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Georgia Brescia feiert bei ihrem Saisondebüt einen Zwei-Satz-Erfolg an Position drei.

Tennis-Bundesliga

TC Bad Vilbel: Dramatik im Titelkampf

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Dramatik pur im Kampf um die deutsche Meisterschaft der Tennis-Damen. Dem TC Bad Vilbel geht im Endspurt das Personal aus. Am Sonntag wird der Titel vergeben.

(mn). Dramatik im Titelkampf der Tennis-Bundesliga der Damen: Der TC Bad Vilbel hatte am Freitag bereits eine Hand an der Trophäe, unterlag Blau-Weiß Aachen vor mehr als 600 Zuschauern auf der Anlage an der Huizener Straße am Ende aber mit noch 4:5. Der Aufsteiger aus der Wetterau geht mit einem Vorsprung von zwei Zählern und zehn Matchpunkten auf den Tabellenzweiten Karlsruhe-Rüppurr in das abschließende Spiel am Sonntag (11 Uhr) bei Blau-Weiß Dresden-Blasewitz, das im Abstiegskampf gestern unter anderem mit Andrea Petkovic und Kristyna Pliskova Bestbesetzung aufgeboten und den Brunnenstädtern durch ein 8:1-Erfolg gegen den TC Bredeney Schützenhilfe geleistet hatte. "Schade, dass wir diese Vorlage nicht nutzen konnten. Aber das ist eben Sport. Das passiert. Wir hatten diesmal nicht das Quäntchen Glück, das wir im bisherigen Saisonverlauf hatten", sagt Dirk Hinkel, der Vorsitzende.

Kurios: Aus dem vermeintlich breiten 16er-Kader hatte Bad Vilbel gerade einmal sechs Spielerinnen aufbieten können und musste angesichts der Handgelenkverletzung von Bibiane Schoofs, die überhaupt erst kurzfristig eingesprungen war, ein Doppel kampflos abgeben. Bad Vilbel war in dieser Woche von den individuellen und gut bezahlten Erfolgen seiner Spielerinnen bei der WTA- und ITF-Tour überrascht worden, so dass Marcello Craca als Mannschaftsführer gehörig ins Schwitzen gekommen war, um überhaupt sechs Spielerinnen aufbieten zu können. Insbesondere die Halbfinal-Teilnahme von Kirstin Filpkens und Johanna Larsson bei den French Open hatte niemand auf der Rechnung. Nach der Freitag-Niederlage in Paris könnte dieses Duo für Sonntag aber eine Option sein.

Das dritte und letzte Heimspiel betritt Bad Vilbel quasi mit der zweiten Garnitur. Hinter Schoofs, die ihr Einzel verlor, debütierte beispielsweise Alexandra Cadantu - die Nummer zehn (!) im TCBV-Kader - auf Position zwei.

Mit einer 2:1-Führung ging Bad Vilbel aus der ersten Einzelrunde hervor. Jule Niemeier (in zwei Sätzen) und Natale Dzalamidza, eine Doppel-Spezialistin, (im Champions-Tiebreak) legten vor, und auch Cadantu hatte sich famos zurückgekämpft, wurde im dritten Durchgang aber deklassiert.

In der zweiten Runde hatten Georgia Brescia und Julia Terziyska jeweils den ersten Satz klar gewonnen, Schoofs führte mit 5:1, als sich die Überraschung in Dresden abgezeichnet hatte. Bad Vilbel hatte nun den Titel vor Augen - doch das Momentum kippte. Schoofs (in zwei Durchgängen) und Terziyska (im Champions-Tiebreak) gaben ihre Spiele zum 3:3 ab. Bredeney lag nun mit 0:6 zurück, Bad Vilbel hatte die Trümpfe in der Hand hatte, ehe Schoofs aufgeben musste. Nach der Niederlage von Niemeier/Terziyska war die Partie entschieden, allerdings könnte der vierte Punkte, den Cadantu/Dzalamidze einspielten (die letzten Ballwechsel wurden aufgrund eines Platzregens in der Halle ausgespielt) noch Gold wert sein könnte. Bei Punktgleichheit entscheiden die Matchpunkte über die Platzierung.

Schoofs - Bonaventure 5:7, 2:6; Cadantu - Grammatikopoulou 3:6, 7:6, 3:10; Brescia - Lemoine 6:2, 7:6; Niemeyer - Benoit 6:3, 6:3; Terziyska - Boeykens 6:1, 5:7, 6:10; Dzalamidze - Wacanno 3:6, 6:3, 10:7. - Cadantu/Dzalamidze - Grammatikopoulou 3:6, 6:2, 10:6; Niemeyer/Terziyska - Lemoine/Wacanno 2:6, 3:6.

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