Vereine lehnen HFV-Verlegungsangebot ab

(sto) Ab der kommenden Runde findet an Sonntagnachmittagen ein Bundesligaspiel statt, dass auch im Fernsehen übertragen wird. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat daraufhin den Amateurvereinen die Möglichkeit eröffnet, ihr zeitgleiches Punktspiel gebührenfrei "zeitnah" zu verlegen, wenn das besagte Bundesligaspiel in einer Entfernung bis 50 Kilometer stattfindet.

Die Voraussetzungen einer solchen Verlegung sind die Bereitschaft beider Vereine sowie eine Zweidrittelmehrheit aller Ligavereine. Dieses Angebot des Verbandes lehnten die Vereinsvertreter aller 80 Mannschaften der "Friedberger" Ligen Kreisoberliga, A-, B- und C-Ligisten am Samstag in der Vorrundenbesprechung in Rockenberg als scheinheilig einstimmig ab und verwiesen darauf, dass praktisch jeden Tag Profifußball im Fernsehen präsentiert wird.

Es sei eine Unverschämtheit des Verbandes nun zusätzlich den Sonntagnachmittag als Tag der Amateure "vollzukleistern" und dies noch als Flexibilisierung der Termingestaltung und Wohltat zu bezeichnen.

Im Rockenberger Gasthaus Groß fehlte wegen Erkrankung der B-Liga-Klassenleiter Wolfram Fritz, der auch für den Ablauf der neuen B-/C-Liga-Reserven-Runde zuständig ist. Ansonsten herrschte reger Besuch.

Kreisfußballwart und Kreisoberliga-Klassenleiter Rainer Dreut begrüßte seinen Stellvertreter Helmut Schmid als A-Liga-Klassenleiter, seinen Amtskollegen Thorsten Bastian (C-Liga), den Kreissportgerichtsvorsitzenden Reinhold Wolfinger, dessen Vertreter Heinz Schwab, der auch für die Ansetzung der Schiedsrichter der Kreisober-, A- und B-Liga zuständig ist, den Einzelrichter Klaus Häuser, den neuen Kreisschiedsrichterobmann Thomas Nau, Reiner Klöpfel, der alle Testspiele und die Verbandsspiele der C-Liga und der Reserven ansetzen wird, sowie den Kreispressewart Gerald Hengst.

Beim Saisonrückblick 2008/09 sprachen die Klassenleiter von einer zunächst gut verlaufenen Saison, in der die englischen Wochen auch in der 21 Mannschaften umfassenden KOL mit insgesamt 420 Spielen termingerecht absolviert wurde. Erst die unfreundliche Witterung im Herbst, Februar und März führte zu Engpässen. Ohne Bestrafung kamen bei den Erstmannschaften in der KOL der SV Ockstadt und in der A-Liga der KSV Berstadt, der SV Nieder-Weisel II und die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim aus. Die Kosten der Schiedsrichter blieben stabil. Hier sprachen die Klassenleiter dem bisherigen Ansetzer Wilfried Kling ein besonderes Lob aus, der zukünftig aus Gesundheitsgründen kürzer treten wird.

In der kommenden Saison sind im Fußballkreis Friedberg alle vier Ligen mit Aufstiegsberechtigung mit 20 Mannschaften besetzt. Der Meister der Kreisoberliga steigt im kommenden Jahr in die Gruppenliga auf. Bei der A-, B- und C-Liga haben die beiden Ersten Aufstiegsrecht. In allen vier Gruppen relegiert die Mannschaft hinter den Aufsteigern nach oben. Die Zahl der Absteiger ist variabel. Bis zu vier Mannschaften können dies sein, was man jedoch relativieren muss. Die Richtzahl der Ligen für 2010/11 bleibt bei 20. Dies bedeutet: Sollte im kommenden Frühjahr keiner der vier "Friedberger" Vertreter aus der Gruppenliga absteigen, so wird es aus der Kreisoberliga sowie der A- und B-Liga nur einen Direktabsteiger geben. Bei einem Gruppenliga-Absteiger müssten zwei Mannschaften die anderen Ligen im Kreis nach unten verlassen. Die maximale Anzahl von vier Absteigern würde sich demnach nur bei drei oder vier Friedberger Absteigern aus der Gruppenliga ergeben. In der KOL, der A- und B-Liga wird die jeweils vor dem/n Absteiger/n platzierte Mannschaft relegieren.

Der Rundenstart erfolgt am ersten August-Wochenende. In diesem Monat steht in der 32. und 34. Kalenderwoche ein Wochenspieltag an. Dies trifft auch für den 17. September und 1. Oktober zu. Bis 8. November sollen die 19 Vorrundenspieltage abgeschlossen sein. Es schließen sich bis 13. Dezember fünf Runden der zweiten Serie an. Am 21. Februar wird die Punktrunde fortgesetzt.

Der 1. Spieltag der Kreisoberliga

Freitag, 31. Juli: TSV Dorn-Assenheim - FC Kaichen (20 Uhr). - FSG Burg-Gräfenrode - FV Bad Vilbel II (20.15 Uhr); Samstag, 1. August: FCO Fauerbach - SV Ockstadt (17 Uhr); Sonntag, 2. August: VfR Ilbenstadt - SV Steinfurth, Türk. SV Bad Nauheim - FC Nieder-Florstadt, VfB Petterweil - SV Gronau, SKV Beienheim - SV Staden, SG Rodheim - Türk Gücü Friedberg, VfB Friedberg - TSG Ober-Wöllstadt (alle 15 Uhr). - SV Nieder-Weisel - SV Ober-Mörlen (17 Uhr).

Der 1. Spieltag der Kreisliga A:

Sonntag, 2. August: Türk. SV Bad Nauheim II - Spvgg. 08 Bad Nauheim (13.15 Uhr). - SV Nieder-Weisel II - FC Wohnbach, Melbach - SG Nieder-Mockstadt/Stammheim, FSV Kloppenheim - SV Steinfurth II, SV Hoch-Weisel - SV Assenheim, SG Oppershofen - TFV Ober-Hörgern, SV Schwalheim - Traiser FC, KSV Berstadt - TuS Rockenberg, FC Rendel - KSG 20 Groß-Karben, FC Massenheim - SV Bruchenbrücken (alle 15 Uhr).

Der 1. Spieltag der Kreisliga B

Samstag, 1. August: FCO Fauerbach II - SV Reichelsheim (15 Uhr). - TSV Rödgen - FC Gambach (17 Uhr); Sonntag, 2. August: VfR Ilbenstadt II - SV Echzell, VfB Friedberg II - KSV Bingenheim (beide 13.15 Uhr). - SV Nieder-Wöllstadt II - TSV Dorn-Assenheim II - SSV Heilsberg, VfR Butzbach - FSV Dorheim, SVP Fauerbach - SV Staden II, KSV Weckesheim - Türk Gücü Friedberg II (alle 15 Uhr). - SC Dortelweil II - TSV Ostheim am 8. September.

Der 1. Spieltag der Kreisliga C:

Freitag, 31. Juli: FSG Burg-Gräfenrode II - Blau-Gelb Friedberg (18.30 Uhr); Sonntag, 2. August: FC Ober-Rosbach II - KSG Bönstadt, VfB Petterweil II - FSG Wisselsheim, SKV Beienheim II - SKG Erbstadt, SG Rodheim II - SV Leidhecken (alle 13.15 Uhr). - Inter Reichelsheim - SV Ober-Mörlen II, SV Nieder-Rosbach - FC Nieder-Florstadt II, TSG Wölfersheim - TSG Ober-Wöllstadt II, SV Ossenheim - FC Kaichen II (alle 15 Uhr). - Blau-Weiß Espa - SV Ockstadt II am 13. August.

Rainer Dreut ging in Rockenberg auf die Vereinbarung des HFV mit dem Hessischen Städte- und Gemeindetag bezüglich der Bespielbarkeit der Plätze ein. Es könne nicht sein, dass man gerade wegen der jeweils 38 Spieltagen Spiele leichtfertig und zu früh absage. Bei einem drohenden Spielausfall sei der Klassenleiter unverzüglich zu informieren. Auch wies Dreut auf die Möglichkeit der Platzbesichtigung durch Eigentümervertreter und einen Verbandsbeauftragten hin, der dafür pauschal 15 Euro von dem Heimverein erhalte. Ein Spiel absetzen, so der Kreisfußballtag weiter, könne nur der Klassenleiter.

Wegen der Umgestaltung des Rödgener Platzes in ein Kunstrasenfeld ist der dortige Sportplatz ab 17. August bis vermutlich Ende Oktober gesperrt. Der Türk. SV Bad Nauheim trägt seine Heimspiele im Waldstadion aus, und der TSV Rödgen weicht nach Wisselsheim aus. In Reichelsheim stehen wegen Renovierungsmaßnahmen im Bürgerhaus bis Ende August keine Duschmöglichkeiten zur Verfügung. Nach Absprache mit der Stadt wird Inter Reichelsheim die drei Heimspiele in einem anderen noch nicht feststehenden Stadtteil austragen. Der A-Ligist SG Nieder-Mockstadt/ Stammheim trägt seine Heimspiele in der Vorrunde in Nieder-Mockstadt und danach in Stammheim aus.

Zudem gibt es eine ligenübergreifende B-/ C-Liga-Reservenrunde mit 14 Teams. Keine Reserve gemeldet haben der TSV Ostheim, KSV Weckesheim, Inter Reichelsheim, KSG Bönstadt, Blau-Gelb Friedberg, SV Nieder-Rosbach und SKG Erbstadt.

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