Vier Goldmedaillen aus Polen

  • schließen

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren in Torun/Polen haben Jutta Stopka, Lars Klingenberg und Bernd Lachmann von der LG ovag Friedberg-Fauerbach jeweils einen bzw. zwei Weltmeistertitel gewonnen. Pünktlich zum Saisonhöhepunkt zeigten sich die LG-Athleten dabei in herausragender Verfassung.

Bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren in Torun/Polen haben Jutta Stopka, Lars Klingenberg und Bernd Lachmann von der LG ovag Friedberg-Fauerbach jeweils einen bzw. zwei Weltmeistertitel gewonnen. Pünktlich zum Saisonhöhepunkt zeigten sich die LG-Athleten dabei in herausragender Verfassung.

Bernd Lachmann kann seiner beeindruckenden Medaillensammlung somit nun zwei weitere goldene hinzufügen. Er sicherte sich den Sieg über 200 Meter in der Altersklasse M 50 in 24,00 Sekunden. Vorangegangen waren sogar noch schnellere 23,94 Sekunden im Halbfinale – mit beiden Zeiten unterbot er seinen eigenen Hessenrekord über diese Strecke. Mit deutlichem Vorsprung holte sich Lachmann so den WM-Titel über 200 Meter. "Über diesen Titel bin ich total happy", sagt der LGler, "basiert er doch auf viel Training, extremer Fokussierung, unbedingtem Einsatzwillen und natürlich auch auf einem Umfeld, das mich hierbei sehr stark unterstützt hat." Weil im Vorfeld nicht absehbar war, auf welchen Strecken welche Topathleten an den Start gehen würden, hatte sich Lachmann auf alle drei Strecken (60, 200 und 400 Meter) vorbereitet. "Mit Einzelgold habe ich im Vorfeld nicht gerechnet, mir jedoch Hoffnungen auf eine Einzelmedaille gemacht." Als die WM dann lief, hatte Lachmann zunächst Gold über 400 Meter im Blick. Schließlich war er mit seinen 54,20 Sekunden im Halbfinale extrem stark unterwegs gewesen.

Doch im Finale legte er mit zu viel Ehrgeiz los, konnte der Konkurrenz nach 300 Metern nichts mehr entgegensetzen. Herauskam ein fünfter Platz in 55,33 Sekunden. Über die 60 Meter kam Lachmann ebenfalls ins Finale, steigerte sich auf 7,51 Sekunden und wurde Sechster. Goldmedaille Nummer zwei feierte Lachmann dann im Team. Die deutsche 4x-200-Meter-Staffel mit Lachmann und Klingenberg legte 1:37,76 Minuten hin und wurde Weltmeister. Im Einzel stand Klingenberg im 60-Meter-Halbfinale (7,65 Sekunden). Die 200-Meter-Hallenrunde finishte er im Halbfinale in starken 24,91 Sekunden, was den Finaleinzug bedeutete. Hier kam der LG-Athlet dann in 26,48 Sekunden auf Rang fünf.

Ein riesiger Erfolg war die Hallen-WM auch für Jutta Stopka. Sie feierte den Weltmeistertitel mit der deutschen Frauenstaffel über 4x 200 Meter in der Altersklasse W 55. Als Schlussläuferin ließ Stopka die WM-Dritte über 200 Meter nicht mehr vorbei – in 1:46,53 Minuten war Deutschland das schnellste Team. Für Stopka auch deshalb eine ganz besondere Goldmedaille, weil sie vor exakt 20 Jahren mit der deutschen Staffel ihren ersten WM-Titel gefeiert hatte. Mit ihren Einzelleistungen konnte die Kreisstädterin aber auch mehr als zufrieden sein: Über 60 Meter steigerte sich Stopka nach dem Vorlauf im Finale noch einmal auf 8,64 Sekunden und kam als Fünfte und damit als Beste der drei deutschen Starterinnen im Finale ins Ziel. Über 200 Meter qualifizierte sie sich nach 28,61 Sekunden im Vorlauf ebenfalls für das Finale. Hier bedeutete 28,87 Sekunden Rang sechs. "Ich hatte etwas Pech mit der zugelosten Bahn eins und der späten Startzeit um 21.30 Uhr – da bin ich hier sonst immer ins Bett gegangen", sagte Stopka lachend. Dennoch war sie sehr stolz und glücklich über ihren WM-Auftritt.

Neue Bestzeiten für Gunnar Habl

Das galt auch für Gunnar Habl. Der deutsche Seniorenmeister über 400 Meter startete in Torun über 60 Meter Hürden, 200 Meter und in der Nationalstaffel. Über die Hürdenstrecke qualifizierte er sich für das Finale. Das alleine ist bei den teilweise riesigen Teilnehmerfeldern schon ein Erfolg für die LG-Sportler. Hier steigerte sich Habl dann noch einmal auf 8,97 Sekunden und stellte damit seine Saisonbestzeit ein. Am Ende wurde es Rang sechs. Über 200 Meter finishte Hessens Seniorensportler des Jahres 2018 im Vorlauf in 23,54 Sekunden – seine bisher schnellste Zeit in dieser Hallensaison. Im Halbfinale war dann nach 23,77 Sekunden Endstation. Mit der deutschen Staffel lief es für die Altersklasse M 40 nicht ganz so gut wie bei den etwas älteren Teamkollegen. Habl wurde mit dem Quartett Fünfter in 1:41,45 Minuten.

Teamkollege Jörg Czekalla komplettierte das Feld aus der Kreisstadt in Polen. Er ging in der M 55 über 200 Meter an den Start, lief seinen Vorlauf in 28,47 Sekunden ins Ziel. Darüber hinaus vertrat Czekalla die Nationalfarben noch im Weitsprung, stellte hier mit 5,15 Metern eine neue Saisonbestmarke auf und landete am Ende auf Platz sieben.

Fazit: Ein überaus erfolgreicher Auftritt der Senioren der LG ovag Friedberg-Fauerbach bei den Hallenweltmeisterschaften, wo die Wetterauer vier der insgesamt 100 Goldmedaillen für Deutschland mit nach Hause ans Friedberger Burgfeld brachten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare