+
Trainer Christian Sacks und seine MSG Florstadt/Gettenau wollen bei der HSG Linden II am Wochenende weiter Abstand zu den Abstiegsplätzen gewinnen. FOTO: VOGLER

Vermeintlich klare Angelegenheiten

  • schließen

(se). Ein Spieltag, der es in sich hat, zumindest für die drei Wetterauer Handballteams, die in der Bezirksoberliga um Punkte spielen. Dabei hat die HSG Mörlen die beste Ausgangsposition der heimischen Mannschaften. Mit 16:12 Punkten bekleidet das Teams den sechsten Platz, aber wohl ohne große Chance, noch in den Titelkampf einzugreifen. Die Abstiegsgefahr ist auch nicht sonderlich groß, obwohl die Zahl der Absteiger noch nicht feststeht und auch davon abhängig ist, wie viele Mannschaften aus der Landesliga Mitte die Bezirksoberliga Gießen aufnehmen muss. Die Mörler sind in jedem Fall beim Heimspiel am Samstagabend gegen den Tabellenletzten TV Wetzlar der große Favorit.

Ebenfalls Heimrecht genießt die HSG Wettertal (13:15 Punkte), die es mit der zurzeit bärenstarken HSG Dilltal zu tun bekommt. Vor einem Schlüsselspiel steht die MSG Florstadt/Gettenau (11:17), die beim Drittletzten im Tableau, der HSG Linden II, anzutreten hat. Die Lindener hinken bei 7:21 Punkten dem Feld hinterher, können aber mit einem Sieg den Anschluss an die Konkurrenz herstellen. Andererseits hat Florstadt/Gettenau die Chance, einen Mitbewerber im Kampf gegen den Abstieg deutlich auf Distanz zu halten.

HSG Linden II - MSG Florstadt/Gettenau (Sa., 18 Uhr/Stadthalle Linden):Es steht für beide Seiten einiges auf dem Spiel. Im Rückblick auf die Partie am vergangenen Wochenende gegen Marburg/Cappel stellt MSG-Trainer Christian Sacks fest, dass seiner Mannschaft zu viele technische Fehler unterlaufen sind. "Dadurch haben wir viele Gegenstöße hinnehmen müssen", berichtet er. Trotz der immerhin 28 Treffer seien von seiner Mannschaft außerdem viele Möglichkeiten nicht genutzt worden. In Linden werden die Florstädter sicherlich auf eine engagierte Gastgeber-Mannschaft treffen, die vor Wochenfrist gegen den neuen Spitzenreiter über 50 Minuten lang mitgehalten und dabei ein Spiel auf Augenhöhe geliefert hat. Das ist ein Indiz dafür, dass die Lindener "Zweite" stärker einzuschätzen ist, als es der aktuelle Tabellenstand vermuten lässt.

HSG Wettertal - HSG Dilltal (Sa., 19.30 Uhr/Sporthalle Münzenberg):"Die HSG Dilltal ist aktuell das beste Team der Liga", macht sich Wettertals Trainer Sven Tauber vor der Partie gegen den Tabellenfünften keine Illusionen und verweist auf das zuletzt souveräne Auftreten der Gäste in der Münzenberger Sporthalle. "Sieben der letzten acht Spiele haben die Dilltaler gewonnen." Eine richtig schwere Aufgabe also für die Wettertaler. Tauber hofft, dass der erkrankte Julian Schremmer und der angeschlagene Fabian Exner mitwirken können. "Nun hat es auch Danny Hendrischke und Marlin Metzger erwischt", berichtet er und stellt fest: "Man bastelt wieder im Hause Wettertal." Das hat sich in der Vergangenheit nicht immer als Nachteil erwiesen. Ob so allerdings gegen Dilltal etwas erreicht werden kann, wird sich zeigen.

HSG Mörlen - TV Wetzlar (Sa., 20 Uhr, Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen):Mörlens Co-Trainer Alexander Löwe, der den diesmal verhinderten Philip Petriesas vertritt, warnt vor dem Rangletzten. "Die Mannschaft ist besser als der Tabellenplatz", weiß der "Co" und verweist darauf, dass die Wetzlarer in keinem Spiel dieser Saison "haushoch verloren haben". Angesichts der kommenden schweren Aufgaben (in Hungen, in Oberkleen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns II, in Werdorf gegen die HSG Dilltal sowie in eigener Halle im Derby gegen Florstadt/Gettenau und gegen Wettenberg II) wären zwei Punkte im Spiel gegen Wetzlar für die Mörler besonders wichtig. Allerdings, der heutige Gast darf nicht unterschätzt werden - trotz der bisher erlittenen 14-Saisonniederlagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare