Verfolger duellieren sich: OFC in Haiger

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(cd). Für Stephan Flauder ist die Sache ebenso simpel wie logisch. »Wenn man hinten zu null spielt, reicht vorne ein Tor, um zu gewinnen«, hatte der Stammtorhüter des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach kürzlich gesagt. Und in der Tat: Drei der vergangenen vier Begegnungen gewann der OFC auf diese Weise: 1:0 gegen den FK Pirmasens, 1:0 bei der TSG Hoffenheim II sowie 1:

0 gegen die TSG Balingen. Zwischendurch gab es einen 2:1-Erfolg beim FC Homburg, also noch so ein knappes Ergebnis. Mit diesem Minimalismus haben sich die Kickers zuletzt an die Spitze herangepirscht und liegen als Zweiter vor dem Verfolgerduell am Samstag (14 Uhr) beim punktgleichen Dritten TSV Steinbach Haiger bloß noch einen Zähler hinter Tabellenführer SC Freiburg II.

Der Blick auf die bisherige Saisonstatistik zeigt, dass dieser Minimalismus keine allzu große Überraschung ist: Die Kickers schießen im Schnitt 1,76 Tore pro Partie und lassen 0,6 zu, wobei sich beide Werte seit dem Trainerwechsel Ende des Jahres von Angelo Barletta (1,7:0,7) zu Sreto Ristic (1,9:0,5) nur geringfügig verbessert haben. Allerdings stieg der Punkteschnitt deutlich an - von 1,7 auf 2,4. Mathias Fetsch glaubt, einen der Gründe zu kennen. Das Team könne nun »auch mal knappe Siege über die Bühne bringen« oder »auch mal dreckige Siege« verbuchen, hatte der Mittelstürmer unlängst analysiert. Flügelspieler Serkan Firat äußerte sich ganz ähnlich. Es sei »ein Schritt in der Entwicklung«, knappe Spiele zu gewinnen. Spiele, die man vor der Winterpause verloren hatte (wie in Balingen oder Ulm) - oder in denen man noch den Ausgleich kassiert hatte (wie gegen Steinbach). »Am Ende fragt keiner nach dem Wie. Drei Punkte sind drei Punkte«, weiß Firat. Für Fetsch zählt ebenfalls in erster Linie, was beim Abpfiff der Partie auf der Anzeigetafel steht. Und das waren zuletzt sechs Siege in Folge, die jüngsten drei innerhalb von acht Tagen. »Eine perfekte Englische Woche« sei das gewesen, urteilte der Kickers-Torjäger (zwölf Saisontreffer) und stellte zufrieden fest: »Es könnte sportlich nicht besser laufen.«

Diese Aussage soll auch nach der heutigen Partie noch Bestand haben.

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