Verspäteter Start in die Sommersaison

  • Philipp Keßler
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(phk). Eigentlich ist Eisstockschießen der ideale Sport in der Coronavirus-Krise - kein Körperkontakt, Abstand halten ist kein Problem und auch sonst lassen sich die Hygieneregeln gut einhalten. Dennoch sind die Eishoppers Bad Nauheim erst seit Mitte Mai wieder im Training - auf den beiden Sommerstockbahnen am Rödgener Kunstrasenplatz.

Erstes Turnier nach Lockdown

Nun winkt endlich der erste Wettbewerb: Die Kurstädter sind am Wochenende zum Turnier des TV Ebhausen in den Schwarzwald eingeladen.

Das Turnier, das wie gewohnt mit einem Herren- und einem Mixed-Wettbewerb ausgetragen wird, ist das erste in ganz Deutschland seit dem Lockdown. "Wenn man dies bedenkt und die Starterliste mit etlichen Topmannschaften sieht, sind wir etwas stolz, daran teilnehmen zu dürfen", sagt der Eishoppers-Vorsitzende Rainer Pfeffer.

"Natürlich wird unsere Platzierung entsprechend sein, aber darum geht es uns nicht, sondern einfach um das Dabeisein."

Eine Einschränkung gibt es aber - sowohl im Training als auch im Turnier: Statt wie gewohnt in Vierermannschaften wird aktuell im Duo-Wettbewerb gespielt - zwei Spieler pro Team haben je zwei Stöcke zur Verfügung, die auch nur von ihnen benutzt werden dürfen. "Das gibt es seit einigen Jahren schon. Ich gebe zu, ich bin kein wirklicher Freund davon gewesen, weil es dem Kern der Sportart entgegensteht, aber aktuell ist es ganz in Ordnung", sagt Pfeffer.

Denn insgesamt laufe der Trainingsbetrieb ausgesprochen gut. Alle Teilnehmer hielten sich an die Vorgaben, es werden Anmelde- und Teilnehmerlisten geführt. Während des harten Lockdowns seien zudem anstelle des Trainings Arbeiten rund um die Vereinsgarage und die Sommerstockanlage in Rödgen erledigt worden. "Ich bin meinen Teamkollegen sehr dankbar - dafür, dass sich alle so super an die Regeln halten und für ihren Einsatz. Es fehlt zwar aktuell trotzdem irgendetwas, aber es geht auch", sagt Pfeffer.

Wann es wieder ganz regulär mit Training und Wettbewerben losgehen kann, steht allerdings noch völlig in den Sternen - ebenso wie die Planung im Bad Nauheimer Eisstadion, auf den auch der Klub im Winter angewiesen ist.

"Hier sind wir wie die Stadt auch auf die Entscheidungen der großen Politik angewiesen, aber das Eisstadion ist auch für uns kein unwesentlicher Faktor", sagt Pfeffer. Immerhin: Zumindest bis Mitte Oktober könnten die Eisstocksportler im Freien die Zeit überbrücken.

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