Fußball

Vereinsfusion in Offenbach

  • vonred Redaktion
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(rjr). Historisches stand vor der Aussetzung des Fußball-Spielbetriebes noch auf der Tagesordnung der Kreisliga A Offenbach, Gruppe 1: Die SG Rosenhöhe Offenbach II traf am 8. März auf den BSC Offenbach (5:2) - es war wohl das letzte Derby der beiden Mannschaften aus dem Offenbacher Süden.

Denn: Geht es nach den verantwortlichen Personen, werden die beiden Vereine am 1. Januar kommenden Jahres miteinander verschmelzen. "Das ist natürlich nicht mit einem Fußballjahr zu vereinbaren", sagt Patrick Ihlefeld, Abteilungsleiter der SG Rosenhöhe. "Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Im Oktober soll es dann zum Votum der Vereinsmitglieder kommen."

Die SG Rosenhöhe wurde 1895 unter dem Namen Arbeiterturnverein (später Freie Turnerschaft) gegründet, ab 1920 gab es eine Fußballabteilung. Nach der Auflösung 1933 wurde der Verein als Sportgemeinschaft Rosenhöhe am 27. Oktober 1945 wieder gegründet.

Nur wenige Jahre jünger ist der BSC Offenbach, der 1899 gegründet wurde. "Auch wir Befürworten die Fusion", sagt BSC-Abteilungsleiter Thomas Elsässer. Personell ging es bei der Mannschaft vom Eichwaldweg zuletzt abwärts. Aktuell liegt das Team von Trainer Artur Berami auf dem letzten Tabellenplatz der Liga und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf das "rettende Ufer".

Knapp sieben Jahre nach Wiedergründung der SG Rosenhöhe war es zum ersten Derby zwischen den beiden Teams gekommen: Am 5. Oktober 1952 setzte sich der BSC knapp gegen Aufsteiger Rosenhöhe durch. In den folgenden Jahrzehnten hatte sich das Kräfteverhältnis zugunsten der SG Rosenhöhe verschoben. In der Kreisoberliga-Saison 2011/12 gab es die beiden letzten Derbys der ersten Mannschaften. Zweimal setzte sich die SG Rosenhöhe durch und bejubelte am Saisonende auch die Meisterschaft. Der BSC stieg wiederum ein Jahr später in die A-Liga ab.

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