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Verbandsliga-Derby in Bad Vilbel: Platzkommission entscheidet

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Von: Pedro Acebes Gonzalez

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Im Hinrunden-Duell hatten Dennis Geh und sein SC Dortelweil mit 2:0 die Oberhand im Derby behalten. Justus Loose und der FV Bad Vilbel wollen nun Revanche. © Jürgen Keßler

Das Derby in der Verbandsliga zwischen dem FV Bad Vilbel und dem SC Dortelweil (Freitag, 19.30 Uhr) findet nur statt, wenn die Platzkommission am Vormittag den Rasen freigibt.

(ace). In der Fußball-Verbandsliga Süd soll es heute Abend (19.30 Uhr) zum Stadtduell zwischen dem FV Bad Vilbel und dem SC Dortelweil kommen - wenn die Platzverhältnisse eine Austragung am Niddasportfeld denn zulassen. Die Stadt Bad Vilbel hatte schon seit letzter Woche sämtliche Rasenplätze im Stadtgebiet gesperrt. Am Freitagvormittag soll eine Kommission der Stadt den Rasen in Augenschein nehmen und dann eine Entscheidung fällen.

»Förderlich war der ergiebige Regen am Mittwochabend sicherlich nicht. Der Platz ist sehr feucht und tief«, erklärt FV-Sprecher Jan Werner. Erstmals seit neun Jahren spielen Bad Vilbel und Dortelweil gemeinsam in einer Klasse. Nachdem die Vilbeler meist eine, in den letzten vier Jahren sogar zwei Klassen höher als der Nachbar gespielt haben, haben sich die Kräfteverhältnisse in der Brunnenstadt zumindest aktuell etwas verschoben. Dortelweil gewann das Hinspiel mit 2:0 und spielte dann eine wesentlich bessere Hinrunde als der Hessenliga-Absteiger. Der Aufsteiger kommt mit neun Punkten mehr - und auf Rang fünf stehend - neun Plätze über dem Kontrahenten an das Niddasportfeld. Die Gastgeber stehen weiter - trotz einer positiven Tordifferenz - in der Abstiegszone und wollen sich laut Werner »für die Hinspielniederlage revanchieren. Dortelweil hat aber eine eingespielte Truppe, vor der wir uns nicht verstecken müssen. Wichtig sind für uns die drei Punkte, um von unten weg zu kommen«.

Eine besondere Rivalität gibt es zwischen den beiden Clubs nicht, dazu ist man sich in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig begegnet. Außer einigen Testspielen sowie einer Begegnung im Kreispokal gingen die beiden grün-weißen Clubs getrennte Wege. Dennoch haben sich die Anhänger der Gäste für das Stadtderby eine besondere Aktion ausgedacht, wie Dortelweils Co-Trainer Stefan Geppert ankündigt: »Es ist ein Fanmarsch organisiert worden. Dieser soll von der Untergasse die drei Kilometer an der Nidda entlang bis zum Niddasportfeld führen.« Nicht nur deswegen wird mit einer höheren Zuschauerresonanz als sonst in Bad Vilbel gerechnet. Geppert möchte die Favoritenrolle »aufgrund der guten Ergebnisse der Vilbeler gegen die Topteams« an die Heimelf abschieben. »Dennoch möchten wir gewinnen, da es auch um das Prestige geht. Es wäre historisch, wenn wir in der Endabrechnung mal vor Bad Vilbel landen könnten.«

Das Ziel der Gäste bis zur Pause sei es, »im oberen Drittel zu bleiben«. Zahlreiche Spieler wie Torhüter Yannick Rühl, Nando Pröckl, Marvin Strenger oder Dennis Geh liefen in den letzten Jahren für den Nachbarn auf, man kennt sich und schätzt sich untereinander. In beiden Teams gab es unter der Woche Krankmeldungen aufgrund der Grippewelle, insofern dürften beide Clubs nicht in Bestbesetzung antreten. FV-Trainer Amir Mustafic wird trotz seines Platzverweises in Wald-Michelbach wieder an der Seitenlinie stehen, denn er kam mit einer Geldstrafe milde davon.

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