Mit vierter Luft zum ersten Punkt

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(jsa). Im dritten Spiel binnen sieben Tagen ist dem TV 05/07 Hüttenberg das erste Erfolgserlebnis in der 2. Handball-Bundesliga gelungen. Ein hochintensives Duell gegen den HC Elbflorenz 2006 Dresden endete am Samstag mit einem 33:33 (15:16)-Unentschieden.

"Glückwunsch zum Punkt. Jetzt geht’s los!", sagte Dresdens Trainer Rico Göde zu seinem Hüttenberger Kollegen Frederick Griesbach. Das Offensivspektakel beider Mannschaften bewies, dass sich das junge TVH-Team entwickelt und bis zum Umfallen kämpft - auch wenn die Situation aussichtslos scheint.

Dass der TVH über den Kampf die fehlende Fan-Unterstützung - Zuschauer waren keine zugelassen - wettmachen wollte, zeigten die Mittelhessen von Beginn an mit einer aggressiven Abwehr. Merlin Fuß schnappte sich gleich ein Anspiel an den Kreis der Gäste und wuchtete den Ball vorne zum 2:1 in die Maschen (3.). Anschließend begann die Achterbahnfahrt, die dieses Spiel kennzeichnete. Eine Phase, in der allen voran die Achse Hendrik Schreiber/Vit Reichl sich mehrfach zeigte. Reichl, der wendige Zugang aus Prag, erwischte am Kreis die gegnerische Abwehr mehrfach auf dem falschen Fuß. Ein anderer Zugang, der Japaner Ryuga Fujita, tanzte im Tempogegenstoß den 2,07 m großen Kasal aus und brachte die Hausherren mit 6:5 in Führung. Mit einem 5:1-Lauf drehten die Gäste das Ergebnis und zwangen wiederum Griesbach zur Auszeit. Gleichzeitig wechselte er auf der Torhüterposition Dominik Plaue für Routinier Nikolai Weber ein, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag feierte. Mit einem 15:16 ging es in die Pause.

Spannend blieb es auch nach dem Wechsel. Nach dem 23:24-Anschluss durch Fuß setzte sich Dresden mit drei Toren ab (23:26, 47.) - und es kamen Sorgen auf nach den Schwächephasen auf Hüttenberger Seite in den vergangenen Spielen und auch mit Blick auf den Kräfteverschleiß im Spiel in Gummersbach am Mittwoch, während der HC unter der Woche frei hatte. Doch der TVH knickte nicht ein, Reichl verkürzte auf 29:31 (53.). Die Hüttenberger bekamen förmlich ihre vierte Luft im dritten Spiel innerhalb einer Woche. In doppelter Überzahl gelang der offensiven Abwehr der Gastgeber erneut der Ballgewinn, den Rompf zum 33:33 ins leere Tor verwandelte.

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