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Vierkampf um Platz drei in der A-Liga

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(kun/mw) Hochspannung herrscht vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A Friedberg im Kampf um die Relegationsplätze nach oben und unten, während es im Fernduell zwischen den Aufsteigern Kaichen und Dorn-Assenheim/Weckesheim um die Meisterschaft geht und daher beide Begegnungen zeitgleich angepfiffen werden.

In Sachen Aufstiegsrelegation hält der TuS Rockenberg im Vierkampf um Platz drei als aktueller Rangdritter die besten Karten in der Hand. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung der Heerdt-Schützlinge auf den ersten Verfolger aus Trais, mit dem man am Sonntag (15 Uhr) im direkten Duell am Traiser Wäldchen die Klingen kreuzt. Punktgleich mit Trais sind der SC Dortelweil II und die SG Wohnbach/Berstadt, die ebenfalls Chancen auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation haben (siehe Kasten unten).

Im Tabellenkeller kommt es zum Fernduell um den Abstiegs-Relegationsplatz zwischen dem SV Steinfurth II und dem SV Germania Schwalheim. Zwei Punkte liegen die Germanen hinter den Rosendörflern, der direkte Vergleich ist ausgeglichen. Somit entscheidet bei Punktgleichheit das Torverhältnis, bei dem beide Teams nahezu gleichauf sind.

Steffen Becker, der Trainer des Traiser FC, blickt mit folgenden Worten auf die Partie am Sonntag gegen Rockenberg, die eine stattliche Zuschauerkulisse am Wäldchen garantiert: »Leider konnten wir die Steilvorlage durch den Ostheimer Sieg gegen Dortelweil nicht nutzen und haben in unserer Partie gegen Steinfurth Nerven gezeigt. Der kurzfristige Ausfall von Patrice Krämer und der ein oder angeschlagene Spieler haben uns gegen einen starken Gegner, für den es im Abstiegskampf ebenfalls noch um alles geht, nicht unsere volle Qualität abrufen lassen. Somit geht das 3:3-Unentschieden am Ende in Ordnung. Nun steht uns gegen Rockenberg ein Saisonabschluss der besonderen Art bevor, bei dem alles passieren kann«, sagt Becker, der Rockenberg als »sehr kompakte Mannschaft« beschreibt. »Wir erwarten eine Partie auf Augenhöhe, bei der Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden können. Deshalb müssen wir individuelle Fehler tunlichst vermeiden. Egal, wie es ausgeht, wir können zufrieden sein und blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück«, erklärt der Traiser Übungsleiter, der gegen Rockenberg wieder auf die Dienste von Oliver Baier zurückgreifen kann.

»Spannender könnte der Kampf um die Aufstiegsrelegation nicht sein. Für alle Fußballfans in der nördlichen Wetterau ist der Sonntag ein Feiertag«, konstatiert TuS-Pressesprecher Bernd Sulzbach vor dem Aufstiegsknaller am Traiser Wäldchen. »Wir haben es selbst in der Hand, uns für eine tolle Saison zu belohnen, und müssen nicht auf die Konkurrenz schauen. Gegen Trais gibt es keinen Favoriten, es kann alles passieren. Die Dortelweiler haben uns durch die Niederlage gegen Ostheim vor Wochenfrist die Tür geöffnet, nun wollen wir mit einem Sieg in Trais hindurchgehen. Beide Mannschaften kennen sich gut, werden sich aber nichts schenken. Die Zuschauer erwartet ein hochemotionales Spiel«, ist Sulzbach überzeugt. Personell müssen die Gäste auf Marcel Mohr verzichten. Hinter dem Einsatz von Gerrit Miller steht noch ein Fragezeichen. Das Hinspiel entschieden die Rockenberger vor heimischem Publikum mit 1:0 für sich.

Fernduell im Tabellenkeller

Für die SG Wohnbach/Berstadt steht mit dem Gastspiel beim Absteiger aus Melbach derweil eine Pflichtaufgabe auf dem Programm. »Wir wollen die Saison mit einem Sieg im Derby gegen Melbach beenden und damit Platz fünf, der vor der Runde unser Ziel war, sichern. Alles weitere haben wir nicht in der Hand«, erklärt Wohnbachs Spielertrainer Sascha Zon, für den es das letzte Spiel als Trainer sein wird. Zon geht als Bereichsleiter Sport in den Vorstand des KSV Berstadt, Trainerkollege Ruben Pfister bleibt den Wohnbachern als Spieler erhalten. Das Traineramt wird derweil von Ex-Steinfurth-Coach Marco Walter bekleidet. Verzichten müssen die Gäste am Sonntag auf Maurice Klaus, Andrezej Paskuda und Yannik Klaus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Denis Lachmann und Tim Kolodziej.

Ihre vielversprechende Ausgangslage mussten die Fußballer des SC Dortelweil II am vergangenen Wochenende durch eine 1:2-Heimniederlage gegen den TSV Ostheim an den TuS Rockenberg abtreten. Nun müssen die Bad Vilbeler Vorstädter ihr letztes Saisonspiel gegen den FC Rendel am Sonntag gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe der Konkurrenten hoffen. »Die Ausgangslage ist äußerst bescheiden.

Die Rockenberger müssten ihre Partie verlieren. Daher schätze ich unsere Chancen auf die Aufstiegsrelegation sehr gering ein. Wir haben es am Sonntag mit der Heimniederlage gegen Ostheim vergeigt«, konstatiert SCD-Coach Hans Wrage, der beim Saisonfinale in Rendel neben Sebastian Bunzel und Philipp Stilp auch auf Cagdas Karagöz und Marvin Knuth verzichten muss, die sich beide mit muskulären Problemen plagen. Verliert Rockenberg und gewinnt Dortelweil II, ist das Wohnbach/Berstädter Ergebnis bedeutungslos – dann hat es Dortelweil geschafft.

Im Duell um die Meisterschaft geht der FC Kaichen mit dem Vorteil, den direkten Vergleich gegen Dorn-Assenheim/Weckesheim gewonnen zu haben. Bei Punktgleichheit mit der SG stehen die Niddataler demnach vorne, ein eigener Sieg reicht also definitiv.

Der Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz

(mw) Vier Mannschaften können den dritten Platz erreichen, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Bei Punktgleichheit zwischen zwei oder mehreren Vereinen wird eine Sondertabelle der direkten Vergleiche erstellt. Hier zählen die Punkte, in keinem Dreiervergleich hier gibt’s Punktgleichheit. Hier die Chancen der beteiligten Vereine:

Der TuS Rockenberg wird Dritter

- bei eigenem Sieg

- bei einem Remis, wenn Dortelweil II und Wohnbach/Berstadt nicht beide gemeinsam gewinnen

Der Traiser FC wird Dritter

- bei eigenem Sieg, wenn Dortelweil II nicht gewinnt

Der SC Dortelweil II wird Dritter

- bei eigenem Sieg und Rockenberger Niederlage gegen Trais

Wohnbach/Berstadt wird Dritter

- bei eigenem Sieg, wenn Trais gegen Rockenberg remis spielt und Dortelweil II gewinnt

Die direkten Vergleiche der vier beteiligten Vereine:

Rockenberg – Trais 1:0/-

Rockenberg – Dortelweil II 2:0/0:1

Rockenberg – Wohnbach/Berstadt 2:3/5:0

Trais – Dortelweil II 1:2/0:2

Trais – Wohnbach/Berstadt 3:0/2:2

Dortelweil II – Wohnbach/Berstadt 1:3/4:4

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