Vetter drängt zurück ins Team

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(jmo). Sreto Ristics erste Woche als Cheftrainer hat es in sich. Der 44-Jährige, Nachfolger von Angelo Barletta beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, hat seit Amtsantritt am vergangenen Samstag jeden einzelnen Trainingstag genutzt, um seine Mannschaft kennenzulernen. "Wir hatten wenig Zeit, ins Detail zu gehen", räumte er ein. Als wäre das nicht Aufgabe genug, muss Ristic gleich noch sein Ligadebüt auf ungewohntem Untergrund vorbereiten. Das erste Pflichtspiel des Jahres bei Eintracht Stadtallendorf am Samstag (14 Uhr) wird das erste des OFC auf Kunstrasen sein.

Zweimal trat die Eintracht bislang in der Regionalliga gegen den OFC zu Hause an, verlor jeweils vor stattlicher Kulisse (1:3, 0:2). Dieses Mal ist alles anders. coronabedingt sind keine Zuschauer zugelassen - und die Witterung lässt kein Spiel auf dem Rasen des Stadions zu. Deshalb weicht der Hessenliga-Meister der vergangenen Saison auf einen benachbarten Kunstrasen aus. "Das ist für uns eine katastrophale Situation", räumt Dirk Novosad vom Medienteam des Aufsteigers ein. Die Eintracht hatte als einer von sechs Klubs Anfang Dezember einen Antrag auf einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Mannheim gegen den Restart in der Regionalliga gestellt, der aber abgelehnt wurde. Novosad kann sich mit dem Status Quo noch immer nicht anfreunden. "Wir sind als Amateure in die Liga gekommen und gelten nun als Profis", sagt der TSV-Schriftführer, der wie seine Vorstandskollegen ehrenamtlich arbeitet.

"Das ist natürlich außergewöhnlich", sagt Ristic. Der neue Offenbacher Coach hat die ganze Woche auf dem Kunstrasen am Wiener Ring trainiert, auch das Testspiel gegen Ligarivale SG Sonnenhof Großaspach (3:3) fand dort statt. "Ich kenne sicherlich keinen Spieler, der sagt: Geil, wir spielen auf Kunstrasen." Doch der Untergrund soll keine Ausrede für die Partie beim Tabellenletzten sein. Mit seinem Assistenten Marijan Kovacevic hat der OFC-Coach Videomaterial über die Oberhessen studiert. Seine Erkenntnis: "Gegen Topteams der Liga haben sie sehr griffig agiert."

Wer am Samstagnachmittag aufs Feld gehen wird, ließ Ristic offen. Gestern folgte eine weitere Trainingseinheit, dazu der obligatorische Corona-Schnelltest. Nicht unwahrscheinlich ist, dass die Formation der ersten Hälfte gegen Großaspach startet, die furios aufspielte und 3:0 führte. Offen ist, wer die defensive Mittelfeldzentrale bildet. Tunay Deniz und Tim Dierßen fehlen. Maik Vetter drängt zurück ins Team. Der Rosbacher war Ende letzten Jahres lange verletzt und feierte erst Mitte Dezember bei der Nullnummer in Walldorf sein Comeback.

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