Tennis / Regionalliga

TC Bad Vilbel auf Endrunden-Kurs

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Das Final Four um die Deutsche Tennis-Meisterschaften winkt; und zwar gleich zwei Mannschaften des TC Bad Vilbel. Den Herren 40 und den Herren 50.

Die Herren 50 – der Titelverteidiger – liefern sich in der Regionalliga Südwest ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem ebenfalls noch ungeschlagen TC Degerloch, auf dessen Anlage die Brunnenstädter am 23 Juni gastieren werden. Die Herren 40 steuern nach dem vierten Sieg im vierten Spiel auf ein wahres "Endspiel" am 30. Juni mit dem allerdings wohl übermächtigen TC Blau-Weiß Bohlsbach hin.

Für Furore sogen eine Klasse tiefer, in der Südwest-Liga, die Damen 50 des TCBV. Der Aufsteiger blieb auch im dritten Spiel ungeschlagen, wobei die beiden unmittelbaren Verfolger im Klassement nun schon geschlagen werden konnten, so dass ein Durchmarsch in die Regionalliga ins Auge gefasst werden kann.

Die Regionalliga-Damen 40 des TCBV waren am Wochenende spielfrei.

Herren 40, TC Bad Vilbel – TC Oberwerth Koblenz 8:1: Eine klare Sache. Der Gast war ohne Ausländer in der Brunnenstadt angetreten. Bad Vilbel hatte leichtes Spiel gab in den Einzeln nicht einen einzigen Satz ab und gestattete keinem Gäste-Akteur mehr als sieben Spiele in einem Match. Die Doppel wurden nicht ausgespielt und statistisch mit 2:1-Matchpunkten für die Gastgeber gewertet.

Im Team des TCBV ist sind Neuzugang Marco Ockernahl (aus gesundheitlichen Gründen diesmal nicht eingesetzt), Jiri Prutyszyn und Christopher Rummel in den Einzeln noch ungeschlagen. "Wir sind die beste ausschließlich mit deutschen Spielern besetzte Mannschaft", sagt Oliver Kesper. Vom Final Four mag er allerdings nicht reden. "Bohlsbach ist mit Spielern wie Alexander Waske und Jiri Novak klarer Favorit. Das ist einfach eine andere Hausnummer. Das haben wir schon im Vorjahr gesehen. Da müssten wir schon den einen oder anderen Spieler extra anreisen lassen, um auf Augenhöhe spielen zu können. Aber so oder so: Auf dieses Heimspiel freuen wir uns schon jetzt."

Steno, Einzel: Marcello Craca – Lars Wellmann 6:0, 6:0; Oliver Kesper – Roman Garzorz 6:3, 6:4; Alexander Scheidt – Matthew Feeney 7:5, 6:1; Jiri Prutyszyn – Sven Hüttner 6:2, 6:3; Dorin Grigoras – Tomas Neverauskas 6:2, 6:2; Christopher Rummel – Timo Menniken 6:3, 6:0.

Herren 50, SC Safo Frankfurt – TC Bad Vilbel 2:7: Das war deutlich. Wie erwartet. An den Positionen eins bis fünf ließen die Gäste – unter anderem mit den langjährigen ATP-Tour-Spielern Henrik Holm und Bernd Karbacher angetreten – im Derby nur 16 Spiele des SC SaFo zu. Eine Drei-Satz-Niederlage kassierte Andreas Binder an Position sechs. Nach zwei souveränen Doppel-Erfolgen wurde aus dritte Match vorzeitig zugunsten des Gastgebers abgebrochen. Obwohl Bad Vilbel - und das ist in der Tat ungewöhnlich - einmal nicht die Tabelle anführen: "Ich bin überzeugt, dass wir auch im Spiel beim TC Degerloch nichts anbrennen lassen werden", sagt Mannschaftsführer Andreas Binder mit Blick auf den Showdown um Rang eins und das Ticket zum Final Four.

Steno, Einzel: Dirk Freund – Henrik Holm 3:6, 1:6; Christoph Hemmerich – Damir Buljevic 3:6, 3:6; Mario Schmidt – Michael Kocher 3:6, 0:6; Yves Preis – Mauro Elia 0:6, 3:6; Michael Mewes – Bernd Karbacher 0:6, 0:6; Ralf Haubold – Andreas Binder 5:7, 6:1, 10:6. – Doppel: Freund/Preis – Holm/Buljevic 2:6, 1:6; Hemmerich/Schmidt – Elia/Karbacher 1:6, 3:6; Mewes/Haubold – Kocher/Binder (2:3, Aufgabe Bad Vibel).

Damen 50, Südwestliga, TC Bad Vilbel - TC Rot-Weiß Kaiserslautern 5:4: Respekt! Der Aufsteiger aus dem Süden der Wetterau kann vom Durchmarsch träumen. Nach Landau konnte auch Kaiserslautern, der zweite unmittelbare Verfolger bezwungen werden. Entscheidend: die Besetzung an den vorderen Positionen. Neuzugang Gabrielle Precup, Ulrike Lochner und Christine Wagner sind nach jeweils drei Einzeln noch ungeschlagen. Da obendrein Gabriele Willenbring im Einzel punkten konnte, fehlte letztlich nur ein Zähler im Doppel. Und diesen holte das Duo Precup/Wagner sehr souverän.

Steno, Einzel: Gabriella Precup – Anke Knoll 6:0, 6:0; Ulrike Lochner – Caroline Neuheuser-Wolf 6:0. 6:3, Christine Wagner – Andrea Buth 4:6, 6:1, 10:6; Gabriele Willenbring – Stefi Schreiber 7:6, 6:2; Antje Langenbarthels – Kerstin Ank-Schmidt6:7, 0:6; Anke Leder – Grazyna Karol 1:6, 0:6. – Doppel: Precup/Wagner – Knoll/Karol 6:1, 6:2; Lochner/Leder – Neuheuser-Wolf/Ank-Schmidt 3:6, 6:4, 6:10 sowie Willenbring/Langenbarthels – Buth/Schreiber 5:7, 7:5, 5:10. (Foto: Nici Merz)

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