Das Vertrauen wächst

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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(ra). Beim 30:25 (12:1)-Heimerfolg am Sonntag gegen den TVB Stuttgart, dem man in der Vorsaison an gleicher Stelle noch mit einem Tor unterlegen gewesen war, kam das erste Lob für Wetzlars norwegischen Spielmacher-Neuzugang Magnus Fredriksen von Karsten Schäfer, dem Co-Trainer der Schwaben: "Fredriksen hat unsere Abwehr tief bekommen." HSG-Chefcoach Kai Wandschneider musste da nur noch bestätigend anfügen: "Magnus hat das toll gemacht. Er wird von Spiel zu Spiel besser."

In der Tat war der 23-jährige Regisseur, der sich anschickt, früher als erwartet die Kommandozentrale bei den Grün-Weißen zu übernehmen, neben Torhüter Tibor Ivanisevic mit seinen 19 Paraden ("Jeder gehaltene Wurf ist gut. Aber nur, wenn man gewinnt") und dem endlich couragierteren Schweizer Lenny Rubin einer der Wetzlarer Erfolgsgaranten.

Magnus Fredriksen befreite mit seinen Geistesblitz-Pässen Kreisläufer Anton Lindskog mehrfach raffiniert aus den Klauen der zupackenden Zwei-Meter-Hünen im Stuttgarter Innenblock, stellte mit seinem Doppelwackler zum 17:14 (40.) die Weichen auf Sieg, machte den Ball schneller als es der Stuttgarter 6:0-Deckung lieb sein konnte und düpierte diese mit seinem 26:20 in der 53. Minute - der Rest war Formsache.

Wird mit Fredriksen der nächste Handball-Diamant in Wetzlar geschliffen? Bis zum Auswärts-Doppelpack in Göppingen und Mannheim führte stets Standby-Spielmacher Filip Mirkulovski das HSG-Team an. Das ist mittlerweile umgekehrt, nunmehr verschafft der mazedonische Routinier seinem Nachfolger noch die eine oder andere Verschnaufpause. Und der norwegische Nationalspieler zahlt das Vertrauen zurück, übernimmt gerade in engen Phasen (14:14, 35.) Verantwortung, dirigiert das Geschehen, hat den Blick für den Mitspieler und entwickelt selbst Tordrang. Für Kai Wandschneider nicht überraschend.

"Jeder entscheidet mit seiner eigenen Leistung, wie oft er spielt", lautet das Credo des Trainers, der dann aber anfügt: "Magnus wird seinen Weg gehen."

Das Wetzlarer 30:25 gegen einen TVB Stuttgart ohne seinen fußverletzten ungarischen Regisseur Rudolf Faluvegi brachte für die HSG weiter wichtige Erkenntnisse für die folgende Termin-Hatz durch den Dezember.

Donnerstag zu Gast beim SC DHfK Leipzig, nächsten Dienstag gegen HBW Balingen-Weilstetten und schon zwei Tage später beim TBV Lemgo-Lippe, wo es die einzig noch existierende Bundesliga-Negativserie in 22 Jahren zu beenden gilt.

Die Reihen schließen sollte dann auch wieder der schwedische Allrounder Olle Forsell Schefvert, der nach starkem Saisonbeginn letztmals beim Heim-29:11 gegen die Eulen Ludwigshafen so richtig zu überzeugen wusste und deshalb in den nächsten Partien auf dem Parkett wieder Argumente liefern müsste, weshalb ihn die HSG Wetzlar über 2021 hinaus an sich binden sollte. Gegn den TVB Stuttgart war er jedenfalls kein Faktor.

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