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FV Bad Vilbel beendet Negativserie – 3:1 gegen Darmstadt 98

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Mag sein, dass gestern Nachmittag der Kassierer des FV Bad Vilbel angesichts der Minuskulisse von lediglich rund 60 Zuschauern, davon 37 »Zahlende«, ein wenig grimmig dreinschaute. Das störte die Verbandsliga-Kicker nicht, denn die Mannen von Amir Mustafic gewannen mit 3:1 gegen den SV Darmstadt 98 II.

Die Spieler der Brunnenstädter brauchten kein Trübsal zu blasen: Nach einer langen Durststrecke von acht Spielen ohne Sieg fand die Elf von FV-Spielertrainer Amir Mustafic nämlich auf die Erfolgsspur zurück, landete beim 3:1 (0:1)-Erfolg über den SV Darmstadt 98 II ihren zweiten Saisonsieg und hat dadurch wieder die Möglichkeit, mit weiteren Vorstellungen ähnlicher Art alsbald aus dem Tabellenkeller ins sichere Tabellenmittelfeld zu klettern.

»Ich wusste, dass die Darmstädter dazu neigen, stark zu beginnen, aber mit zunehmender Spieldauer an Format verlieren. Das haben wir ausgenutzt«, bilanzierte Amir Mustafic, der erneut im zentralen, defensiven Mittelfeld seinen Mann stand.

Gegenüber der 0:6-Pleite in Usingen hatten die gastgebenden Grün-Weißen ihre Startelf auf mehreren Positionen verändert: Thorben Knauer, Alexander Bauscher und Patrick Albert begannen im offensiven Mittelfeld, Lukas Knell als einzige Sturmspitze.

Leidtragende waren Benjamin Sejdovic, David Sembene, Haben Tesfamicael und Torjäger Fatih Uslu, der erst ab der zweiten Hälfte zum Einsatz kam, dann jedoch seine Gefährlichkeit mit dem so wichtigen Volltreffer zur Bad Vilbeler 2:1-Führung auch nachhaltig zu demonstrieren verstand.

Vorher allerdings, und zwar in Halbzeit eins nahezu durchgehend, bestimmten die Südhessen mit vielen Ballkontakten, die freilich nicht immer in Richtung Bad Vilbeler Strafraum tendierten, eindeutig den Gang der Dinge und durften schon in der fünften Minute den Führungstreffer bejubeln: Mladenovic hatte aus 25 Metern flach abgezogen und den linken Pfosten getroffen, während Hübner den zurückspringenden Ball mühelos zur Darmstädter Führung verwandelte. Nur eine Minute später wäre Bad Vilbels Lukas Knell beinahe der Ausgleich gelungen, doch sein Schuss landete – von Gäste-Torwart Martini noch leicht touchiert – am Querbalken. Als weiteres Highlight der ersten Hälfte registrierte man lediglich noch Robert Cues Rettungstat in der zwölften Minute, als der FV-Keeper Albayraks Lupfer sicher herunter zu pflücken verstand. Allgemeiner Tenor zur Pause: Eine eher langweilige Partie, die der FV wohl nur durch früheres Stören drehen könne.

Gesagt, getan: Mustafic brachte mit Fatih Uslu die zweite Sturmspitze, und fortan lief es für die Brunnenstädter besser. Keine zwei Minuten waren gespielt, als sich Alexander Bauscher über links energisch durchsetzte und von der Grundlinie flankte. Nuh Uslu lauerte am langen Pfosten, zog aus sieben Metern ab – das 1:1 war perfekt. Und es kam noch besser für die Platzherren: Nachdem Robert Cue nur eine Minute nach dem Ausgleich mit einer Blitzreaktion Hübners Kopfball aus kurzer Distanz entschärft hatte, führte auf der Gegenseite die nächste durchdachte FV-Aktion zum 2:1: Mustafics Steilvorlage wuchtete Patrick Albert in Richtung SVD-Kasten, Martini parierte, doch Fatih Uslu stand goldrichtig und wuchtete das Leder mit seinem zwölften Saisontreffer ins Netz.

Gespielt waren gerade mal 55 Minuten. Wer dachte, Darmstadt würde in der noch verbleibenden Spielzeit zur General-Offensive blasen, der irrte, zumal es der FV-Abwehr mit relativ einfachen Mitteln gelang, den Angriffs-Bemühungen der »kleinen Lilien« Einhalt zu gebieten.

Sechs Minuten vor dem Abpfiff stellte der heimische Verbandsligist die Weichen endgültig auf Sieg: Von Nuh Uslu bestens ins Szene gesetzt, schüttelte Patrick Albert seinen Darmstädter Bewacher Marcel Büttner ab und markierte per Fachschuss ins lange Eck den 3:1-Endstand.

FV Bad Vilbel: Robert Cue – Huwa (69. Alempic), Ben Neticha, Steven Cue, Pröckl – Maustafic, Nuh Uslu – Knauer (46. Fatih Uslu), Albert, Bauscher (89. Benjamin Sejdovic) – Knell.

SV Darmstadt 98 II: Martini – Sharaf, Santner, Salinas, Büttner – Mladenovic (46. Bancheri), Werner, Hübner, Bilgin – Özdemir (65. Reimer), Albayrak (46. Krolo).

Tore: 0:1 (5.) Hübner, 1:1 (47.) Nuh Uslu, 2:1 (55.) Fatih Uslu, 3:1 (84.) Albert.

Schiedsrichter: Simon Müller (Sinntal). – Zuschauer: 60. Uwe Born

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