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Kein Durchkommen: Griedels Marvin Grieb (M.) wird von den Wiesbadenern Tim Hieronimus (l.) und Lorenz Engel in die Zange genommen.

Handball

Vierte Heimpleite in Serie für den TSV Griedel

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Der TSV Griedel lässt beim 30:35 gegen Wiesbaden die nötige Abwehrarbeit vermissen und muss die vierte Heimniederlage in Serie in der Landesliga hinnehmen.

(kun). Der TSV Griedel bleibt in der Handball-Landesliga Mitte vor eigenem Publikum weiterhin punktlos. Die 30:35 (15:18)-Niederlage gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden am siebten Spieltag war für das Team von Trainer Dirk Schwellnus bereits die vierte Heimpleite in Serie. Nach dem guten Saisonstart mit 4:2 Punkten aus den ersten drei Partien blieben die Butzbacher Vorstädter in den vergangenen vier Spielen gänzlich ohne Zählbares und rutschten damit auf den elften Tabellenplatz ab.

"Die Mannschaft schafft es momentan nicht, die Vorgaben des Trainerteams umzusetzen. Jeder Spieler kämpft zwar auf seiner Position, die nötige Zusammenarbeit in der Abwehr fehlt aber völlig. Diese ist jedoch ein wichtiger Grundstein für den Erfolg im Mannschaftssport. Auch im Angriff schließen die Jungs viel zu oft überhastet ab und lassen das Zusammenspiel vermissen. Gegen eine technische starke Mannschaft wie Wiesbaden hat man damit nicht den Hauch einer Chance", war Griedels Teammanager Jürgen Weiß nach dem schwachen Auftritt seiner Mannschaft ernüchtert. "Das Trainerteam hat die Spieler im Vorfeld eingehend auf den Gegner vorbereitet. Leider wurden diese Vorgaben lediglich in den Anfangsminuten umgesetzt", haderte Weiß.

Vor 150 Zuschauern in der Butzbacher Sporthalle brachte Sandro Krüger die Hausherren beim 3:1 nach vier Minuten mit zwei Toren in Front. Mit dem Treffer zum 5:3 nach zehn Minuten hielt Timm Weiß das Polster aufrecht, ehe die Gäste, angeführt von Spielmacher Luis Garbo, in der Folge besser in die Partie fanden und mit einem 3:0-Lauf beim 6:5 in der elften Minute erstmals in Führung gingen. Beim 9:6 nach einer Viertelstunde hatte sich das Team von Gästecoach Alexander Müller mit drei Toren abgesetzt. Gegen die technisch versierten Besucher aus der Landeshauptstadt gerieten die Hausherren beim 8:14 in der 22. Minute gar mit sechs Toren in Rückstand, ehe Marvin Grieb mit dem Treffer zum 15:18 den Schlusspunkt in der ersten Spielhälfte setzte.

Mit einem verwandelten Siebenmeter verkürzte Sascha Siek unmittelbar nach dem Seitenwechsel auf 16:18. Die Wiesbadener Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Pascal Henkelmann erhöhte mit einem Doppelschlag auf 20:16 für die HSG, die ihren Vorsprung beim 26:21 in der 43. Minute erneut auf fünf Tore ausgebaut hatte. Als die Griedeler eine Viertelstunde vor dem Ende zum 24:26 verkürzen konnten, keimte noch einmal Hoffnung im Lager der Hausherren auf. Die passende Antwort der Landeshauptstädter folgte jedoch erneut prompt: Beim 31:26 in der 54. Minute hatten die Gäste für die Entscheidung gesorgt. "In den Schlussminuten haben wir mit einer offenen Deckung noch einmal versucht zurück ins Spiel zu kommen, die Gäste haben aber nichts mehr anbrennen lassen. Nun wird es darauf ankommen, die Mannschaft im Hinblick auf die beiden schweren Auswärtsspiele in Langgöns und Holzheim mental auf’s Gleis zu stellen und die Jungs dazu zu bringen, wieder an einem Strang zu ziehen", richtet Weiß seinen Blick nach vorne.

TSV Griedel: Pajung, Roth, Krüger; Weiß (1), Marx, Sascha Siek (9/5), Grieb (3), Nils Siek (2), Kipp (2), Krüger (7), Jantos (6), Strasheim, Schepp, Krzeczek.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden: Gippert, Kunkel; Garbo (3), Henkelmann (8), Engel (6/3), Hironimus (3), Kirchmeier (9), Walter, Müller, Krist, Stadermann (6), Hermsen.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Deist/Traute (HSG Wildungen/Friedrichstein / Bergheim). - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: 10:12 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:4/3.

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