am Querbalken.

FV Bad Vilbel: Robert Cue – Grzyb, Weigand, Steven Cue, Geh – Tesfaldet (87. Luca Calla), Budic – Wenzel (78. Widmaier), Albert, Knauer (63. Strinavic) – Nuh Uslu.

KSV Klein-Karben: Rühl – Bayin, Kunisch, Szoerny, Faulstich – Kaya, Nowak – Gramowski (67. Katilimis), Sachs, Rozic – Salih Yasaroglu (83. Kuzpinari).

Steno: Tore: 1:0 (53.) Nuh Uslu, 2:0 (57.) Albert. – Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt). – Zuschauer: 220. Uwe Born

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