Zu viele Dreier zugelassen

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(gae). Gutes Debüt vom neuen Guard Andrew Rowsey, ein Brandon Thomas in beachtlicher Frühform, aber ein Defenseverhalten der Gießen 46ers, das bei der 102:114-Niederlage im Test beim MBC in Weißenfels zu viele Dreier zulässt.

Gießens Trainer Ingo Freyer war mit dem Auftritt seiner Basketball-Bundesliga-Mannschaft vor 500 Zuschauern in der Weißenfelser Stadthalle nicht unzufrieden. Er weiß, dass er bis zum BBL-Auftakt am 7. November mit seinem Team noch eine Menge Arbeit hat. Es fehlte die Feinabstimmung in der Verteidigung und im Angriff. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nach rund drei Wochen Vorbereitung ganz normal. "Ganz oft hat der eine das gespielt, und der andere war noch mit den Gedanken bei der Aktion zuvor", spricht Freyer das aktuelle Problem an. Deutlich wurde das beim Verhindern der gegnerischen Dreipunktewürfe, die 19-mal ihr Ziel trafen - was letztlich den gravierendsten Unterschied ausmachte.

Natürlich waren die Augen auf den Einstand von Andrew Rowsey gerichtet. Er ist als Ersatz für den am Oberschenkel verletzten Jonathan Stark nachverpflichtet worden. Mit seinen 1,80 Meter ist er für einen Aufbauspieler eher klein, aber er zeigte ein großes Kämpferherz. Auffällig zudem, dass er nicht nur scoren kann, was seine 25 Punkte beweisen, sondern dass er auch ein gutes Auge für den Mitspieler hat.

Seinen guten Eindruck vom letztwöchigen Turnier in Hagen bestätigte Scottie James Junior. Der Powerforward legte mit 14 Punkten und zwölf Rebounds - davon acht am offensiven Brett - ein Double-Double auf. Bester Scorer im Team der Lahnstädter war Brandon Thomas mit 27 Punkten. Der 36-Jährige sprühte vor Tatendrang und fischte sich zudem noch acht Rebounds, was für ihn eher ungewöhnlich ist. Außerdem harmonierte der Allrounder sehr gut mit Rowsey im Backcourt. Aufbauspieler Liam O’Reilly zeigte erneut gute Ansätze - er hatte aber Pech im Abschluss.

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