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Zu viele Strafzeiten für den EC Bad Nauheim

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Torschuss im Fallen von Dominik Lascheit (EC Bad Nauheim) bei der 3:5-Auswärtsniederlage gegen die Heilbronner Falken.	(Foto: bf)
Torschuss im Fallen von Dominik Lascheit (EC Bad Nauheim) bei der 3:5-Auswärtsniederlage gegen die Heilbronner Falken. (Foto: bf) © Red

(hs) »Hurra, hurra, die Nauheimer sind da!« Etwa 250 Fans unterstützten die Roten Teufel am Mittwochabend bei der DEL2-Partie in Heilbronn von Beginn an lautstark. Am Ende half der tolle Support der Gäste-Anhängerschar nicht. Beim Tabellenschlusslicht unterlag der EC Bad Nauheim mit 3:5 (0:1, 2:1, 1:3).

Zu viele Strafzeiten im Schlussabschnitt brachten die Kurstädter auf die Verliererstraße. Die sind nun zum ersten Mal unter den Strich der Pre-Playoffs gefallen. Nach 31 Spielen stehen sie mit 38 Punkten auf dem elften Rang.

Beide Topscorer fehlten: EC-Trainer Petri Kujala verzichtete etwas überraschend auf Juuso Rajala, der als überzähliger Kontingentspieler weichen musste. Bei den Käthchenstädtern saß der gesperrte Rylan Schwartz, der sich am zweiten Weihnachtsfeiertag in Dresden bereits die dritte Spieldauerdisziplinarstrafe eingehandelt hatte, auf der Tribüne der Kolbenschmidt-Arena. Für den Deutsch-Kanadier rückte der zuletzt aussortierte 1,93-Meter-Koloss Thomas Gödtel zurück ins Team.

Dreimal wanderten die Gäste im ersten Drittel auf die Strafbank, und gleich die erste Powerplay-Situation führte zum 1:0 (6.). Ein verdeckter Schuss von Tyler Gron schlug hinter Mikko Rämö im Kasten ein. Anschließend sorgten sowohl der finnische Keeper auf Bad Nauheimer Seite als auch der nachverpflichtete Kanadier Andrew Hare im Falken-Tor dafür, dass es mit dem knappen Resultat in die Kabinen ging.

Furios starteten die Wetterauer in Durchgang zwei: Dominik Meisinger (22.) und Kapitän Nick Dineen (24.) verpassten den Ausgleich. Bad Nauheim übernahm die Initiative – und verwertete die erste Überzahl durch den Schweden Joel Johansson zum verdienten 1:1 (29.). Aber der nächste Nackenschlag folgte: Thomas Gödtel chipte den Puck hinter dem Tor Richtung Rämö, von dessen Rücken die Scheibe ins Netz rutschte (32.). Der EC fightete zurück. Jonathan Harty kassierte die zweite Heilbronner Strafe, und Andreas Pauli traf zehn Sekunden vor der Sirene zum umjubelten 2:2.

Nur nicht den ersten Fehler machen. Im letzten Abschnitt lauerten beide Teams auf die Gelegenheit zum eminent wichtigen Führungstreffer. Als Marcus Götz auf das Sünderbänkchen geschickt wurde, nutzte Justin Kirsch dieses Powerplay zum 3:2 (52.). Kurz darauf musste Daniel Ketter in die Kühlbox, und Jordan Heywood traf vorentscheidend zum 4:2 (53). Und als Andreas Pauli die dritte Strafzeit kassierte, machte Jonathan Harty (54.) alles klar. Joel Johanssons Tor (55.) zum 3:5-Endstand blieb lediglich Ergebniskosmetik.

Heilbronner Falken: Hare – Harty, Martens, Heywood, Kurz, Forster, Vogl, Botzenhardt – Kirsch, Lavallee, Gron, Järveläinen, Helms, Kircher, Bär, Krüger, Gödtel, Stöber, Gelke, Eberhardt.

EC Bad Nauheim: Rämö – Gerstung, Kranjc, Johansson, Götz, Mannes, Ketter, Kohl – Pauli, Dineen, Frosch, Lascheit, Lange, Hofland, Krestan, Meisinger, Alanov, Pfänder, Pauker.

Steno: Tore: 1:0 (6.) Gron (Kirsch – 5-4), 1:1 (29.) Johansson (Krestan – 5-4), 2:1 (32.) Gödtel (Eberhardt), 2:2 (40.) Pauli (Johansson, Kranjc – 5-4), 3:2 (52.) Kirsch (Harty – 5-4), 4:2 (53.) Heywood, 5:2 (54.) Harty (Martens, Kron – 5:4), 5:3 (55.) Johansson (Kranjc, Dineen – 5-4). – Schiedsrichter: Daniel Ratz. – Strafminuten: Heilbronn 10, Bad Nauheim 20 . – Zuschauer: 1749.

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